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Warum Kaffee mehr ist als die Muntermacher-Tasse morgens

Warum Kaffee mehr ist als die Muntermacher-Tasse morgens
geschrieben von Julia Poluliakh

Kein anderes Getränk hat sich so verändert wie der Kaffee hierzulande. Früher war der Kaffee einfach das Heißgetränk, das man morgens trank, um wach zu werden. Allenfalls gegen Nachmittag gewann er noch eine Bedeutung als edler Begleiter zu erlesenem Gebäck. Mittlerweile drücken viele mit Kaffee aber ihr Lebensgefühl aus, bis hin zur politischen Einstellung.

Vom Melitta Filterkaffee zur Latte Macchiato

Wenige Handgriffe nur und schon tropft es schwarz in der Kaffeemaschine: Filterfach auf, Filtertüte rein, dann die abgemessene Anzahl Kaffeelöffel, den Wassertank aufgefüllt und auf den Knopf gedrückt.

Während man sich dann im Bad auf dem Tag vorbereitet, erhitzt sich das Wasser, läuft langsam durch den gemahlenen Kaffee in die Kanne. Wer heute eine Maschine zur Kaffee-Zubereitung in der Küche hat, hat meistens schon etwas für die italienischen Varianten: einen teuren Iura oder Delonghi Kaffeevollautomaten oder die Nespresso Maschine.

Selbst ohne Maschine stellen sich viele lieber die Espressokanne auf den Herd, als das Filterkaffeemodell von Oma zu nehmen. In der Lieblingsbar am Samstagvormittag bestellt man dann eine Latte Macchiato, wenn man sich mit Freunden verabredet oder auf dem Bio-Markt einkauft.

Was will man mit dem italienischen Heißgetränk ausdrücken?

Viele trinken italienischen Kaffee – also Kaffee, der durch Dampfprozesse hergestellt wird, anstatt durch Durchlaufverfahren mit heißem Wasser – nicht nur, weil er besser schmeckt und auch magenschonender ist. Nein, man trinkt Cappuccino, Latte Macchiato oder Espresso, weil man sich damit einer globalen Lifestyle-Community zugehörig fühlt.

Die höheren Weihen haben hier natürlich Menschen erreicht, die zwei Cappucini (und nicht Cappuccinos) bestellen. Aber schon das Trinken von Cappuccino außerhalb Italiens weist den Menschen aus, der höhere Genussanforderungen hat als die große Masse. Das sind Menschen, die sich damit in einer Bar in New York oder Singapur genauso wohl fühlen wie am Alexanderplatz.

Wie man mit Kaffee noch mehr ausdrücken kann als Genuss

Kaffee ist nun aber auch eine Pflanze, die in der Regel nur in wärmeren Breiten wächst und gedeiht. Somit ist der Kauf des richtigen Kaffees ein weiterer bewusster Lifestyle-Faktor. Zum einen geht es hier ganz klar um Preis und Qualität: Indem Sie sich über Sorten und Bohnen und Röstungsverfahren kundig machen, zeigen Sie, dass Sie bewusste Konsumenten sind und nicht nur zufrieden mit der Auswahl im Supermarkt, sondern bewusst das Kaffeepulver suchen, das am besten zu Ihrem Gaumen und zu Ihnen passt.

Wenn man dann auch für eine gerechtere Welt kämpft, bietet der Fair Trade Kaffee das Mittel, wie man nicht nur den Kaffee bewusst nach Qualität auswählen, sondern mit dem Konsum auch anderen helfen kann. Mit der Wahl der richtigen Bohne für Ihre Tasse Kaffee können Sie schon zeigen, wie sehr Sie sich mit der Welt um sich befassen und mit dem, was Sie täglich trinken.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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Julia Poluliakh