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Homöopathie für Hunde – Wichtige Arzneimittel: Belladonna, Arnica, Lycopodium und Sulfur

Homöopathie für Hunde - Wichtige Arzneimittel: Belladonna, Arnica, Lycopodium und Sulfur
geschrieben von Gabriele Zuske

Im zweiten Teil dieser Serie lernen Sie die Bedeutung der Arzneimittel Belladonna, Arnica, Lycopodium und Sulfur in der Homöopathie für Hunde kennen. Sie treten immer wieder in der Tierhomöopathie auf und haben ein großes Wirkungsspektrum.

Homöopathie für Hunde – Wichtige Arzneimittel: Belladonna

Das homöopathische Mittel Belladonna wird meist als Folgemittel nach Aconitum eingesetzt, wenn Aconitum nicht mehr hilft. Belladonna ist dann das Arzneimittel für das zweite Entzündungsstadium. Dieses äußert sich dann in fieberhaften Entzündungen, wie z. B. bei Blasenentzündungen oder Halsentzündungen.

Belladonna hilft auch bei Lungenentzündung und vielen anderen Krankheiten, die mit Entzündungen zusammen hängen. Zur Differenzierung dieses Mittels sollte man wissen, dass Belladonna-Hunde, wenn sie durstig sind, in kleinen Schlucken trinken und trinken müssen, um schlucken zu können, wenn Entzündungen im Hals bestehen.

Homöopathie für Hunde – Wichtige Arzneimittel: Arnica

Arnica hilft Hunden bei allen körperlichen Problemen, wie Überanstrengung, Verletzungen durch Unfälle (Blutergüsse, Gehirnerschütterung) oder auch vor und nach Operationen kann es helfen, die Schmerzen einzudämmen.

Alten Hunden hilft dieses homöopathische Arzneimittel, die Alterserscheinungen besser zu überstehen, und Arnica stützt das Herz. Dieses Mittel zeigt auch körperliche Unruhe bei Krankheit und geistige Erschöpfung, obwohl das Tier dann trotz allem in Bewegung ist. Nach allen traumatischen Erlebnissen, die im körperlichen Zusammenhang stehen, sollte immer zuerst an Arnica gedacht werden.

Homöopathie für Hunde – Wichtige Arzneimittel: Lycopodium

Lycopodium leistet gute Dienste bei Erkrankungen des Verdauungstraktes, der Harnorgane und allem, was mit der rechten Seite vom Hals und Brustkorb im Zusammenhang steht. Blähungen, Abmagerung oder Wassersucht kennzeichnen hier ebenfalls das homöopathische Arzneimittel.

Auch schlechte Laune nach dem Erwachen und tyrannisches Verhalten bei Hunden, die sich sehr anspruchsvoll verhalten, sollte immer an dieses Mittel denken lassen, bei Gemütsstörungen oder Erkrankungen, die ins Arzneimittelbild passen.

Oft fressen Hunde die in das Lycopodium Arzneimittelbild passen, nur ein paar Futterbrocken und gehen dann wieder weg vom Fressnapf, als hätten sie keinen Hunger mehr, was aber eher am Völlegefühl vom Magen und der Gedärme liegt. Lycopodium ist ebenfalls ein wunderbares Pflegemittel für Leber und Nieren.

Homöopathie für Hunde – Wichtige Arzneimittel: Sulfur

Das homöopathische Arzneimittel Sulfur ist wohl eines der größten homöopathischen Mittel überhaupt. Es hilft dem Hund bei der Entgiftung ebenso wie im Fellwechsel. Bei Kreislaufproblemen, Erkrankungen der Verdauungsorgane und der Schleimhäute sowie der Haut, kann es große Erfolge verzeichnen.

Hunde, die Sulfur benötigen, zeigen häufig Durchfall, der früh morgens auftritt und meist sehr eilig abgesetzt werden muss. Husten mit nur 2-3 Hustenstößen oder Verlangen nach frischer Luft helfen auch bei der Auswahl dieses Mittels.

Die Haut ist oft trocken, schuppig oder rau und juckt meist in der Nacht stark. Wenn Hunde sich nachts viel kratzen und schuppiges Fell haben, kann Sulfur schnell helfen, das Problem zu beheben. Die Ernährung sollte bei Haut- oder Juckreiz-Symptomen allerdings auch mit in eine Behandlung einfließen.

Bildnachweis: Tatyana Gladskih / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Gabriele Zuske

Gabriele Zuske ist Expertin für Tierpsychologie und Tierhomöopathie. Auf experto.de zeigt sie Möglichkeiten auf, wie Ihre Tiere mit sanfter Methode behandelt werden können.