Finanzplanung – Änderungen zur Wohnungsbauprämie 2009

Mit dem Eigenheimrentengesetz ergeben sich auch Änderungen im Wohnungsbauprämiengesetz. Für Neuverträge ab 2009 wird die Wohnungsbauprämie (WoP) danach grundsätzlich nur noch gewährt, wenn das angesparte Kapital wohnungswirtschaftlich verwendet wird

Bisher kann der Bausparer nach Ablauf einer siebenjährigen Sperrfrist frei über sein Bausparguthaben und die Prämie verfügen; vorher nur dann, wenn er die Beträge aufgrund einer Zuteilung, Beleihung oder Abtretung des Bausparvertrages für den Bau, Kauf oder die Modernisierung von Wohnraum einsetzt. Mit der Neuregelung soll diese Zweckbindung auf Dauer gelten, also auch nach Ablauf der sieben Jahre. Die Prämie wird dann erst bei wohnungswirtschaftlicher Verwendung des Bausparguthabens durch den Bausparer oder seine Angehörigen ausgezahlt.

Ausnahmen macht der Staat weiterhin bei sozialen Härtefallen (Tod, Erwerbsunfähigkeit, Dauerarbeitslosigkeit) und bei jungen Sparern: Wer bei Abschluss des Bausparvertrags das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, darf auch künftig nach sieben Jahren frei über den gesamten Guthabenbetrag verfügen. Diese Ausnahmeregelung kann von jedem Sparer einmal in Anspruch genommen werden.

Die Neuregelung zur Zweckbindung der Wohnungsbauprämie tritt zum 1. Januar 2009 für Neuverträge in Kraft.

Wer bis zum 31. Dezember 2008 einen Bausparvertrag abschließt und mindestens eine Regelsparrate einzahlt, kann nach Ablauf von sieben Jahren frei über Guthaben und Prämie verfügen.

Veröffentlicht am 24. November 2008
Autor
Sven Bayer