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Mietwohnung oder Immobilie kaufen? Was sich 2021 überhaupt noch lohnt

Lesezeit: 4 Minuten Für einige Menschen stellt sich diese Frage gar nicht erst. Wer aber trotz Corona noch ein kleines finanzielles Polster behalten hat, kann auf Dauer gesehen viel Geld sparen, wenn die Mietwohnung in Wohneigentum umgewandelt wird.

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Mietwohnung oder Immobilie kaufen? Was sich 2021 überhaupt noch lohnt

Mietwohnung oder Immobilie kaufen? Was sich 2021 überhaupt noch lohnt

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Grund dafür sind zum einen die aktuell immer noch überaus niedrigen Bauzinsen. Zum anderen gibt es eine ganze Reihe an staatlichen und kirchlichen Mitteln, welche den Immobilienkauf noch günstiger machen.

Um nicht rückzahlbare Fördermittel zu erhalten, kann entweder eine Wohnung zur Eigennutzung oder ein Haus für die Familie gekauft werden. Der Staat beteiligt sich mit möglichst hohen Zuschüssen, wenn eigene Kinder im Haushalt leben oder die neue Wohnung so eingerichtet wird, dass sie auch im Alter lange bewohnbar bleibt.

Das KfW Baukindergeld gibt es in dieser Form zwar ab dem Jahr 2021 nicht mehr, dafür hält die Kreditbank für Wiederaufbau jede Menge Fördermittel und Vergünstigungen bereit, wenn ein energiesparendes Haus gebaut wird. Diese Häuser werden als „Ökohaus“, „Null-Energie-Haus“ oder beispielsweise „Passivhaus“ bezeichnet.

Wo erhalte ich staatliche Fördergelder zum Haus- oder Wohnungskauf?

Grundsätzlich ist zwischen Vergünstigungen beim Baukredit und staatlichen Subventionen zu unterscheiden, die nicht zurückgezahlt werden müssen. So gibt es für jedes im Haushalt eine gewisse Summe an Bargeld für den Hausbau geschenkt. Hier gibt es eine vollständige Auswahl an aktuellen KfW Förderprogrammen für den Immobilienerwerb. Gerade im Bereich der E-Mobilität hält die KfW viele weitere spannende Förderprogramme bereit, welche in Kombination mit dem Kauf einer neuen Wohnung oder eines neuen Hauses kombiniert werden können. Praktisch, wenn das Null-Energie-Haus nicht nur mehr Strom als selbst benötigt produziert, sondern auch noch das umweltfreundliche E-Fahrzeug direkt auf dem eigenen Grundstück mit grünem Strom aufgeladen werden kann.

Bei Vergünstigungen handelt es sich um Vorteile in den Modalitäten der Kreditrückzahlung. So können kirchliche Gemeinden Baugelder an Familien vergeben, bei denen die Zinslast auch viele Jahre über auf dem aktuellen Niedrigzins festgeschrieben werden kann. Wer sich um seine Familie kümmert, also um seine pflegebedürftigen Angehörigen oder eigene Kinder, erhält meist weitere Vergünstigungen beim Immobilienkauf. Es lohnt sich also, nicht nur Kontakt zur Hausbank aufzunehmen wegen eines Baudarlehens, sondern auch bei sozialen Verbänden nach regionalen Möglichkeiten zu fragen oder direkt bei der zuständigen Kirchengemeinde Rat zu suchen.

Wer bekommt einen Immobilienkredit?

Es ist teilweise gar nicht so leicht, eine Wohnung oder ein Haus neu zu kaufen oder mittels Kredit naturbewusst umzubauen. Fördermittel und Subventionen gibt es übrigens nicht nur für den Neu-Erwerb von Immobilien, sondern auch für einen behindertengerechten, barrierefreien Umbau von Haus und Wohnung. Wichtig ist es, bei der Bank einen guten Eindruck zu hinterlassen. Stellen Sie sich Ihr Kredit-Gespräch wie ein Bewerbungsgespräch vor, in dem Sie punkten müssen und Ihren Bankberater davon überzeugen, dass Sie über die gesamte vereinbarte Kreditlaufzeit in der Lage sein werden, alle monatlichen Raten pünktlich und zuverlässig zurückzahlen zu können. Dazu gehört selbstverständlich ein einwandfreies optisches Erscheinen ebenso wie vollständige Unterlagen. Außerdem sollten Sie bereits zu Hause diverse Modalitäten des künftigen Immobiliendarlehens durchgespielt und sich für Ihre individuelle Situation eine passende Variante herausgesucht haben. Beim Immobilienkauf ist es wichtig, zumindest die Kauf-Nebenkosten durch eigene finanzielle Mittel abdecken zu können. Ist dies nicht der Fall, wird eine 100-Prozent-Finanzierung von den meisten großen Banken häufig abgelehnt.

