Gesundheit Praxistipps

Wichtigkeit einer guten Sitzhaltung

Lesezeit: 3 Minuten Täglich arbeiten viele Menschen im Sitzen, sei es im Homeoffice oder am Arbeitsplatz. Im Durchschnitt verbringen die Deutschen 6,5 Stunden pro Tag sitzend, ein guter Teil von ihnen jedoch deutlich mehr. Bewegung, die als Ausgleich für die Gesundheit wichtig wäre, kommt dabei zu kurz. Bei einer Befragung gab nur rund ein Drittel der teilnehmenden Personen an, sich regelmäßig zu bewegen. Sie sind bis zu einer halben Stunde täglich entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs.

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Wichtigkeit einer guten Sitzhaltung

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Auf die Sitzhaltung kommt es an

Beim richtigen Sitzen kommt es auf die Körperhaltung an. Wichtig ist es vor allem, um

  • eine Überbeanspruchung der Bandscheiben zu vermeiden,
  • den inneren Organen genug Platz zu lassen und
  • die Durchblutung so wenig wie möglich zu behindern.

Letztere wird beim Sitzen automatisch schlechter, zudem steht die Skelettmuskulatur stets unter Spannung, besonders im Schulter- und Nackenbereich. Um diese zu vermeiden, ist neben einer guten Sitzhaltung ausreichende Bewegung erforderlich. Eine kräftige Muskulatur dient als Stütze für den Körper, wer Sport in dieser Richtung betreibt, hat seltener Rückenprobleme.

Ergonomische Stühle und Tische

Es bedarf etwas Disziplin, jederzeit auf die eigene Sitzhaltung zu achten. Um es zu vereinfachen, wurden ergonomische Möbel konzipiert. Die Stühle passen sich flexibel an jeden Nutzer an, wobei eine abwechselnde Körperhaltung unterstützt wird. Regelmäßige Bewegung während des Sitzens wird begünstig. Infolge findet eine bessere Durchblutung der Muskulatur statt, entsprechend werden die Bandscheiben entlastet. In der Regel enthalten ergonomische Stühle eine neigbare Rückenlehne, die sich der natürlichen Wirbelsäulenform anpasst. Sie lassen sich in vielfach verstellen, sodass sich das Mobiliar genau an den Sitzenden anpassen lässt. Dieser Aspekt sollte gleichfalls bei dem dazugehörigen Tisch berücksichtigt werden. Auch in diesem Bereich gibt es eine große Auswahl. Beispielsweise die höhenverstellbaren Schreibtische von WeberBÜRO stellen eine praktische sowie komfortable Lösung dar. Gleich, ob man sich für einen Stehtisch oder ein anderes Produkt entscheidet, sie ermöglichen ausnahmslos die Variation der Arbeitshaltung. Muskelverspannungen können reduziert bzw. sogar gänzlich vermieden werden.

Worauf man selbst achten kann

Grundvoraussetzung ist die richtige Einstellung des Stuhles und Tisches. Werden sie der jeweiligen Körpergröße angepasst, sitzt man automatisch entspannter. Das Becken sollte leicht kippen können. Dadurch bleibt der untere Teil des Rückens in seiner natürlichen Haltung, was zu einer Entlastung der Muskeln und Bandscheiben führt.

Bestenfalls stehen die Füße parallel fest vom Ballen bis zur Ferse auf dem Boden. Somit verteilt sich die Belastung beim Sitzen gleichmäßig auf beide Körperhälften. Werden die Hände bei Arbeitstätigkeiten, zum Beispiel bei der Bedienung der Maus, aufgelegt, sorgt man für eine Schonung der Gelenke, Sehnen und Nerven. Dadurch lässt sich Erkrankungen in den Bereichen vom Handgelenk bis zum Ellenbogen, darunter der sogenannte Golferarm und das Karpaltunnelsyndrom, vorbeugen.

Hilfreich ist das Platzieren der Tastatur und Maus in gleicher Höhe mit der Elle, was durch die individuelle Einstellung des Tisches erreicht wird. Muskelverkrampfungen im Schulter-, Rücken- und Nackenbereich sind auf diesem Wege vermeidbar. Weiterhin spielt die Höhe des Monitors eine Rolle. Der Blick des Users sollte sich schräg nach unten richten, der Kopf neigt sich leicht in die gleiche Richtung. Wer darauf achtet, entlastet seine Nackenmuskulatur, außerdem ist die Tätigkeit am Computer so weniger anstrengend für die Augen. Man sollte mindestens eine Armlänge vom Bildschirm entfernt sein.

Wichtig ist es außerdem, Bewegung in seinen Arbeitsalltag einzubauen. Allein das Aufstehen und ein paar Schritte gehen zwischendurch trägt zu einer Lockerung und Entspannung des Körpers bei. Gleiches gilt für das regelmäßige Ausstrecken der Beine sowie die Veränderung der Sitzhaltung.

Negative Folgen häufigen Sitzens

Generell ist stundenlanges Sitzen nicht gut für die Gesundheit. Leider lässt es sich bei vielen beruflichen Tätigkeiten nicht ausschließen. Dabei geht es nicht nur um Rückenprobleme. Gefährdet sind auch

  • das Herz,
  • der Blutkreislauf und
  • der Stoffwechsel.

Laut Medizinern kann Sitzen zu Diabetes und möglicherweise auch zu Krebs führen. Eine umfangreiche Studie der Universität Regensburg ergab, dass Menschen, die oft und lange sitzen, deutlich öfter an Darm-, Gebärmutter- und Lungenkrebs erkranken. Die körperliche Aktivität in ihrem Leben hatte auf dieses Ergebnis keinerlei Einfluss. Die Meta-Studie umfasste das Analysieren von 43 Untersuchungen zur „sitzenden Lebensweise“. Die erhöhte Krebsgefahr soll sich auf eine Reihe von hormonellen und metabolischen Veränderungen beim Sitzen begründen. Die Verantwortliche der Studie, Frau Daniela Schmid sagte, der Risikofaktor liege ähnlich hoch wie beim Rauchen.

Bildnachweis: Andrey Popov / stock.adobe.com

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