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So bleibt glatte Petersilie mit wenigen Kniffen deutlich länger frisch

So bleibt glatte Petersilie mit wenigen Kniffen deutlich länger frisch
geschrieben von Stephan Pelzl

Zugegeben: Glatte Petersilie (Petroselinum latifolium) ist nicht gerade die seltenste und wertvollste Spezies unter den Küchenkräutern. Aber in jeder Küche praktisch unverzichtbar. Da schadet es nicht, stets einen frischen Bund greifbar zu haben. Mit wenigen einfachen, aber umso effektiveren Maßnahmen verlängern Sie dessen Lebensdauer sichtlich – und ersparen sich den häufigen Neukauf.

Frische Petersilie ist besser als gefrorene oder getrocknete

Natürlich können Sie jetzt einwenden: Glatte Petersilie gibt es an jeder Ecke, und zur Not kommt tiefgefrorene oder getrocknete zum Einsatz. Nun, gerade frische glatte Petersilie ist manchmal gar nicht so einfach aufzutreiben – erfahrungsgemäß gerade dann, wenn man sie braucht. Oft ist nur die weniger aromatische krause Version (Petroselinum crispum) im Angebot.

Oder es werden nur klägliche Bündchen zu stolzen Preisen feilgeboten, in vielen Supermärkten beispielsweise. Oder frische Petersilie ist überhaupt nicht im Sortiment, wie bei den meisten Discountern. Gefrorene oder getrocknete glatte Petersilie dagegen ist keine gleichwertige Alternative. Denn das feine Petersilienaroma leidet durchs Einfrieren oder Trocknen deutlich und die Konsistenz kann ebenfalls nicht mit den frischen Blättern mithalten.

Frischhalte-Tipps, die nichts kosten und etwas bringen

Daher lohnt es sich, dem gerade erworbenen Bund frischer glatter Petersilie ein paar Minuten zu widmen. Wer die folgenden Tipps beachtet, der wird mit einer deutlich längeren Lebensdauer des Küchenkrautes belohnt – vorausgesetzt natürlich, dass man frische Ware erstanden hat und keine schlappen Restbestände mit gelblichen Blattspitzen.

  1. Das evtl. vorhandene Gummiband abstreifen und den Bund glatter Petersilie auseinandernehmen. Dabei alle abgeknickten, vertrockneten und sehr kurzen Stängel aussortieren und alle losen Blätter entfernen.
  2. Nun den Bund Stängel für Stängel wieder sorgsam zusammenbringen, so als bänden Sie einen Blumenstrauß. Nicht mit einem Gummiband bündeln.
  3. Schneiden Sie jetzt den Bund an, wie bei einem Blumenstrauß auch – einfach etwa 1 cm von den Stängelenden mit einem scharfen Messer oder einer Schere abschneiden. Bei sehr langen Stängeln können Sie etwas mehr entfernen. Achten Sie aber darauf, dass die Stängel lang genug bleiben, denn nur sie dürfen später im Wasser stehen.
  4. Spülen Sie jetzt den Bund unter kaltem Wasser gründlich ab und schütteln Sie ihn kurz, aber nicht zu heftig trocken. Falls die glatte Petersilie nun etwas schlapp aussieht, macht das nichts. Sie richtet sich schnell wieder auf.
  5. Stellen Sie den Bund jetzt in ein Glas und befüllen Sie dieses ca. 5 cm mit kaltem Wasser. Sehr wichtig: Auf keinen Fall dürfen Petersilieblätter mit dem Wasser in Berührung kommen. Sonst verdirbt dies schnell und der Petersilienbund geht ein. Falls notwendig, pflücken Sie die untersten Blätter einfach ab oder gießen etwas Wasser ab.
  1. Stellen Sie den Bund jetzt in den Halbschatten – nicht in die Sonne, da sonst die Blätter recht hart werden, das Wasser schnell verbraucht ist und der Bund rascher welkt.
  2. Gießen Sie Wasser nicht nach, sondern wechseln Sie es vollständig aus. Ersetzen Sie unbedingt trüb gewordenes Wasser.
  3. Sortieren Sie welke Stängel und solche mit gelb werdenden Blättern regelmäßig aus.
  4. Schneiden Sie nach ein paar Tagen den Bund erneut an, da sonst die Enden der Stängel braun werden und das Wasser umkippen kann.
  5. Bei hohen Temperaturen im Sommer stülpen Sie dem Bund eine leichte Plastiktüte über. Pieken Sie ein paar Löcher rein und fixieren Sie die Tüte ggf. mit einem Gummiband am Glas. Sollte es sehr heiß sein, stellen Sie den Bund mit Wasserglas und Plastiktüte einfach in den Kühlschrank, am besten in das Getränkefach an der Kühlschranktür.

PS: Selbstverständlich lässt sich auf diese Art und Weise auch das Leben krauser Petersilie (Petroselinum crispum) im Haushalt verlängern – allerdings ist sie grundsätzlich robuster als ihre glatte Schwester und bedarf weniger Pflege.

Bildnachweis: Quade / stock.adobe.com

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Stephan Pelzl