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Ihre Lizenz zum Löten – 10 Powertipps zum Weichlöten

Lesezeit: 2 Minuten Viele Hersteller von Hobby-Elektronik-Produkten, beispielsweise zum Modellbau oder zur Modelleisenbahn bieten Produkte als Fertiggerät und als Bausatz an. Die Ersparnis beim Bausatz ist erheblich und beträgt meist 30 bis 40 Prozent im Vergleich zum Fertigprodukt. Mit diesen Tipps werden Sie zum Profi für Weichlöten.

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Ihre Lizenz zum Löten – 10 Powertipps zum Weichlöten

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Mängel beim Löten sind zu 90 Prozent Fehlerursache beim Bestücken von Platinen

Fortgeschrittene Hobby-Elektroniker, Bastler und Modelleisenbahner löten vielfach Elektronik-Fertigbausätze zusammen oder bestücken eigenentwickelte Platinen. Allerdings: In der Praxis entstehen 90 Prozent aller Funktionsfehler aus Löt- und Bestückungsfehlern. Damit Ihre Arbeit zu einem zuverlässigen Ergebnis führt, haben wir die wichtigsten 10 Tipps für Sie zusammengestellt.

Lötzinn: Um kalten Lötstellen und Platinenfraß vorzubeugen, sollten Sie nur Elektronik-Lötzinn SN 60 Pb (d. h. 60 Prozent Zinn, 40 Prozent Blei) mit einer Kolophoniumseele als Flussmittel verwenden.

Löttemperatur: Benutzen Sie möglichst eine Lötstation und stellen die Temperatur auf ca. 300 bis 350 Grad Celsius ein. Ist die Temperatur niedriger, kann es zu kalten Lötstellen kommen. Bei höheren Temperaturen können Bauteile schnell überhitzt und zerstört werden.

Lötfett und Lötwasser: Für das Verlöten elektronischer Bauteile sind Lötwasser oder Lötfett absolut tabu. Durch die in den Mitteln enthaltene Säure werden langfristig die Bauteile und die Leiterbahnen angegriffen.

Lötdauer: Das Ideal ist die "Lötsekunde", braten Sie nicht auf den Bauteilen und den Lötaugen herum. Ein gerade eingelötetes Bauteil sollten Sie etwa 5 Sekunden lang nicht bewegen, dann sollte eine glänzende Oberfläche eine einwandfreie Lötstelle zeigen.

Vorbereitung der Platine: Bevor Sie mit der Bestückung beginnen, prüfen Sie die Platine. Für eine Sichtprüfung eignet sich ein Durchleuchten der Leiterplatine von hinten mit einer Arbeitslampe sehr gut, denn dabei entdecken Sie Beschädigungen der Leiterbahnen und auch mögliche Risse. Reinigen Sie die Platine sorgfältig mit Spiritus von Fettresten.

Plus und Minus: Bei bedrahteten Bauteilen wie Zenerdioden, Elektrolytkondensatoren ("Elkos") oder Leuchtdioden, bei denen die Orientierung von Plus und Minus zu beachten ist, ist der längere Anschlussdraht immer Plus (+).

Kontrolle der Bauteile: Kontrollieren Sie den Bausatz vorab auf Vollständigkeit, indem Sie ihn mit der mitgelieferten Dokumentation vergleichen. Sortieren Sie die Bauteile für eine bessere Übersichtlichkeit.

Bestückungsreihenfolge: Sofern der Hersteller des Bausatzes eine Anleitung mitliefert, richten Sie sich nach den Empfehlungen. Ansonsten gilt immer die Regel: Erst die flachen Bauteile einlöten, dann die höheren, am Ende die größten.

Dritte Hand und Vergrößerungsglas: Beim Bestücken und Verlöten ist ein dreh- und schwenkbarer Platinenhalter ("dritte Hand") von großem Nutzen. Diesen bekommen Sie z. B. bei www.westfalia.de (Art.-Nr. 885236) für 14,99 €. Bei manchen Modellen ist auch gleich ein Vergrößerungsglas mit dabei, das beim Entziffern von Bedruckungen kleiner Bauteile sehr hilfreich ist.

Check vor Inbetriebnahme: Bevor Sie die Schaltung in Betrieb nehmen, sollten Sie nochmals prüfen, ob alle Bauteile am richtigen Platz und richtig herum eingebaut sind. Gerade bei Schaltungen, die mit unterschiedlichen Bauteilen, die sich äußerlich kaum unterscheiden, bestückt werden, (z. B. mit Zenerdioden und Diode 1N4148 oder mit Transistoren BC 327 und 337) sollten Sie besser zweimal hinsehen.

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