Haus & Garten Praxistipps

Nachhaltiges Bauen – so wird Ihr Bauprojekt nachhaltig

Lesezeit: 2 Minuten Beim Hausbau geht es um die Verwirklichung persönlicher Wünsche. Mehr Wohnraum, ausreichend Platz zum Spielen für die Kinder, Komfort und Bequemlichkeit stehen dabei im Mittelpunkt. Das gestiegene Umweltbewusstsein führt seit einigen Jahren dazu, dass nachhaltiges Bauen in den Fokus rückt. Was ist dabei zu beachten und welche Vorteile hat Nachhaltigkeit beim Bau eines Eigenheims?

2 min Lesezeit
Nachhaltiges Bauen - so wird Ihr Bauprojekt nachhaltig

Nachhaltiges Bauen – so wird Ihr Bauprojekt nachhaltig

Lesezeit: 2 Minuten

Mehr Lebensqualität durch nachhaltigen Hausbau

Über Themen wie Klimawandel und Umweltschutz ist oft in den Medien zu lesen. Auch beim Hausbau, wo bisher die reine Energieeffizienz im Vordergrund stand, wird Nachhaltigkeit immer wichtiger.

Nachhaltiges Bauen soll dazu beitragen, den Energieaufwand zu reduzieren, Kosten einzusparen und ein gesundes Umfeld für die Bewohner zu schaffen. Bei dieser Bauform kann die erforderliche Energie regenerativ abgedeckt werden. So erfolgt die Erzeugung von Warmwasser bei einem Bio-Solar-Haus über eine Solarthermie-Anlage oder eine Photovoltaik-Anlage. Mit einem Photovoltaik-System kann Haushaltsstrom oder Wärme produziert werden.

Das besondere Merkmal von Bio-Solar-Häusern ist das sogenannte Haus-im-Haus-Prinzip, das als Muster-Beispiel moderner Solar-Architektur gilt. Das Gewächshausprinzip ermöglicht, dass Licht in Wärme umgewandelt und somit Heizenergie eingespart werden kann. Gleichzeitig kann durch nachhaltiges Bauen ein bei Niedrigenergie- und Passivhäusern häufig auftretendes Problem gelöst werden. So wird akute Schimmel- und Tauwassergefahr durch die natürliche Solar-Wärme vermieden.

Trinkwasser zählt zu den wertvollsten Ressourcen. In Deutschland soll der durchschnittliche Tagesverbrauch pro Person etwa 120 Liter betragen, wobei die Garten-Bewässerung noch nicht eingerechnet ist. Allein die Toilettenspülung verschlingt mehr als ein Drittel des täglichen Wasserverbrauchs, der restliche Anteil wird vor allem beim Baden und Duschen verbraucht. Die Nutzung von Regenwasser kann den Wasserverbrauch im Haushalt erheblich reduzieren und dadurch langfristig zur Kostensenkung beitragen.

Beim nachhaltigen Bauen wird darauf geachtet, dass zusätzliche Leitungen zu den Toiletten vorhanden sind. Außerdem können Haushaltsgeräte wie die Waschmaschine oder der Geschirrspüler das Regenwasser nutzen, sodass eine weitere Minimierung des Frischwasserbedarfs möglich ist. Wer sich mit dem Thema nachhaltiges Bauen beschäftigt, stellt fest, dass technisch gesehen auch eine Abwasserreinigung mithilfe einer Pflanzenkläranlage möglich ist.

Kann nachhaltiges Bauen vor Gesundheitsrisiken schützen?

Bio-Solar-Häuser bestehen weitestgehend aus Holz. Der Baustoff gilt als nachhaltig, natürlich und langlebig. Außerdem sind Holzteile recyclebar und können später anderen Verwendungszwecken zugeführt werden.

Bei Bio-Solar-Häusern wird Holz in Form von Konstruktionsvollholz wie etwa beim Holztraggerüst und in Form von Recycling-Zellulose bei der Wärmedämmung eingesetzt. Außerdem wird auch Holzfaser als Material für den sommerlichen Wärmeschutz sowie als Basis des Außenhauses eingesetzt. Trotz des hohen Glasanteils ist es in einem Bio-Solar-Haus im Sommer besonders kühl.

Für die angenehme Haustemperatur sind verschiedene Faktoren verantwortlich. Zum einen verhindert die Beschattung im Dachbereich des Wintergartens, dass die Sonnenstrahlen, die in die innere Wintergartenverglasung eindringen, im Haus einen Treibhauseffekt erzeugen. Um den notwendigen Sonnen- und Hitzeschutz zu gewährleisten, wird die innere Wintergartentür tagsüber geschlossen gehalten. Das Haus wird in den Abend- und Nachtstunden gelüftet und damit auf den nächsten Tag vorbereitet.

Nachhaltigkeit beim Hausbau soll nicht nur die Ressourcen der Erde schützen, sondern den Hausbewohnern mehr Lebensqualität ermöglichen. Da beim Bauen weitestgehend ökologische Materialien, die keine Schadstoffe enthalten, verwendet werden, können Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden. Im Hinblick darauf, dass zukünftig häufiger im Homeoffice gearbeitet wird, ist dies ein wichtiger Aspekt.

Bildnachweis: 4th Life Photography / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: