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Tipps zum Umgang mit Digitaldecodern bei Modellbahnen

Verglichen mit den Modellbahn-Loks aus den 60er- oder 70er-Jahren, die zwar ohne Elektronik daherkamen, aber dafür praktisch „unkaputtbar“ waren, sind im Umgang und Betrieb mit modernen Modellbahn-Triebfahrzeugen mit Digitaldecodern einige Grundregeln zu beachten.

Um ärgerliche und teure Schäden zu vermeiden, haben sich die folgenden Punkte als wichtig erwiesen:

  • Führen Sie keine Lötvorgänge direkt am Decoder aus, benutzen Sie immer bedrahtete Digitaldecoder und die vorhandenen Anschlusskabel.
  • Sofern die Lokomotive über eine Digitalschnittstelle verfügt, setzen Sie den genau passenden Decoder zu dieser Schnittstelle ein. Da es sich um Normschnittstellen handelt, können Sie trotzdem unter mehreren Anbietern auswählen.
  • Vermeiden Sie den Einsatz von Billigst-Decodern, die ohne Anschlusskabel und ohne Schnittstelle geliefert werden. Diese Decoder sind meist auch in anderen Punkten (Kurzschlussfestigkeit) eher wenig betriebstauglich und -sicher.

  • Ist der Fahrzeugdecoder in eine isolierende Ummantelung verpackt,
    belassen Sie diese Ummantelung. Bringen Sie aber keine weitere
    Isolierung an, insbesondere keine, die die Bestückungsseite des Decoders
    an der Wärmeabgabe hindert.
  • Bei Modellen, denen im Fahrbetrieb volle Leistung abverlangt wird,
    ist die Überhitzung des Decoders häufigste Ausfallursache. Damit beim
    Befestigen des Decoders am Lokrahmen oder Chassis eine gute
    Wärmeleitfähigkeit gesichert ist, bieten beidseitig selbstklebende
    Wärmeleitpads die beste Lösung. Solche Pads werden im PC-Bereich unter
    anderem für die Übertragung der Wärme zwischen Prozessor und Kühlkörper
    eingesetzt und sind daher im PC-Handel einfach zu bekommen.
  • Das Nachrüsten von alten Loks mit einem Digitaldecoder macht nur Sinn, wenn der Motor auch im analogen Betrieb gut läuft. Ein Motor, der schlecht läuft, ruckelt, verölt ist oder gar qualmt, zieht erheblich mehr Strom, als nominal angegeben und kann somit den Motorausgang am Decoder überlasten oder sogar zerstören.
  • Moderne Digitaldecoder bringen mehrere Funktionsausgänge mit, an die Sie spezielle Effekte anschließen und dann digital schalten können. Rein rechnerisch kann an die Funktionsausgänge meist eine größere elektrische Last angeschlossen werden, als die Gesamtleistung des Decoders beträgt. Das sollten Sie jedoch tunlichst vermeiden, ansonsten schalten sich moderne Decoder bei der gleichzeitigen Nutzung zu vieler Funktionen ab, ältere Decoder können beschädigt werden.
PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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Über Ihren Experten

Rudolf Ring

Rudolf Ring

Rudolf Ring gehört zu den frühen Einsteigern in die Informationstechnologie in Deutschland und hat ab den 80er Jahren die Vorzüge so ziemlich jeden Computertyps irgendwann persönlich in Erfahrung gebracht. Nach Bundeswehr, Studium und freien Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung leitete der Computer-Experte die PC-Werkstatt eines mittelständischen IT-Unternehmens.

Als selbstständiger Journalist und Autor verfasste er seit Anfang der neunziger Jahre bis heute unter anderem für PC-Anwender-Handbuch, PC-Hardware-Profi und PC-Pannenhelfer mehrere hundert Beiträge, hinzu kommen Bücher und Studien. Vom ersten IBM-PC 1981 bis zu den neuesten Mobilgeräten reicht sein Interessengebiet.

Schwerpunkt seiner aktuellen Beiträge sind die klassischen Themen PC-Hardware und -Pannenhilfe, hinzu kommen Home-Entertainment und Mobile Computing. Dem Informationsdienst „Einfach Android“ steht Rudolf Ring als Chefredakteur vor.