Haus & Garten

Mit diesen Tipps halten Sie Ficus benjamina gesund und saftig grün

Mit diesen Tipps halten Sie Ficus benjamina gesund und saftig grün
geschrieben von Albertine Sprandel

Jeder Ficus wirft im Winter einige Blätter, das ist normal und kein Grund zur Sorge. Erst wenn der Baum insgesamt traurig aussieht, der Blattfall überhand nimmt oder Schädlinge auftreten, braucht Ihre Birkenfeige besondere Zuwendung. Sonst steht am Ende nur noch ein Gerippe im Wohnzimmer. Hier erfahren Sie, mit welchen einfachen Mitteln Sie Ihrer Zimmerpflanze durch den Winter helfen.

Ficus benjamina, die Birkenfeige, auch fälschlicherweise Ficus benjamini oder Ficus benjaminii genannt, ist wegen der lederartigen dunkelgrünen Blätter besonders beliebt. Darüber hinaus fördern diese Pflanzen das Raumklima. Zum Beispiel bauen sie wie auch Grünlilien, Schefflera und Aloe Formaldehyd ab.

Ficus benjamina gehört allerdings auch zu den Mimosen unter den Zimmerpflanzen: Der Baum mag keine Veränderungen, keine Staunässe und vor allem keine Heizungsluft. In jedem Fall reagiert er, indem er Blätter fallen und /oder Schädlinge sich ausbreiten lässt.

Vermeiden Sie Standortwechsel

Stellen Sie den Ficus hell, aber nicht im direkten Sonnenlicht auf. Verändern Sie den Standort so selten wie möglich. Ein beliebter Tipp lautet im Winter, den Ficus abzubrausen und damit den Staub von den Blättern zu waschen. Ich rate Ihnen zur Vorsicht. Gerade der Ficus benjamina ist empfindlich gegen alle Arten von Veränderungen. Eine solche Dusche mit kaltem Wasser aus der Leitung ist ein Schock und die Zimmerpflanze reagiert nicht selten mit extra vielen Blätter, die abgeworfen werden.

Im Sommer geht es in den Garten

Allerdings dankt es ein Ficus, wenn er im Sommer auf dem Balkon oder der Terrasse steht. Doch achten Sie darauf, ihn vorher „abzuhärten“, das heißt circa eine Woche in den Schatten zu stellen, sonst verbrennen die Blätter in dem echten Sonnenlicht.

Ficus benjamina im Winter oft einsprühen

Gießen Sie sparsam und sprühen Sie den Ficus benjamina lieber häufig mit zimmerwarmem Wasser ein. Verwenden Sie destilliertes Wasser, so vermeiden Sie Kalkflecken. Pflegeprodukte aus dem Gartencenter wie „Blattpflege für Zimmerpflanzen“ haben sich bewährt, da sie gleichzeitig gut dosiert einen Blattdünger aufbringen.

Alle dickblättrigen Zimmerpflanzen danken Einsprühen mit schöner grüner Farbe. Es hilft auch bei trockener Heizungsluft. Nicht nur die Pflanze profitiert davon, auch Sie und alle Bewohner im Raum. Daneben sollten Sie natürlich regelmäßig kurz aber kräftig lüften.

So bekämpfen Sie die Hauptschädlinge Thripse und Schildläuse

Schildläuse bekämpfen Sie, indem Sie die Schilde abkratzen oder die Blätter mit einem Mittel auf Ölbasis behandeln.

Thripse oder Blasenfüße erkennen Sie an silbrigweißen, glänzenden Flecken auf der Blattoberseite, die später großflächig werden. Auf den Blattunterseiten sind kleine, eins bis drei Millimeter lange Insekten und punktförmige, glänzend dunkle Kot-Tröpfchen zu sehen.

Mehr zur Bekämpfung erfahren Sie in dem Artikel Spinnmilben, Wollläuse, Schildläuse und Co: Keine Macht den Schädlingen!

Extratipp

Die weißen Wachsausscheidungen auf der Blattunterseite sind ein natürlicher Vorgang, der unterschiedlich deutlich auftritt und ein Zeichen für Nährstoffmangel sein kann. Düngen Sie vorsorglich ab Januar bis November Ihren Ficus mit einem Calcium- und Magnesiumhaltigen Zimmerpflanzendünger. Diese beiden Stoffe machen den Baum auch gegen Schädlinge widerstandsfähig.

Wichtig zu wissen

Alle Pflanzenteile des Ficus benjamina gelten für den Menschen als leicht giftig. Der Milchsaft kann Allergien und Hautreizungen auslösen oder verstärken, unter anderem durch phototoxisch wirksame Furocumarine. Das Laub kann bei Verzehr außerdem zu Magenverstimmungen führen. Für Haustiere sind teilweise stärkere toxische Wirkungen beschrieben.

Bildnachweis: Irina / stock.adobe.com

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Albertine Sprandel