Gesundheit

Wundversorgung – so behandeln Sie Ihre Wunden richtig!

Wundversorgung – so behandeln Sie Ihre Wunden richtig!
geschrieben von Edmunda von Roit

Die moderne Wundversorgung sieht anders aus als in früheren Zeiten. Fachleute raten heute zu einer feuchten Wundheilung. Was sind die Vorteile und wie wendet man eine feuchte Wundheilung an? Was sollten Sie bei der Behandlung Ihrer Wunden beachten?

Wie sah die Wundversorgung früher aus?

Sicher haben auch Sie Ihre Wunden so versorgt: Sie haben die Wunde gereinigt und eventuell noch mit Alkohol oder Jod desinfiziert und dann ein handelsübliches Pflaster auf die Wunde geklebt. Ihre Wunde hat dann Schorf gebildet und es konnte sein, dass sich unter dem Schorf Eiter angesammelt hatte.

Der Schorf hatte eine fast undurchlässige Schicht gebildet, unter der das Infektionsrisiko besonders hoch war. Wenn Sie dann das Pflaster entfernen wollten, war der Verbandwechsel oft schwierig und schmerzhaft, weil Schorf, Blut und Wundsekret mit dem Pflaster verklebt waren. Oft dauerte die Heilung solch einer Wunde besonders lang. In vielen Fällen blieben starke Narben zurück.

Wie kann die optimale Wundversorgung heute aussehen?

Untersuchungen haben deutlich gezeigt, dass Wunden in einem feuchten Milieu viel besser heilen. Das wussten schon vor Jahrhunderten viele Naturvölker. Sie legten auf Wunden feuchte Umschläge, Kräuter und Blätter und schafften so ein feuchtes Wundmilieu. Heute können wir mit modernsten Verbandstoffen unsere Wunden optimal versorgen.

Die neuen Wundbehandlungen bringen auf die Wunden die notwendige Feuchtigkeit und sorgen für einen optimalen PH-Wert, der die Heilung beschleunigt. Der Selbstreinigungsprozess der Wunde wird angeregt. Es bildet sich im feuchten Milieu kein Schorf und die Narbenbildung ist deutlich reduziert. Der Verbandswechsel ist einfach, weil durch die Feuchtigkeit kein Verkleben des Pflasters mit der Wunde stattfindet.

Welche Mittel kommen für die feuchte Wundbehandlung in Frage?

Es gibt immer mehr Produkte, die für die feuchte Wundversorgung geeignet sind. Folienverbände, Schäume und Alginate sorgen für genügend Feuchtigkeit auf der Wunde. Auch spezielle Salben und Gele, die die Wunde kontinuierlich feucht halten, können unter einem Verband aufgetragen werden.

Fertigpflaster, die entweder eine feuchthaltende Creme enthalten oder durch ihre besondere Eigenschaft ein feuchtes Milieu um die Wunde schaffen, finden immer mehr Einsatz. Die Pflaster sind atmungsaktiv und schützen die Wunde vor Infektionen. Sie fördern die Bildung von neuem Gewebe und fördern eine schnelle Heilung.

Besondere Pflaster, die die feuchte Wundheilung fördern und zusätzlich die Silber-Technologie nutzen, bringen bei der Behandlung von Wunden große Vorteile. Silber vermindert deutlich das Infektionsrisiko, denn vorhandene Bakterien werden durch das Silber abgetötet.

So behandeln Sie Ihre Wunde richtig

  • Waschen Sie sich gründlich die Hände.
  • Desinfizieren Sie Ihre Hände mit einem Desinfektionsmittel.
  • Reinigen Sie die Wunde von Verunreinigungen. Benutzen Sie dazu am besten eine sterile Kompresse.
  • Falls die Wunde blutet, sollten Sie eine frische sterile Kompresse auf die Wunde drücken, bis die Blutung aufhört.
  • Trocknen Sie die Wunde mit einer Kompresse sanft ab.
  • Desinfizieren Sie nun die Wunde mit einem Desinfektionsspray, das nicht brennt. Dies ist besonders bei der Anwendung bei Kindern wichtig, damit sie sich gegen die weitere Behandlung nicht sträuben.
  • Bringen Sie nun ein spezielles feuchthaltendes Wundgel oder eine Wundsalbe auf die Wunde. Benutzen Sie dazu am besten ein Wattestäbchen. Wenn Sie ein fertiges hydrophiles (wasserreiches) Wundpflaster oder eine Wundauflage aufbringen, benötigen Sie kein zusätzliches Gel oder Creme mehr.
  • Erneuern Sie anfangs den Verband mehrmals täglich, später morgens und abends. Manche hydrophilen Pflaster können Sie sogar mehrere Tage auf der Wunde lassen. Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisung.

Wenn Ihre Wunde stark eitert, gerötet ist oder wenn Sie Fieber, Schmerzen oder ein Brennen haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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Edmunda von Roit

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