Homöopathie

Schilddrüsenunterfunktion: Hypothyreose beim Hund

Schilddrüsenunterfunktion: Hypothyreose beim Hund
Gabriele Zuske
geschrieben von Gabriele Zuske

Die Schilddrüsenunterfunktion entwickelt sich beim Hund meist schleichend und wird dadurch erst spät erkannt. Einige Hunderassen sind für diese Erkrankung besonders prädestiniert. Dazu zählen u. a. der Golden Retriever, der Neufundländer, der Dackel und auch der Boxer.

Die Hypothyreose kann in verschiedenen Entwicklungsstadien des Hundes auftreten, beim Welpen ebenso wie beim erwachsenen Hund zeigt sie Symptome wie übermäßige Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme, Haarausfall oder Antriebslosigkeit.

Bemerkt man beim Welpen eine gestörte Entwicklung im Wuchs oder geistige Störungen, sollte vom Tierarzt die Schilddrüsenfunktion überprüft werden. Die rechtzeitige Gabe von Jod kann regulierend wirken, aber auch homöopathische Mittel können die Schilddrüse ausgleichend unterstützen.

Schilddrüsenunterfunktion: Hypothyreose Symptome

Im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenunterfunktion treten neben körperlichen auch häufig psychische Symptome auf. Hunde die daran leiden, können Aggressionen oder Konzentrationsschwierigkeiten haben, zeigen manchmal Schlafstörungen oder auch übermäßige Angst.

Gewichtsprobleme, phlegmatisches Verhalten, eine Neigung zur Verstopfung, Hauterkrankungen, zu denen auch schlecht behandelbare Ohrenerkrankungen gehören können, Fellprobleme, Unfruchtbarkeit oder Unregelmäßigkeiten der Läufigkeit, aber auch Ausfälle neurologischer Art und eine Herzleistungsschwäche oder Blutdruckprobleme können auftreten.

Sollte der Hundehalter diese Symptome bei seinem Hund erkennen, muss umgehend eine tierärztliche Untersuchung angestrebt werden. Erkrankungen der Schilddrüse können durch verschiedene Ursachen entstehen. Entzündungen der Schilddrüse können das Schilddrüsengewebe zerstören und der Körper ersetzt dieses durch Bindegewebe, das aber keine Hormone bilden kann. Dadurch bleibt eine Entzündung meist unerkannt.

Erst wenn schon große Teile der Schilddrüse zerstört sind, treten die vorgenannten Symptome auf. Dauerstress kann ebenfalls zu Störungen in der Hormonproduktion führen und somit Störungen der Schilddrüse hervorrufen. Hier muss der auslösende Stress verringert werden.

Ein angeborener Defekt der Hormonbildung in der Schilddrüse, Tumore oder auch eine Fehlfunktion der Hirnanhangdrüse können für Schilddrüsenerkrankungen sorgen. Die Ursache muss mit dem Tierarzt geklärt werden und die Auslöser möglichst behoben werden. Sollte der Hund auffälliges Verhalten zeigen und sich sehr ängstlich oder aggressiv verhalten, sollte man auch immer daran denken, den Schilddrüsenstatus bestimmen zu lassen.

Schilddrüsenunterfunktion: Hypothyreose homöopathisch behandeln

Wie bei so vielen anderen Erkrankungen kann auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion die Homöopathie unseren Hunden helfen. Dazu können beim jungen Hund Spongia, Calcium Jodatum oder Fucus vesiculosus eingesetzt werden. Ältere Hunde sprechen meist besser auf Jodum, Thyreoidinum, Phosphorus, Conium oder Silicea an.

Die homöopathischen Mittel werden in Tiefpotenzen von D 2 – D 12 gegeben wenn sie ausgleichend auf die Schilddrüse wirken sollen. Als Konstitutionsmittel, z. B. bei Phosphorus, kann auch die Hochpotenz C 30 eingesetzt werden, wenn dieses Mittel zum Hund passt.

Bildnachweis: glisic_albina / stock.adobe.com

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Gabriele Zuske

Gabriele Zuske ist Expertin für Tierpsychologie und Tierhomöopathie. Auf experto.de zeigt sie Möglichkeiten auf, wie Ihre Tiere mit sanfter Methode behandelt werden können.