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Wechseljahre: Wechseljahrsbeschwerden natürlich behandeln?

Lesezeit: 2 Minuten Die Wechseljahre einer Frau sind geprägt von vielerlei Wechseljahrsbeschwerden. Von einer Therapie der Beschwerden mit Hormonen raten immer mehr Ärzte ab. Doch mit welchen Naturarzneimitteln oder der Homöopathie kann man die verschiedenen Wechseljahrsbeschwerden natürlich behandeln?

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Wechseljahre: Wechseljahrsbeschwerden natürlich behandeln?

Wechseljahre: Wechseljahrsbeschwerden natürlich behandeln?

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Wechseljahrsbeschwerden mit der Traubensilberkerze behandeln

Die Traubensilberkerze – der lateinische Name dafür ist „Cimicifuga racemosa“ – wird für die Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden am häufigsten eingesetzt. Die Wirkstoffe aus dem Wurzelstock von Cimicifuga haben sich seit Jahren in der Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren bewährt.

Die Risiken einer Hormonersatztherapie sind nicht zu leugnen, besonders bei Risikopatientinnen ist es sinnvoll, nach Alternativen aus der Naturmedizin zu suchen.

Es gibt Cimicifuga Präparate als Tropfen, Tabletten oder Kapseln. Im Extrakt der Traubensilberkerze sind Phyto-Östrogene enthalten. Dies sind pflanzliche Stoffe, die ähnlich wirken, wie das im Körper natürlich vorkommende Östrogen.

Den Wechseljahrsbeschwerden wie Schlafstörungen, Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und Stimmungsschwankungen können mit Cimicifuga-Präparaten effektiv entgegen gewirkt werden.

Außerdem hat die Traubensilberkerze positive Auswirkungen auf die trockene Scheide und die Blasenfunktion. Allerdings ist eine längerfristige Anwendung notwendig, erste Behandlungserfolge stellen sich meist erst nach sechs- bis achtwöchiger Behandlung ein.

Die Wechseljahre sind oftmals geprägt von Stimmungsschwankungen und Depressionen

Auch psychische Probleme, die in den Wechseljahren vermehrt auftreten, können natürlich behandelt werden. Besonders bewährt haben sich Präparate mit dem Extrakt von Johanniskraut.

Den Patientinnen stehen Tabletten oder Kapseln mit Hypericum perforatum – dies ist die lateinische Bezeichnung für das Johanniskraut – zur Verfügung. Allerdings ist auch hier Geduld erforderlich, denn nur eine längerfristige Anwendung der Johanniskraut-Präparate bringt auch den gewünschten Erfolg.

Salbeipräparate helfen bei Beschwerden in den Wechseljahren

Besonders bei übermäßigem Schwitzen oder Hitzewallungen in den Wechseljahren haben sich Mittel mit Salbeiextrakt bewährt. Es gibt diese Präparate als Tropfen oder Tabletten.

Auch ein selbst aufgebrühter Salbeitee kann helfen, allerdings kann ein heißer Tee bei manchen Frauen die Schweißbildung fördern. Deshalb sind Salbeipräparate zum Einnehmen oftmals besser geeignet und einfacher in der Anwendung.

Die Wechseljahre sind begleitet vom Verlust von Knochenmasse

In den Wechseljahren wird durch den Östrogenmangel der Abbau von Knochenmasse beschleunigt. Deshalb haben viele Frauen ein erhöhtes Risiko, an der Osteoporose – dies ist der Knochenschwund – zu erkranken.

Um der Osteoporose vorzubeugen, sollten Frauen in den Wechseljahren besonders darauf achten, dass sie sich calciumreich ernähren. Milchprodukte sind ein guter Lieferant von Calcium. Damit das Calcium in den Knochen besser eingelagert werden kann, ist die Zufuhr von Vitamin D3 wichtig. Wenn die Ernährung unzureichend ist, sollten Präparate mit Calcium und Vitamin D3 besonders in den Wechseljahren eingenommen werden.

Wechseljahrsbeschwerden können auch homöopathisch behandelt werden

Die Diskussionen, ob homöopathische Mittel wirkungsvoll sind, flammen immer wieder auf. Tatsache ist, dass viele Menschen gute Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht haben. Wichtig ist, dass man das geeignete Mittel für sich findet.

Bei Beschwerden in den Wechseljahren haben sich die homöopathischen Mittel Cimicifuga, Pulsatilla, Lachesis, Ignatia, Lilium und Sepia besonders bewährt. Es gibt auch homöopathische Mittel zu kaufen, die mehrere dieser Wirkstoffe in einem Präparat enthalten.

Wechseljahre sind nicht immer einfach, doch man kann selbst etwas gegen die Wechseljahrsbeschwerden tun

  • Sehen Sie die Wechseljahre nicht als Tiefpunkt Ihres Lebens an, sondern als Übergang in den nächsten Lebensabschnitt
  • Gehen Sie positiv mit sich und Ihren Beschwerden um
  • Achten Sie auf eine gesunde Ernährung
  • Treiben Sie Sport
  • Pflegen Sie Ihren Körper und auch Ihren Geist
  • Schlafen Sie genügend
  • Rauchen Sie nach Möglichkeit nicht
  • Trinken Sie genügend
  • Machen Sie regelmäßig Entspannungsübungen
  • Tragen Sie lockere luftige Kleidung, in der Sie sich wohl fühlen

Bildnachweis: missty / stock.adobe.com

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