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Kaktusfeige: Exotische Früchte mit essbaren Kernen

Kaktusfeige: Exotische Früchte mit essbaren Kernen
Vadim Vl. Popov
geschrieben von Vadim Vl. Popov

Frisch auf den Markt kommen jetzt Kaktusfeigen aus dem mediterranen Raum. Sie sind lecker und eine hervorragende Quelle für Vitamine und Mineralstoffe. Die Kerne der Kaktusfeigen liefern außerdem das Kaktusfeigenkernöl, das ernährungsphysiologisch sehr wertvoll ist. Im folgenden Artikel erfahren Sie Wissenswertes über diese exotische Frucht. Ich präsentiere Ihnen auch einige schmackhaften Rezepte mit Kaktusfeige.

Der Feigenkaktus

Der Feigenkaktus ist eine Kakteenart in der Gattung Opuntien (lat. Opuntia ) mit essbaren Früchten. Volkstümlich werden alle Kakteen aus der Gattung der Opuntien als Feigenkakteen bezeichnet.

Das Wort Kaktus stammt vom griechischen „kaktos“, was die Bezeichnung für eine stachelige, distelähnliche Pflanze Siziliens war. In Mexiko werden die Kaktusfeigen schon seit etwa 9000 Jahren angebaut und noch länger geerntet. Mittlerweile werden die Kaktusfeigen in nahezu allen Ländern rund um das Mittelmeer angebaut. Der Feigenkaktus wächst strauch- bis baumartig und kann bis zu 6 Meter hoch werden.

Kaktusfeige: Ihre Sprossen gelten als Delikatesse

In Mexiko werden die jungen, weichen Sprossen der Feigenkakteen als Gemüse hoch geschätzt. Die Nopalitos, wie die Mexikaner diese Sprossen nennen, sind in diesem Stadium reich an Vitalstoffen. Erst werden die Stacheln entfernt, dann werden die Nopalitos getrocknet, in kleine Stücke gehackt und mit Gewürzen gekocht. Wenn jemand in Mexiko unterwegs ist, sollte diese Speise unbedingt kosten!

Die essbaren Früchte: Die Kaktusfeigen

In Europa ist die Kaktusfrucht auch unter der Bezeichnung Kaktusfeige, Distelfeige, Feigenopuntie, Indische Feige, Kaktusbirne, Nopal oder Stachelfeige im Handel zu finden. Die Kaktusfeige ist botanisch gesehen eine Beere.

Es gibt Kaktusfeigen in fast allen Farben des Regenbogens: Von weiß über grün, gelb, orange, rot, lila oder braun. Sie entsprechen aber interessanterweise nicht unbedingt den Farben der Blüten, die gelb, orange oder rosarot sein können. Verzehrt wird das Fruchtfleisch mit den ebenfalls essbaren Kernen.

Kaktusfeige: So viel Gesundheit steckt drin

100 g Kaktusfeigen weisen einen Brennwert von etwa 50 kcal (209 kJoule) auf und enthalten etwa 85 g Wasser, 0,7 g Eiweiß, 0,5 g Fett, 9,6 g Kohlenhydrate und 3,6 g Ballaststoffe.

Die Kaktusfeigen enthalten viel Kalium, Magnesium, Calcium und Natrium sowie geringe Mengen an Mangan, Zink, Eisen, Kupfer, Nickel und Chrom. Ferner zählen Betakarotin, Vitamin E, Vitamin K1, verhältnismäßig viel Vitamin C sowie Spuren der B-Vitamine zu den Inhaltstoffen der Kaktusfeige. Sie verfügen außerdem über einen außerordentlich hohen Anteil an Pektin.

Kaktusfeige wirkt antioxidativ

Eine an der Universität von Palermo durchgeführte Studie hat die oxidationshemmende Wirkung der Kaktusfeigen bestätigt. Sie helfen in wertvoller Weise der Alterung entgegen, was ihrer Farbstoffen Betanin und Indicaxanthin zu verdanken ist. Denn wenn sie mit dem Vitamin E und mit dem Vitamin C kombiniert werden, wirken sie dem oxidativen Prozess entgegen.

Kaktusfeige in der Küche

Kaktusfeige eignet sich hervorragend sowohl für die Zubereitung vom Dessert als auch für herzhafte Gerichte wie z. B. Kaktusfeigen mit Serranoschinken als Vorspeise oder Rinderschmorbraten mit Orangen-Kaktusfeigen-Sauce als Hauptgericht.

Im Folgenden präsentiere ich Ihnen ein Rezept für einen Kaktusfeigennachtisch.

Kaktusfeige in Blätterteig mit Vanillesauce

Dafür brauche Sie

  • 6 Kaktusfeigen
  • 200 g Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 1 Eigelb
  • etwas Puderzucker zum Bestreuen

für die Vanillesauce:

  • 1/8 l Milch
  • 150 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 3 Eier

Die Zubereitung ist ganz simpel. Die Kaktusfeigen schälen und in den Blätterteig einrollen. Die Seiten mit einer Gabel fest andrücken. Den Blätterteig mit Eigelb besteichen und auf ein Backblech geben. Im vorgeheizten Backofen auf 180° Grad ca. 45 Minuten backen. Zum Schluss mit etwas Puderzucker bestreuen.

Dazu reichen Sie bitte eine selbstgemachte Vanillesauce. Sie schmeckt einfach köstlich und ist ebenfalls leicht zu zubereiten! Die Milch in einer Kasserolle mit 50 g Zucker bei schwacher Hitze aufschlagen, sie soll nicht kochen! Die Vanilleschote längst aufschlitzen und das Mark herauskratzen, mit der Schote in die Milch geben und 10 Minuten darin ziehen, dann abkühlen lassen.

Die Schote herausnehmen. Zwei Eier mit 1 Eigelb und dem restlichen Zucker cremig aufschlagen. Diese Masse zur Milch geben und glatt rühren. So lange erhitzen und rühren, bis sie dickflüssig wird. Die Sauce darf aber keinesfalls kochen. Guten Appetit!

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Für weitere Fragen stehe ich Ihnen als erfahrener Ernährungsberater gerne zur Verfügung!

Bildnachweis: Daniel Vincek / stock.adobe.com

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Vadim Vl. Popov

Vadim Vl. Popov

Vadim Vl. Popov wurde an der russischen Schwarzmeerküste im Nordkaukasus geboren. Nach der Kochausbildung, dem naturwissenschaftlichen Studium in Moskau und der Geographie, Soziologie und Geoökologie an der Universität Bayreuth absolvierte er eine Zusatzausbildung als Ernährungsberater in Berlin und arbeitet seitdem freiberuflich bei diversen Bildungseinrichtungen und Institutionen als Dozent, Autor, Caterer und Bio-Koch. Er gründete die Gruppe „Kulinarische Reisen“ mit zahlreichen Rezepten und Fotos auf der Seite www.facebook.com. Seit 2006 gibt er auch länderspezifische Kochkurse. Etwas über das Land und seine Landsleute zu berichten, wessen Rezepte gerade gekocht werden, ist das Motto seiner Kochseminare. Denn er ist fest davon überzeugt, wenn jemand kochen lernen will, muss er zuerst auf Reisen gehen. Zu seiner kulinarischen Entdeckungsreisen und Kochabenteuern lädt er Sie herzlich ein! Aber auch mit einem guten Ernährungsrat steht er Ihnen zur Seite.