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Stress und Herzinfarkt – besteht ein Zusammenhang?

Lesezeit: 2 Minuten Herzkrank durch Stress? Tatsächlich können emotionale Belastungen die Entstehung eines Herzinfarkts fördern. Wieso ist das der Fall?

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Stress und Herzinfarkt – besteht ein Zusammenhang?

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Fördert Stress die Entstehung eines Herzinfarkts?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen auf Platz 1 der Todesursachen in Europa. Neben organischen Gründen wie Atherosklerose kann auch die Psyche eine große Rolle bei der Entstehung spielen. So sind Medizinern durch Stress ausgelöste Herzinfarkte vor allem im Zusammenhang mit emotionaler Belastung aufgefallen. Welche Auslöser gibt es und welche Umstände können die Symptome verstärken?

Herzkrank durch Stress – wie die Psyche das Herz beeinflusst

Viele haben die Veränderungen im Körper bemerkt, wenn zum Beispiel ein unangenehmes Gespräch mit dem Chef oder ein wichtiger Vortrag vor vielen Menschen bevorsteht: Der Herzschlag steigt, man beginnt zu schwitzen und der Mund trocknet aus. Vielleicht kommen die Anzeichen nicht bei jedem zum Vorschein, dennoch passt sich der Organismus der Situation an.

Der Körper ist in Alarmbereitschaft – und ausgelöst wird das Ganze durch Stress. Genauer gesagt durch Stresshormone, die aktiv werden. Der Mechanismus ist wichtig und kann in wirklich brenzligen Situationen den Überlebenssinn stärken. Doch hält der Zustand über einen längeren Zeitraum oder regelmäßig an, sind negative Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit möglich.

Was passiert genau? Neben Stresshormonen wird auch das sympathische Nervensystem aktiviert: Die Herzleistung nimmt zu, der Herzschlag beschleunigt sich, Gefäße verengen, der Blutdruck steigt. Kurz: Der Herzmuskel wird stark belastet. Diese und weitere Vorgänge erklären, warum Menschen unter Stress leichter einen Herzinfarkt bekommen können. Besonders hoch ist das Risiko für Patienten, die bereits Probleme mit Herzkrankheiten haben (und zum Beispiel an einer Herzinsuffizienz leiden). Wenn Sie denken, dass Sie gefährdet sein könnten, bitten Sie Ihren Arzt um Informationen rund um Herzerkrankungen . Er kann Ihnen weiterhelfen.

Herzkrankheit: Auslöser und Symptomverstärker Stress

Es gibt viele Arten von Stress: Die Präsentation für den nächsten Tag muss noch fertig werden, die Kinder brauchen ein Abendessen und zusätzlich ist der Partner krank – ein stressiger Tag kann schnell entstehen. Noch gravierender als alltäglicher Stress stufen Spezialisten im Zusammenhang mit einem Herzinfarkt jedoch emotionale Belastungen ein.

Der Streit mit dem Partner oder der Verlust eines geliebten Menschen kann beispielsweise zu körperlichen Ausnahmesituationen führen – ein sogenannter Typ 2-Myokardinfarkt ist möglich. Dabei liegt die Schuld des Infarkts nicht wie sonst in einer Durchblutungsstörung, hervorgerufen durch ein verstopftes Blutgefäß, sondern in einer Minderversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff. Diese kann unter anderem durch den steigenden Blutdruck und den erhöhten Sauerstoffbedarf unter Stress hervorgerufen werden.

Ein bekanntes, durch Stress verursachtes Phänomen, ist zudem das Broken-Heart-Syndrom. Die auch als Stress-Kardiomyopathie bezeichnete Funktionsstörung tritt häufig bei Frauen nach der Menopause in Kombination mit großem, emotionalem Stress auf. Beispiele hierfür sind ein Todesfall, eine Trennung vom Partner und häusliche Gewalt zusammen mit Angststörungen. Bei Betroffenen kann oft eine Erhöhung des Stresshormons Katecholamin oder Adrenalin festgestellt werden. Die auftretenden Symptome (wie Schmerzen und Brennen in der Brust, Engegefühl) sind identisch zu denen eines Herzinfarkts, der nicht durch Stress ausgelöst wird.

Stress abbauen und Herzkrankheiten vorbeugen

Herzkrank durch Stress? Versuchen Sie, dem entgegenzuwirken. Insbesondere Menschen, die bereits an Vorerkrankungen wie einer Herzinsuffizienz leiden, sollten alles tun, um einen Herzinfarkt zu vermeiden. Gerade, wenn psychische Belastungen im Moment eine große Rolle spielen, gilt es diese durch Stressreduktion abzubauen. Klärende Gespräche, Ruhe und auch das Anwenden von Entspannungstechniken sollten jetzt auf dem Tagesplan stehen.

Wenn Sie selbst keinen Weg finden, solche Strapazen zu reduzieren, kontaktieren Sie Ihren Arzt. Er kann Ihnen geeignete Maßnahmen nennen oder Spezialisten wie Psychotherapeuten empfehlen. Zudem sollte ein gesunder Lebensstil generell zur Vorbeugung von Herzkrankheiten (nicht nur aufgrund von Stress) gewählt werden. Körperliche Aktivitäten, eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Nikotin sowie auf Alkohol sind Geschenke für Ihr Herz.

Bildnachweis: Bits and Splits / stock.adobe.com

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