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Tomaten anbauen: Jungpflanzen pikieren

Tomaten anbauen: Jungpflanzen pikieren
geschrieben von Albertine Sprandel

Tomaten anbauen macht Spaß und bringt reiche Ernte. Wie Sie seltene Sorten selber kultivieren und weiter anbauen, zeige ich Ihnen hier. In diesem Artikel geht es um Jungpflanzen, die gerade gekeimt sind. Haben sich nach den Keimblättern die ersten echten Tomatenblätter entwickelt, ist es Zeit die Jungpflänzchen zu pikieren, das heißt umzupflanzen.

Tomaten pikieren: die kleinen Pflänzchen umtopfen

Dazu füllen Sie saubere, acht bis neun Zentimeter große Plastiktöpfe mit Blumenerde. Sie entnehmen die Jungpflanzen aus der Aussaatschale vorsichtig mit dem Pikierholz oder mit dem Zeigefinger von unten. Achten Sie darauf, dass Sie die kleinen Wurzeln nicht beschädigen. Zu lange Wurzeln können Sie einkürzen.

Pflanzen Sie sie in die neuen Töpfe. Gärtner verwenden dafür auch den Zeigefinger oder ein Pikierholz: Stoßen Sie ein Loch in der Größe des Wurzelballens in die Erde, stellen Sie die Pflanze hinein und drücken Sie seitlich an. Wenn Sie vorsichtig an dem Pflänzchen ziehen können und es nicht sofort wieder aus der Erde rutscht, sitzt Ihre Tomatenpflanze fest genug.

Haben Sie Multitopfplatten oder kleine Töpfe zur Aussaat verwendet, pflanzen Sie den gesammten Erdballen in den neuen größeren Topf.

Mit dem Pikieren werden die Pflänzchen angeregt, neue Wurzeln zu bilden und den Wurzelballen zu verdichten. Die beste Voraussetzung für ein gesundes Wachstum Ihrer Tomaten!

Die Jungpflanzen bleiben nun bis Mitte Mai im Wintergarten oder auf der Fensterbank. Tomaten sind sehr frostempfindlich, und dürfen erst nach den Eisheiligen ins Freie.

Tomaten anbauen ist nicht schwer und auch für Gartenneulinge leicht zu bewältigen

Für ein gesundes Wachstum achten Sie auf folgende drei Punkte:

  • Genügend Licht nicht nur beim Auskeimen. Tomaten wünschen sich zu jeder Zeit viel Sonnenlicht.
  • Die Erde darf nie austrocknen, Jungpflanzen sollten aber sehr vorsichtig, am besten nur mit dem Wassersprüher gegossen werden
  • Verwenden Sie nur saubere Gefäße und Werkzeuge. Gerade in Gefäßen, in denen schon einmal Tomaten angezogen wurden, kann der Erreger für die Kraut- und Braunfäule überwintern. Dies ist die unangenehmste Krankheit für Tomaten. Sie können zusätzlich vorbeugen, in dem Sie resistentes Saatgut verwenden.

Wie Sie Tomaten aussäen lesen Sie im Beitrag Tomaten säen ist nicht schwer, Tomaten ernten erfreut umso mehr.

Und so geht es mit Ihren Tomaten weiter: Die Tomate: Anzucht und Pflege im Kübel.

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Albertine Sprandel

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