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Wildkräuter als Alternative zu Basilikum und Co

Wildkräuter als Alternative zu Basilikum und Co
Hans Dieter Schaupp
geschrieben von Hans Dieter Schaupp

Immer mehr Menschen entdecken Wildkräuter und Wildpflanzen für sich und ihre Ernährung. Selbst Fernsehköche haben die heimische Pflanzenwelt für ihre Gerichte entdeckt. Wildkräuter-Bauern klagen inzwischen schon über Lieferengpässe.

Wildkräuter oder Wildgemüse?

Wildkräuter oder Wildgemüse sind wild wachsende Pflanzen, meist ein- bis zweijährig, die verzehrbar sind. Eine Unterscheidung ist für den Laien meist nicht leicht. Pflanzen oder Teile davon können roh oder gekocht gegessen werden. Ihr Aroma ist oft sehr intensiv.

Selber Wildkräuter sammeln

Mit einer Sondergenehmigung der Naturschutzbehörde eines Waldbesitzers ernten und vermarkten inzwischen viele Anbieter ihre Wildkräuter und Wildgemüse. Für den eigenen Verbrauch darf aber jeder die entsprechenden Pflanzen selber sammeln. Allerdings ist es verboten, zu gewerblichen Zwecken größere Mengen zu ernten.

Starker Trend zu heimischen Wildkräutern

In der kommerziellen Vermarktung zählen zu den Großabnehmern von Wildkräuter vor allem Unternehmen wie Molkereien und Nudelhersteller. Aber auch Verbraucher fragen immer mehr nach den heimischen Pflanzen.
Für die Zubereitung in der eigenen Küche legen Sie sich am besten ein eigenes Kräuterbeet an. Reichen Sie zu Spaghetti doch mal eine Handvoll Brennnessel-Blätter anstelle von Porree. Vieles was auf unseren Wiesen und in Wäldern wächst ist äußerst schmackhaft. Es fehlt oft nur das botanische Wissen darüber.

Selbst viele kranke Menschen, die etwa unter Krebs oder Multiple Sklerose leiden, fragen auch verstärkt nach diesen vitamin- und mineralstoffreichen Wildkräutern.

Schließen Sie Ihre Wissenslücken über Wildkräuter

Volkshochschulen und Naturschutzvereine bieten inzwischen spezielle Kochkurse oder Wildkräuterführungen beziehungsweise -wanderungen an. Ab und zu finden Sie auch besonderen Veranstaltung wie eine Wildkräuter-Präsentation, um Wissenslücken zu schließen und für die Freude am Geschmack der heimischen Pflanzenwelt zu sensibilisieren. Ein Essen mit der Zubereitung von Gänseblümchen kann da schon mal zum Normalfall werden.

10 ausgewählte, essbare Wildkräuter

  • Schafgarbe
  • Giersch oder Geißfuß
  • Knoblauchrauke
  • Wunderlauch
  • Knoblauch
  • Gänseblümchen
  • Bärlauch
  • Schlangenknöterich
  • Huflattich
  • Weidenröschen

Vorsicht! Wildkräuter können auch giftig sein

Huflattich ist zwar essbar, in größeren Mengen können dessen Abbauprodukte aber zu Leberfunktionsstörungen führen. Dasselbe gilt auch für den Verzehr von großen Mengen an Löwenzahn, der zu den klassischen Wildkräutern zählt. Er kann Ihre Gesundheit gefährden.

Andere essbare Wildkräuter wiederum wie beispielsweise der Fieberklee, sind gefährdete Pflanzen und unterliegen der Bundesartenschutzverordnung. Sie dürfen nicht ohne Genehmigung „geerntet“ werden.

Bildnachweis: eflstudioart / stock.adobe.com

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