Baufinanzierung: Welches Haus darf’s denn sein?

Nicht jeder kann die Baufinanzierung für ein Architektenhaus stemmen

Der Traum vom eigenen Haus lässt sich auf verschiedene Weise verwirklichen. Ob Sie sich für ein Fertighaus, ein Architektenhaus oder eine bereits stehende Immobilie entscheiden hängt von Ihrer persönlichen Vorstellung und von Ihrem Budget ab.

Wenn Sie sich dafür entscheiden ein eigenes Haus bewohnen zu wollen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie können entweder ein bereits stehendes Haus kaufen, oder Sie entscheiden sich dafür eines zu bauen.

Sollten Sie sich für den Bau eines Hauses entscheiden gibt es wiederum zwei Varianten, nämlich ein komplett selbst geplantes Haus, das von Grund auf errichtet wird, oder ein Fertighaus, das innerhalb weniger Wochen einzugsbereit ist.

Der Traum vom Architektenhaus

Viele Menschen wollen, wenn sie an ihre eigene Immobilie denken, auch etwas ganz eigenes haben. Selbst gestaltet und designt und die Räume nach Belieben verteilt ist das wovon die meisten träumen, was aber häufig am Preis scheitert.

Ein selbstgeplantes Architektenhaus ist die teuerste Variante des Hauskaufs, da das Haus vom Fundament aus aufgebaut werden muss. Von dieser Idee nehmen viele schnell wieder Abstand, da die Preise im Vergleich zu Fertighäusern oder bereits stehenden Immobilien deutlich höher sind.

Die Vor- und Nachteile von Fertighäusern

Die etwas einfachere Methode ist ein Fertighaus. Für dieses können sich Kunden anhand eines Katalogs oder verschiedener Angebote im Internet entscheiden. Es wird innerhalb von ein paar Tagen aufgebaut und dann werden noch je nach persönlichen Wünschen zwischen sechs und zwölf Wochen für den Innenausbau benötigt.

Der Nachteil bei Fertighäusern ist, dass sie alle relativ standardisiert aussehen und nicht so viel individuellen Spielraum bieten wie ein Architektenhaus. Dafür sind sie in der Regel deutlich günstiger und können mit viel weniger Zeitaufwand errichtet werden.

Wer selbst ein Haus errichtet, braucht auch ein Grundstück

Ein Haus zu kaufen ist sicherlich vom persönlichen Aufwand her die unkomplizierteste Variante, allerdings kann es lange dauern, bis man die richtige Immobilie gefunden hat. Selbst wenn dann ein passendes Objekt in Aussicht ist, kann es immer nochmal sein, dass etwas am Haus noch gemacht werden muss oder man sich die Raumaufteilung doch etwas anders wünscht, wodurch auch dann wieder Extra-Kosten entstehen.

Der Vorteil, den ein bereits stehendes Objekt mit sich bringt ist, dass nicht noch extra ein Grundstück gekauft werden muss. Bei einem Fertighaus oder einem Architektenhaus müssen Sie nämlich bevor Sie den ersten Stein legen erst einmal wissen, wo das Haus stehen soll. Die Kosten für das Grundstück kommen noch einmal zum Preis des Hauses hinzu und hängen von der jeweiligen Lage und Größe ab.

Für die Baufinanzierung ist die Art der Immobilie unerheblich

Da sich die wenigsten Menschen ein eigenes Haus ohne externe Finanzierungshilfen leisten können, ist ein Kredit zur Baufinanzierung in der Regel unerlässlich. Ob dabei nun ein Architektenhaus, ein Fertighaus oder eine bereits stehende Immobilie finanziert wird, ist zunächst unerheblich.

Entscheidend ist das Eigenkapital, das Sie mitbringen und auf Basis dessen sich entscheidet, wie viel Fremdkapital Sie noch benötigen. Auch Ihr Einkommen und Ihr Job spielen eine entscheidende Rolle bei der Vergabe des Kredits.

Das Budget entscheidet

Ein günstiger Hauskauf oder ein Fertighaus sind meist die günstigsten Varianten, um ein eigenes Haus zu besitzen. Das Architektenhaus schlägt mit hohen Kosten und einem großen Planungsaufwand zu Buche und will wohl überlegt sein.

Am Ende ist es meist eine Frage des Budgets, worauf die Wahl fällt, weshalb dieses bei der Baufinanzierungsplanung gründlich durchgerechnet werden sollte.

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Veröffentlicht am 27. Mai 2015