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Stressabbau in der Natur: so entlastet man die Psyche im Grünen

Lesezeit: 3 Minuten Burnout hat sich mittlerweile zu einer regelrechten Volkskrankheit entwickelt. Verursacht wird er in der Regel durch ein zu stressiges Leben. In unserer heutigen Zeit wird vor allem der Job dafür verantwortlich gemacht. Tendenziell arbeiten wir zu viel und können auch nach Feierabend nicht wirklich abschalten, da uns Smartphones und andere digitale Stressoren von der eigentlichen Ruhe ablenken. Stress kann man auf viele Arten abbauen. Besonders hilfreich ist der Stressabbau in der Natur, da man sich dabei bewusst von der digitalen Welt abwendet. Wir zeigen, wie man am besten Stress in der Natur abbauen kann.

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Stressabbau in der Natur: so entlastet man die Psyche im Grünen

Stressabbau in der Natur: so entlastet man die Psyche im Grünen

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Was ist Stress eigentlich?

Im Prinzip kann Stress ziemlich viel sein. In erster Linie ist es ein Druck oder eine Anspannung, die sich negativ oder sogar schädlich auf den Körper auswirken kann. Stress kennt der Mensch noch aus der Steinzeit, jedoch in einer anderen Form. Damals war man immer auf der Hut vor Gefahren, wie etwa wilden Tieren. Musste man beispielsweise flüchten, wurde der Körper unter Stress gesetzt.

Das bedeutet, dass große Mengen der Stresshormone Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet werden. Der Herzschlag wird erhöht und die Atmung wird schneller. Oft schwitzt man, wird schwindelig und andere Symptome können auftreten. Die Hormone sorgen dafür, dass der Körper zu Höchstleistungen getrieben wird, wie etwa das Flüchten vor einem wilden Tier.

Heute funktioniert der Stress für Menschen noch genau gleich, nur, dass die Bedrohung nicht von einem Tier, sondern unter anderem vom Job ausgeht. Dieser Stress äußert sich im Körper, wie die Angst vor einer Gefahr. Allerdings gehen wir mit dem Stress anders um. Wir flüchten nicht und reagieren uns ab, indem wir laufen. Stattdessen schlucken wir den Stress runter, was das unangenehme Gefühl nur noch in die Länge zieht.

Deshalb ist es wichtig, Ventile zu finden, um den Stress abzubauen. Nur so schafft man es sich langfristig vor einem Burnout zu schützen.

Die Heilkraft des Waldes

Wer sich nach einem harten Arbeitstag oder nach einer harten Woche direkt in die Natur begibt, wird innerhalb kürzester Zeit eine Veränderung im Körper spüren. Allein der Anblick des Waldes und von Bäumen erfüllt die Seele und hat eine sehr beruhigende Wirkung.

Grundsätzlich gibt es wirklich messbare Unterschiede zwischen der Waldluft und der Luft in der Stadt. Denn in der Natur findet man etwa 90 Prozent weniger Staubpartikel als in der Stadt. Das sorgt dafür, dass wir eine viel reinere Luft atmen und somit unserem Körper und unserer Gesundheit etwas Gutes tun, in dem wir weniger Schadstoffe hineinlassen.

Ein Stück Natur nach Hause holen

Nicht jeder wohnt auf dem Land, hat ein Waldstück hinter seinem Haus Zugang zu einem Garten. Deshalb müssen sich Stadtmenschen die Natur auf eine andere Art und Weise nach Hause holen. Am besten geht das, indem man seinen Balkon oder die Fensterbank bepflanzt und sich auch ein paar Pflanzen in die Wohnung nimmt.

Am besten pflanzt man dabei selbst an. Das Gärtnern ist eine sehr meditative Tätigkeit, die für ein positives Gefühl sorgt und zwar spätestens dann, wenn man seine Ergebnisse am Ende bewundern kann.

Noch besser sind Lebensmittel oder Nutzpflanzen, die man später selbst verwenden kann. Sehr einfach anzubauen sind beispielsweise Tomaten, Gurken, Salate, Beeren oder auch, wenn man eine entsprechende Genehmigung besitzt, Hanf. Letzteres lässt sich selbst von Anfängern leicht anbauen.

Sollte das Gärtnern zu Hause nicht möglich sein, kann man sich in seiner Stadt auch nach urbanen Gartenflächen erkunden. Oft sind die von der Stadtverwaltung oder bestimmten Vereinen eingerichtet. Die bieten einen guten Ausgleich zum stressigen Job, viel Natur und andere Menschen, denen es möglicherweise ähnlich geht.  

Stress abbauen durch Bewegung in der Natur

Um die innere Anspannung abzubauen, empfiehlt es sich vor allem, es den Steinzeitmenschen gleichzutun. Beim Spaziergang oder einem Lauf durch den Wald lässt sich der ganze angesammelte Stress lösen. Wichtig ist, dass es sich um Bewegung handelt, die etwas Ausdauer erfordert. Der Körper befindet sich bei Stress nämlich in Alarmbereitschaft und möchte sich wirklich bewegen.

Durch das Laufen werden die Hormone, wie etwa das ausgeschüttete Cortisol im Körper wieder abgebaut und der Hormonhaushalt wird wieder ins Gleichgewicht gebracht. Durch das Laufen selbst werden Muskeln angespannt und der ganze Organismus unter Druck gesetzt. Sobald man mit dem Lauf fertig ist, folgt daraufhin eine unmittelbare Entspannung.

Auch wenn es sich im Büro so anfühlt, als würde man hier auf dem Zahlfleisch gehen und sich total auspowern, ist der Büroalltag für die Psyche anstrengender als für den Körper.

Der Umgang mit Materialien aus der Natur

Nicht nur die Natur selbst, sondern auch Materialien aus der Natur wie Holz, Wasser oder Stein strahlen eine beruhigende Wirkung auf den Menschen aus. Erschafft man daraus etwas Neues und beschäftigt sich damit kreativ und künstlerisch, kann das einen großen Beitrag zum Stressabbau leisten.

Eine weitere Möglichkeit, um zur Ruhe zu finden, ist das Anlegen eines Zen-Gartens. Solche Gärten gehen auf den asiatischen Zen-Buddhismus zurück, der sich auf die vier Elemente stützt.

Bildnachweis: BillionPhotos.com / stock.adobe.com

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