Unterschätzte Nebenkosten beim Hauskauf: So viel kosten Notar, Gutachter, Zinsen

Wie hoch die Baunebenkosten im Einzelfall genau ausfallen, lässt sich nicht pauschal sagen. Wichtig ist dabei, in welcher Lage sich die neue Immobilie befindet. Immobilien in einer guten bis gehobenen Lage können höhere Maklerkosten verursachen, was die Kauf-Nebenkosten in die Höhe treibt, wie Maxi Schwarz vom Portal wohnung-jetzt.de beobachtet hat. Für einen Notar beziehungsweise die Eintragung ins Grundbuch fallen jedoch regional einheitliche Gebühren an. Das Erstellen der nötigen Dokumente, welche häufig in dreifacher Ausführung beglaubigt werden müssen, verursacht weitere Nebenkosten. Ein wesentlicher Faktor sind aber die Zinsen über die vereinbarte Laufzeit des Immobilienkredits. Bei einer Rückzahlungsvereinbarung ohne Festzins kann es passieren, dass die Bauzinsen schon nach kurzer Zeit schlagartig in die Höhe gehen. Werden Zinsen über einen Zeitraum von 20 Jahren oder mehr festgeschrieben, kommt es jedoch zu einem höheren Zinssatz. Als Faustregel gilt, dass der Immobilienkredit möglichst so ausgehandelt werden sollte, dass er sich in kürzester Zeit wieder zurückzahlen lässt.

Wie lange dauert es, bis Haus oder Wohnung abgezahlt sind?

Um den Immobilienkredit überhaupt bekommen zu können, sind in vielen Haushalten einige Abstriche und Einschränkungen nötig. So kann beispielsweise der Zweitwagen verkauft werden, was einerseits sofort für mehr Eigenkapital sorgt, andererseits aber auch die monatliche Belastung verschlankt, wenn Steuern, Versicherung und Tankrechnungen zukünftig entfallen. Es kann sich günstig auf die Kreditvergabe auswirken, dem Bankberater Überlegungen sowie konkrete Umsetzungen diesbezüglich konkret aufzuzeigen. So unterstreichen Sie, dass Sie Priorität auf die Kreditfinanzierung legen und bereit sind, unnötige Sonderausgaben zu minimieren.

Läuft der Immobilienkredit bald aus, kann es sinnvoll sein, die Restschuld auf ein anderes Kreditinstitut umzuschulden. Dabei wird von der neuen Bank die noch offene Summe auf einmal abgelöst, die monatlichen Raten werden dann an die neue Bank zu neuen Konditionen zurückgezahlt. Häufig ergeben sich Vergünstigungen in den monatlichen Zinsen, was die Gesamtrückzahlung erleichtern kann. Eine Anschlussfinanzierung lohnt sich gerade 2021 für Immobilienbesitzer, die vor etwa 10 Jahren einen Baukredit aufgenommen haben und jetzt auch in den Genuss des Niedrigzinssatzes für Bauprojekte gelangen möchten. Ein Immobilienkredit kann auf 10, 15 oder 20 Jahre geschlossen werden. In Einzelfällen wird eine Kreditlaufzeit von bis zu 30 Jahren vereinbart. Es bleibt dabei in jedem Fall zu kalkulieren, wie sich die Nebenkosten bei einer derartig langen Rückzahlungsfrist entwickeln und was die Traum-Immobilie dadurch schlussendlich mehr kostet.

Fazit: Wohnungs- & Hauskauf lohnt sich 2021 mehr denn je!

Wer jetzt noch von den niedrigen Bauzinsen profitiert und Wohneigentum anschafft, benötigt meist nicht mehr als rund 20 % aller Immobilienkosten an Eigenkapital. Bei einigen Kreditinstituten in manchen Wirtschaftsregionen sind es nur rund 13 % Eigenkapital, während andere Banken 25 % Eigenkapital plus der Eigenfinanzierung der Baunebenkosten fordern können. Ein vermeintlich günstiges Immobiliendarlehen kann sich schnell zur Kostenfalle entpuppen, wenn sich die aktuell niedrigen Zinsen nicht für die gesamte Tilgungszeit festschreiben lassen.

Bildnachweis: js-photo / stock.adobe.com

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