Kreativität

Literarische Parallelwelten erschaffen als kreative Schreibübung

Literarische Parallelwelten erschaffen als kreative Schreibübung
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geschrieben von Sigrid Ruth Stephenson

Parallelwelten sind aus der Literatur nicht weg zu denken. Man findet sie bei Harry Potter ebenso wie bei „Alice im Wunderland“. Das Prinzip: Man durchschreitet eine Tür und findet dahinter eine bis dahin verborgene Welt, die ihre ganz eigenen Gesetze hat. Haben Sie einmal daran gedacht, eine eigene Parallelwelt zu erfinden? Lesen Sie hier, wie es gehen könnte.

Lockern Sie sich. Sie sind im Begriff, sich Ihre eigene Welt zu erschaffen. Versuchen Sie, nicht über Grenzen nachzudenken. Als nächstes müssen Sie Ihre Fantasie ankurbeln. Verschiedene Methoden bieten sich an.

Mit kreativen Methoden eine literarische Parallelwelt erschaffen

Sammeln Sie (noch so verrückte) Ideen mit Hilfe eines Clusters oder einer Mind Map.

Malen Sie sich auf einem großen Stück Papier, gern auf der Rückseite einer alten Tapetenrolle, Ihre neue Welt auf. Es geht dabei natürlich nicht um Ihre Kunstfertigkeit als Malerin oder Maler. Es geht nur darum, den kreativen Fluss in Gang zu setzen. Symbole können genügen.

Legen Sie sich bequem hin, einen Stift und einen Block in Reichweite. Schließen Sie die Augen, atmen Sie, entspannen Sie sich und stellen Sie sich eine Tür vor. Wie sieht sie aus? Wie fühlt sie sich an? Betrachten Sie den Türknauf, berühren Sie ihn. Öffnen Sie die Tür vorsichtig ein wenig. Hören Sie schon etwas? Riechen Sie etwas. Spähen Sie durch den Spalt. Was sehen Sie?

Die Parallelwelt entsteht in Ihren Gedanken

Sobald Sie merken, dass sich eine bunte Bilderwelt einstellt, greifen Sie zum Block und notieren sich stichwortartig, was Sie gesehen, gehört, gerochen haben. Bauen Sie später darauf auf und entwickeln Sie Ihre neue Welt nach Belieben weiter. Genießen Sie das Gefühl, der Gott Ihrer Welt zu sein. Sie erschaffen etwas völlig Neues. Vielleicht aber übernehmen Sie auch Vieles, was Ihnen gefällt, aus der alten Welt und fügen nur neue Elemente hinzu. Sicherlich erschaffen Sie auch Gefahren, denn aus Ihrer Parallelwelt soll ja irgendwann eine gute Geschichte oder gar ein Buch werden. Ohne Gefahr keine Spannung.

Kontrast zwischen realer Welt und Parallelwelt

So geht’s auch: Betrachten Sie zunächst Ihre reale Welt. Versuchen Sie dann, Weiterentwicklungen oder Gegensätze zu schaffen. Beginnen Sie mit der Frage, wie es auf unsere Erde gewöhnlich zugeht. Decken Sie viele Bereiche ab. Ein paar Beispiele:

  1. Hier leben Menschen, die sich als „Säugetiere“ fortpflanzen.
  2. Die Menschen müssen essen und trinken, um überleben zu können. Das wäre ohne Wasser, ohne Samen und Pflanzen nicht denkbar.
  3. Es gibt also Bauern, aber auch viele andere Berufe. Welche halten Sie für besonders wichtig? Maurer, Lehrer, Ärzte?
  4. Die Menschen wohnen in Behausungen aus Holz, Glas und Stein.
  5. Es gibt eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren.
  6. Je nach Region variieren Landschaft und Klima.

Und so weiter.

Mögliche Veränderungen:

  1. In Ihrer Parallelwelt leben Wesen, die Menschen ähneln, aber unsterblich sind. Die Welt muss also ständig erweitert werden, damit Platz da ist für alle.
  2. Wissenschaftler haben wohl schmeckende Pflanzen entwickelt, die alle Inhaltsstoffe besitzen, die die Wesen der anderen Welt benötigen. Wer sie isst, ist ständig voller Kraft und gut gelaunt, es sei denn …
  3. Es gibt keine Berufe wie bei uns. Es gibt auch kein Geld. Die Wesen begreifen intuitiv, was nötig ist, um ihre Welt zu erhalten. Solange die Energieglocke, die ihre Welt überspannt, nicht verletzt wird, erledigt jeder wie ein Rädchen im Getriebe, was nötig ist, völlig harmonisch. Doch alles würde zusammen brechen, wenn …

Sicher haben Sie völlig andere Ideen. Lassen Sie sie sprudeln. Kreieren Sie eine neue Parallelwelt. Setzen Sie Figuren hinein und lassen Sie sie konflikthaft aufeinander prallen.

Bildnachweis: pressmaster / stock.adobe.com

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