Baufinanzierung für Selbstständige: 4 wertvolle Tipps

Baufinanzierung für Selbstständige: 4 wertvolle Tipps

Selbstständigen und Freiberuflern wird oft nachgesagt, dass sie Probleme haben eine Baufinanzierung von einem Kreditinstitut zu bekommen. Als Grund dafür wird häufig das unregelmäßige Einkommen genannt. Heutzutage muss die Baufinanzierung für Selbstständige jedoch nicht unerreichbar bleiben. Was Sie beachten sollten, lesen Sie hier.

Eine Baufinanzierung kann ein Kredit für einen Neubau sein, aber auch ein Kredit für die Sanierung eines geerbten Hauses. Es ist also wichtig, dass man seine Baufinanzierung den eigenen Bedürfnissen anpasst. Selbstständige müssen bei der Beantragung einer Baufinanzierung jedoch einige Hürden überwinden, die Arbeitnehmern nicht den Weg versperren. Lesen Sie daher hier, worauf Sie als Selbstständiger bei Ihrer Baufinanzierung achten sollten.

1. Erstellen Sie einen genauen Haushaltsplan

Gerade für Selbstständige, die eine Baufinanzierung beantragen möchten, ist die richtige und genaue Vorbereitung ausschlaggebend für die Vorstellung bei einem Kreditinstitut. Wenn Sie also darüber nachdenken eine Baufinanzierung zu planen, dann machen Sie vorher einen genauen Kassensturz. Was haben Sie an laufenden Einnahmen? Was sind Ihre Ausgaben? Was bleibt jeden Monat übrig? Wie viel von dem übrigen können Sie für die Finanzierung eines Hauses aufwenden? Haben Sie Rücklagen, auf die Sie zugreifen können, wenn das Einkommen einmal ausbleibt?

Erstellen Sie also eine genaue Haushaltsplanung, die Sie später auch Ihrem Baufinanzierer genau erklären können. Eine solide Finanzplanung ist unentbehrlich, wenn Selbstständige eine Baufinanzierung beantragen möchten.

2. Bereiten Sie die nötigen Unterlagen genau vor

Neben den Objektunterlagen werden natürlich auch Einkommensnachweise gefordert. Im Gegensatz zu Arbeitnehmern müssen Selbstständige eine Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung und Einkommensteuernachweise einreichen. Sie müssen ihre Vermögensverhältnisse und Einkünfte der letzten 3 Jahre detailliert dokumentiert haben.

Gerade für die Baufinanzierung für Selbstständige gilt, je mehr Nachweise und Unterlagen, desto besser, da ein Kreditinstitut die Lage so besser einschätzen kann. Die nötigen Dokumente für die Baufinanzierung sollten also bestens vorbereitet sein.

3. Legen Sie Rücklagen an

Gerade für Selbstständige spielen bei der Baufinanzierung das Eigenkapital und eventuelle Rücklagen eine große Rolle, wenn man nicht schon etabliert im Beruf ist und über ein regelmäßiges Einkommen verfügt. Das Eigenkapital ist, neben dem Darlehen und ggf. Fördermitteln, eines der Bestandteile einer soliden Baufinanzierung und sollte grundsätzlich zwischen 15 und 20 Prozent der Gesamtsumme liegen. Je höher es ist, desto besser ist es natürlich für die Bedingungen der Baufinanzierung: Laufzeit, Zinssatz etc.

Neben dem benötigten Eigenkapital sollten aber auch Rücklagen gebildet werden, wenn das Einkommen einmal ausbleibt. Dies ist vor allem für Selbstständige sehr wichtig. Achten Sie also darauf, dass Ihre Baufinanzierung Ihren finanziellen Rahmen nicht sprengt und Sie jeden Monat etwas zurücklegen können.

4. Nutzen Sie Sondertilgungen

Wenn Sie eine Baufinanzierung für Selbstständige beantragen, dann werfen Sie vor allem ein Auge auf das Thema Sondertilgungen. Die Möglichkeit der Sondertilgung bietet den Vorteil, dass man größere Rückzahlungen gesondert von den normalen monatlichen Raten tätigen kann. So kann man eventuell die Laufzeit als auch die endgültige finanzielle Belastung reduzieren.

Veröffentlicht am 6. April 2016