Kreativität

Wie mischt man am besten Aquarellfarben?

Wie mischt man am besten Aquarellfarben?
geschrieben von Sigrid Ruth Stephenson

Anfänger sind oft begeistert von teuren und riesigen Farbkästen, die eine breite Palette der verschiedensten Farbtöne enthalten. Dabei ist das unnötig. Wer Platz und Geld sparen will, mischt seine Farben selbst. Über das „Gewusst wie“ lesen Sie hier.

Unterscheiden Sie transparente und opake Aquarellfarben

Aquarellfarben können transparent, also leicht durchsichtig, oder opak, also eher etwas stumpf sein. Das hängt mit der Art der verwendeten Pigmente zusammen. Wer möchte, dass die Farben seines Aquarells wie Edelsteine glitzern, sollte möglichst viel über seine Farben wissen. Machen Sie also zunächst Farb- und Mischübungen, bevor Sie mit einem „richtigen“ Bild loslegen.

Leuchtende Farben brauchen Licht

Berücksichtigen Sie, dass Weiß im Aquarellkasten höchstens als Deckweiß vorhanden ist. Deckweiß jedoch wirkt stumpf. Viele Aquarellmaler lehnen die Verwendung rundweg ab. Strahlend wird ein Aquarell, wenn die stellenweise unbemalte, also noch weiße Oberfläche des Papiers das Licht reflektieren kann. Leuchten hat mit Licht zu tun. Beschränken Sie sich. Malen Sie nicht alles zu. Das nämlich wäre ein typischer Anfängerfehler.

Verschiedene Möglichkeiten, Aquarellfarben zu mischen

Sie können

  • Farben auf der Palette mischen (des Farbkastens oder auch auf einer Palette, die Sie einzeln in der Hand halten)
  • direkt auf dem Papier mischen, indem Sie Farben miteinander reagieren lassen
  • durch Lavierungen mischen, das bedeutet, Sie legen dünne und mit Wasser verdünnte Farbschichten übereinander auf, ohne zu vergessen, jede Schicht gründlich trocknen zu lassen
  • nur eine oder zwei Lavierungen auflegen und bewusst einplanen, dass die Farbschicht sich mit dem Weiß des Papiers zu einem relativ hellen, lichten Ton verbindet

Typischer Anfängerfehler: zu viele Farben zu vermischen

Mischen Sie nicht zu viele Farben. Auch das ist ein Anfängerfehler. Oft sind Hobbymaler, die noch nicht viel Erfahrung besitzen, so fasziniert von der Fülle wunderschön wirkender Farben in ihrem Kasten, dass sie möglichst viele davon verwenden möchten. Mischen Sie zu viele Farbtöne, entsteht ein schmutzig wirkender, dunkler Ton. Allzu viel Farbe schluckt das Licht.

Malen Sie versuchsweise monochrom oder nur mit den Grundfarben

Malen Sie einmal ein Bild monochrom, das heißt mit nur einer Farbe und ihren Verdünnungen, um die Fülle der Möglichkeiten verschiedener Farbtöne experimentell zu erfahren.

Malen Sie ein Bild, bei dem Sie nur die Grundfarben benutzen, verdünnen oder miteinander vermischen. Benutzen Sie also nur Gelb, Rot und Blau. Weiß kommt durch das Papier hinzu. Dunklere Farbtöne entstehen durch das Vermischen der Grundfarben. Lernen Sie Ihre Farben kennen. Erst wenn Sie ganz vertraut damit sind, werden Sie frei malen können.

Bildnachweis: Pixeltheater / stock.adobe.com

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Sigrid Ruth Stephenson