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Beleuchtung von preiswerten Modellbahnen nachrüsten

Der Modellbahn-Markt bietet durchaus auch preiswerte Lokomotiv-Modelle, zudem werden bei den Online-Auktionshäusern viele alte und preiswerte Modelle von Triebfahrzeugen angeboten. Diese Modelle besitzen allerdings oftmals keine oder nur eine eingeschränkte oder wenig vorbildnahe Beleuchtung. Wie Sie die Beleuchtung nachrüsten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Dank moderner Techniken und winziger SMD-LEDs (surface mounted device, light emitting diode) lassen sich solche Loks aber auch nachträglich mit einer korrekten Beleuchtung versehen. Gehen Sie in diesen fünf Schritten vor:

  1. Bohren Sie in die angedeuteten Lampenpositionen des Lokgehäuses kleine Löcher. Bohren Sie von außen nach innen. Benutzen Sie dabei einen Handbohrer und achten Sie darauf, dass Sie diesen so ansetzen, dass die Bohrung gerade an der Fahrtrichtung ausgerichtet in das Innere der Lok führt.
  2. Nachdem die Löcher gebohrt sind, werden Lichtleiter angefertigt und eingeklebt. Lichtleiter (Lichtwellenleiter) bekommen Sie beispielsweise im Zubehörhandel für CarSystem-Autos oder im spezialisierten Online-Handel.
  3. Für die roten Leuchten verwenden Sie bei den mittleren Nenngrößen TT/H0 1-mm-Lichtleiter. Die weißen Leuchten erhalten einen etwas dickeren Lichtleiter in einer Stärke von 1,5 mm. Zuvor müssen die Lichtleiter aber noch in der Länge gekürzt werden. Es reicht, wenn sie knapp ins Lokinnere reichen. Beide Seiten der zurechtgeschnittenen Lichtleiter sollten noch mit einer Feile plan geschliffen werden.

  1. Nun bereiten Sie die SMD-LEDs für den Einbau vor. Für das Rücklicht werden zwei rote SMD-LEDs der Bauform 0402 in Reihe geschaltet. Hierzu wird Kupferlackdraht verwendet. Für das Spitzenlicht schalten Sie drei weiße SMD-LEDs der Bauform 0603 in Reihe. Für die Widerstände von je 4,7 kOhm verwenden Sie die SMD-LED-Bauform 1206. Aus technischen und Anschlussgründen sollten Sie diese auf einer Pertinaxplatte aufbringen. Hier erfolgt dann der Anschluss an einen Licht-Funktionsausgang des Decoders und die Verbindung zu den SMD-LEDs.
  2. Nach einem Funktionstest können die SMD-LEDs nun mit einem Tropfen Sekundenkleber-Gel an die inneren Enden der Lichtleiter geklebt werden. Ist der Kleber ausgetrocknet, werden die SMD-LEDs und die Reste der Lichtleiter äußerlich mit schwarzer Farbe angemalt. Dies verhindert ein Durchscheinen des Lichtes auf die anderen Lichtleiter. Prüfen Sie beim Zusammenbau des Lokomotiv-Modells, dass die neue Beleuchtung auf den inneren Lokrahmen passt und keine Kurzschlüsse verursacht.
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Über Ihren Experten

Rudolf Ring

Rudolf Ring

Rudolf Ring gehört zu den frühen Einsteigern in die Informationstechnologie in Deutschland und hat ab den 80er Jahren die Vorzüge so ziemlich jeden Computertyps irgendwann persönlich in Erfahrung gebracht. Nach Bundeswehr, Studium und freien Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung leitete der Computer-Experte die PC-Werkstatt eines mittelständischen IT-Unternehmens.

Als selbstständiger Journalist und Autor verfasste er seit Anfang der neunziger Jahre bis heute unter anderem für PC-Anwender-Handbuch, PC-Hardware-Profi und PC-Pannenhelfer mehrere hundert Beiträge, hinzu kommen Bücher und Studien. Vom ersten IBM-PC 1981 bis zu den neuesten Mobilgeräten reicht sein Interessengebiet.

Schwerpunkt seiner aktuellen Beiträge sind die klassischen Themen PC-Hardware und -Pannenhilfe, hinzu kommen Home-Entertainment und Mobile Computing. Dem Informationsdienst „Einfach Android“ steht Rudolf Ring als Chefredakteur vor.