Rasenpflege im Frühjahr: Auf Wärme kommt es an

Rasenpflege im Frühjahr: Am liebsten wollen wir sofort loslegen

Vorsicht: Für viele Maßnahmen der Rasenpflege im Frühjahr ist es im März einfach noch zu früh. Lesen Sie hier, wann Sie am besten düngen, vertikutieren und nachsäen. Prüfen Sie auch den Rasen auf Kahlstellen, dort heißt es nachsäen – zur rechten Zeit.

Der Frühling lacht, die Sonne wärmt, der Schnee ist abgetaut, am liebsten wollen wir sofort loslegen und den Rasen in eine saftig grüne Fläche verwandeln. Stark wechselnde Temperaturen, Frost, Raureif, Schnee. Tauwasser und späte Fröste, haben den kleinen Rasenpflänzchen arg zugesetzt. Wer im Herbst, den Rasen mit einer Herbstdüngung winterfest gemacht hat, kann sich jetzt noch etwas zurücklehnen.

Rasenpflege im Frühjahr: Warum belüften?

Wenn der Boden gut abgetrocknet ist, beginnt das Rasenjahr mit Vertikutieren, also Belüften. Dabei werden Rasenfilz, Moos und kleinere Unkräuter entfernt und der Boden belüftet. Dieses ist wichtig, damit Nährstoffe freigesetzt werden und verdichteter Boden wieder atmen kann. Bei kleineren Flächen gelingt es auch mit einem Eisenrechen. Beginnen Sie rechtzeitig, damit die Gräser sich bis zum ersten Mähen erholen und die Lücken schließen.

Unmittelbar nach dem Belüften düngen

Einzige Ausnahme: Haben Sie im Herbst gedüngt oder einen besonders humosen, nährstoffreichen Boden, ist die erste Düngung erst im Mai fällig.

Rasenspezialisten empfehlen drei Düngergaben pro Jahr: Frühjahr, Sommer und Herbst. Verwenden Sie am besten Langzeitdünger aus dem Fachhandel. Dünger darf nicht zu stickstoffhaltig sein, sonst wächst der Rasen zu schnell und bildet keine kräftigen Wurzeln.

Deswegen sind alle Arten von Blaukorn auch ungeeignet. Langzeitdünger mit sechs Monaten Wirkdauer spart eine Düngergabe, meist lohnen sie sich trotzdem nur für kleine Flächen. Sie können mineralischen oder organischen Dünger verwenden. Bei feuchtem Wetter, wässern Sie nach dem Düngen vorsichtig, damit die Düngerkörner von den Halmen gewaschen werden.

Rasen nachsäen: So sparen Sie echtes Geld

Egal was auf der Packung steht, achten Sie beim Nachsäen auf die Tagesmitteltemperaturen. Liegen die Temperaturen häufig unter 8° Celsius, lohnt es nicht, schon zu säen. Das Saatgut keimt nicht, oder die frisch gekeimten Pflänzchen erfrieren wieder.

Sie wundern sich, warum nichts aufgelaufen ist. Außerdem empfehle ich, Qualitätssaatgut zu verwenden. Die Zusammensetzung der einzelnen Körner ist ausgewogener, die Keimrate höher. Allerdings ist Qualitätssaatgut teurer. Warten auf warmes Wetter lohnt also doppelt.

Natürlich dürfen die nachgesäten Flächen nicht austrocknen.

Rasen mähen

Wann und wie tief? Mähen Sie erst, wenn die Schneeglöckchen und Krokusse verblüht sind. Darüber hinaus ist die Regel einfach: Sobald der Rasen wächst sollte er auch gemäht werden. Eine Halmlänge von fünf bis sechs Zentimetern ist optimal für gesundes Wachstum.

Warten auf wirklich warme Temperaturen lohnt übrigens auch bei der Bekämpfung von Unkraut und Moos. Lesen Sie mehr dazu unter:

Veröffentlicht am 12. März 2012