Kreativität

Kreativer Umgang mit alten Fehlern – Beispiel: Weihnachten

Kreativer Umgang mit alten Fehlern - Beispiel: Weihnachten
geschrieben von Sigrid Ruth Stephenson

Oft bleibt ein schales Gefühl zurück, wenn Weihnachten vorüber ist – und man kein Kind mehr ist. Der Trost: Gleich nach Silvester beginnt ein frisches, neues Jahr mit neuen Chancen. Sie könnten über dieses diffuse Gefühl von Ärger und Enttäuschung einfach hinweg sehen. Dann ist es relativ sicher, dass es im kommenden Jahr wieder kommen wird. Also: Sehen Sie lieber hin – genau und kreativ.

Da unser armer, geplagter Kopf gewöhnlich zu voll ist, um alle wichtigen Gedanken stets abrufbereit aufzuheben, sollten Sie zu Stift oder Tastatur greifen, um Ihre Erkenntnisse in punkto Weihnachten festzuhalten. Per Hand funktioniert das gut mit Hilfe eines Clusters. Und das geht so:

Wie man mit einem Cluster allen Weihnachtsfrust nachträglich sachlich analysiert

  1. Schreiben Sie auf ein großes Blatt Papier das Wort „Weihnachten“ in die Mitte. Kringeln Sie es ein.
  2. Lassen Sie von diesem zentralen Wort aus Striche abgehen, die zu Assoziationen in Form von neuen, eingekringelten Wörtern führen, etwa zu den Begriffen: Geschenke, Essen und Trinken, Streit, Gefühle, Gäste, Spielen, Entspannung.
  3. Schaffen Sie zu diesen Begriffen weitere Abzweigungen. Beim Wort Gefühle könnten das zum Beispiel sein: Enttäuschung, Ärger, Trauer, Freude, Hoffnung, Liebe, Überforderung, Langeweile.
  4. Gehen Sie noch weiter. Sehen Sie sich nun zum Beispiel die Enttäuschung näher an. Was versteckt sich dahinter? Wurden Sie gar nicht oder nur lieblos beschenkt? Hätten Sie sich mehr Hilfe bei der Vorbereitung des Festes, beim Kochen, Saubermachen oder Streitschlichtung erhofft? Vom wem? Wie genau? Hat Ihnen Zeit für sich selbst und für Ihre Erholung gefehlt?

Kreative Lösungen für ein schönes Weihnachtsfest im nächsten Jahr

Auf diese Weise kommen Sie den Ursachen für jenes schale Gefühl Schritt für Schritt näher. Wenn Sie wissen, was Sie in diesem Jahr am meisten enttäuscht oder geärgert hat, kommt der kreative Teil der Arbeit. Suchen Sie nach neuen Lösungen, die aus Ihnen selbst heraus kommen. Was nützt Ihnen ein „Man sollte am besten …“, wenn dieser Ratschlag gar nicht zu Ihnen passt? Wie sieht Ihr Weihnachtsglück aus?

Stellen Sie sich vor, Sie würden zu Weihnachten streiken und einfach nichts tun!

Nehmen wir wieder ein Beispiel. Sagen wir, Sie haben sich am meisten darüber geärgert, dass Sie als berufstätige Frau mit Ihren hausfraulichen Tugenden gefragt waren und sich damit ausgenutzt fühlten. Beschreiben Sie nun auf einem Blatt Papier haarklein, wie das abgelaufen ist. Was haben Sie alles getan?

Stellen Sie sich als Nächstes vor, was passieren würde, wenn Sie im nächsten Jahr nichts(!) davon tun würden. Sie würden nicht einkaufen, keine Betten machen, nichts kochen, den Tisch nicht decken, keine Geschenke besorgen, also auch keine einpacken, Haus oder Wohnung weder aufräumen noch putzen und Ihren Mann auch nicht an das Besorgen des Weihnachtsbaums erinnern. – Oh Graus! Das wäre ja ein unvorstellbares Chaos? Egal. Malen Sie sich genüsslich alles aus.

Lösungsideen

Überlegen Sie: Was brauchen Sie persönlich unbedingt, um sich zu Weihnachten wohl zu fühlen? Finden Sie kreative Lösungen, mit denen sich dieser Wunschzustand herstellen lässt. Sagen wir, Sie brauchen auf alle Fälle eine saubere Wohnung. Seit Jahren eingeübte Strukturen in Sachen Haushalt lassen sich nicht mühelos umwerfen – das steht fest. Aber Sie haben ja ein ganzes Jahr lang Zeit, Veränderungen vorzubereiten. Hier sind ein paar Ideen:

  • Eine Haushaltshilfe muss her.
  • Es gibt ab Januar einen Hausarbeitsplan für die ganze Familie – mit „Vertragsstrafen“.
  • Im November wird das Weihnachtsessen vorgekocht und eingefroren.
  • Sie besorgen zwei Umzugskisten, in die Sie zu Weihnachten in Nullkommanix alles hinein schmeißen, was herum liegt und nicht Ihnen gehört.

Und nun sind Sie dran. Ideen? Werden Sie kreativ! Es geht um Ihr Wohlbefinden an Weihnachten!

Bildnachweis: Syda Productions / stock.adobe.com

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Sigrid Ruth Stephenson