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Tomaten säen ist nicht schwer, Tomaten ernten erfreut umso mehr

Tomaten säen ist nicht schwer, Tomaten ernten erfreut umso mehr
geschrieben von Albertine Sprandel

Zugegeben, es ist einfacher, sich im April oder Mai Tomatenpflänzchen zu kaufen und diese entweder im Kübel, im Gemüsebeet oder im Gewächshaus weiter zu kultivieren. Wer gerne Neues entdeckt, alte oder exotische Sorten ausprobieren möchte und dabei auch noch Geld sparen will, für den ist dieser Artikel genau richtig. Wie Sie Tomaten säen, lesen Sie hier.

Der optimale Zeitpunkt, Tomaten zu säen

Haben Sie einen Wintergarten oder ein frostfreies Gewächshaus können Sie die Tomaten schon ab Ende Februar aussäen. Gedeihen Ihre Aussaaten auf hellen Fensterbänken, sollten Sie bis Mitte März, Anfang April warten. Dies hat mit der Lichtmenge zu tun. Pflänzchen die zu dunkel stehen, entwickeln einen überlangen Stängel, neigen dazu sich zu verbiegen und werden nicht so robust. Im Gewächshaus oder im Wintergarten herrschen einfach bessere Lichtverhältnisse.

Tomatensamen einkaufen

Exotische Sorten liegen im Trend. Ob schwarze, violette, gelbe oder rote Tomaten, probieren Sie ruhig verschiedene Sorten aus und sammeln Sie Ihre eigenen Erfahrungen. Zur Ernte haben sich für mich die kleineren Cocktailtomaten bewährt. Sorten, die früh und schön der Reihe nach reifen, bereiten schon ab Juli bis in den Oktober Erntefreuden.

Buschtomaten werden mehrtriebig gezogen, nicht so hoch und eignen sich daher besonders für den Pflanztrog auf dem kleinen Balkon.

Auch Stabtomaten, die an einem Stab hochgezogen werden und regelmäßig ausgegeizt werden müssen, eignen sich für die Anzucht im Kübel.

Achten Sie in jedem Fall bei der Auswahl der Tomatensorten darauf, dass sie resistent gegen die Kraut- und Braunfäule sind. Mehr zu gesunden Tomaten erfahren Sie in dem Artikel "Die Tomate: Nie wieder braune Flecken auf den Blättern“.

So säen Sie Tomaten richtig

Füllen Sie eine Aussaatschale oder ein flaches Gefäß etwa fünf Zentimeter mit Aussaaterde. Sogenannte Multitopfplatten oder einzelne kleine Töpfe vereinfachen später das Pikieren.

Stoßen Sie die Aussaatschale auf die Arbeitsplatte, damit die Erde sich setzt und drücken Sie etwas an. Befeuchten Sie die Erde mit einem Wassersprüher. Etwa alle vier bis fünf Zentimeter machen Sie mit einem Pikierholz oder einem dünnen Stab ein Loch. Das Loch sollte ungefähr einen halben Zentimeter tief sein, dort legen Sie jeweils ein Samenkorn ein und bedecken das Loch mit Aussaaterde. Tomatensamen gehören zu den Dunkelkeimern.

Ab jetzt darf die Erde nicht mehr austrocknen. Besprühen Sie die Keimlinge am besten mehrmals täglich mit einem Wassersprüher.

Nach circa 10 Tagen entwickeln sich die ersten Triebe mit zwei Keimblättern. Sobald sich das erste echte Tomatenblatt zeigt, können Sie die Jungpflanzen pikieren. Wie das geht erfahren Sie im Artikel "Tomaten anbauen: Jungpflanzen pikieren".

Über Ihren Experten

Albertine Sprandel

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