Triathlon

Besonderheiten beim Schwimmen mit Neoprenanzug

Im Triathlon ist es heute üblich, dass man zum Schwimmen in offenen Gewässern einen Neoprenanzug trägt. Das hat Vorteile, sollte aber vor dem ersten Wettkampf geübt werden. Darauf sollten Triathlon-Einsteiger beim Neoprenanzug-Schwimmen achten.

Zunächst hat ein Neoprenanzug die Funktion, den Körper im kalten Wasser vor dem Auskühlen zu schützen. Allerdings ist es nicht diese Schutzfunktion, weswegen sich diese Anzüge unter Triathleten so großer Beliebtheit erfreuen. Es ist vielmehr der Umstand, dass die eng anliegenden Gummihüllen den Wasserwiderstand reduzieren und Auftrieb verleihen.

Wie Schwimmflügel am ganzen Körper

Ein Neoprenanzug ist gewissermaßen eine Ganzkörperschwimmhilfe. Entsprechend groß ist unter Triathleten das Gejammer, wenn bei Veranstaltungen ein Neoprenanzug-Verbot ausgerufen wird. Schließlich ist der Vorteil umso größer, je schlechter die eigene Schwimmtechnik ist.

Muss man beim Training im Wasser ständig darauf achten, dass man eine optimale Wasserlage einnimmt, hebt einen der Neoprenanzug wie von selbst in die ideale Schwimmposition. Folglich schwimmen auch die meisten Triathleten mit Neoprenanzug deutlich schneller als ohne. Wie groß der Zeitvorteil tatsächlich ist, hängt zum einen von der eigenen Fertigkeit ab, zum anderen kommt es aber auch auf die richtige Passform des Anzugs an.

Was kosten Neoprenanzüge?

Neoprenanzüge gibt es beim Discounter für unter 100 Euro, während die Topmodelle der Markenhersteller wie Sailfish, 2XU oder Blue Seventy über 700 Euro kosten. Unterschiede kommen durch die Materialwahl, Schnitt und Verarbeitung zustande. Außerdem sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass der Neoprenanzug auch wirklich passt.

Ein zu enger oder zu unflexibler Anzug ermüdet die Schultern beim Schwimmen. Bei einem zu weiten Anzug läuft Wasser in den Kragen und bremst die Schwimmgeschwindigkeit. Vor dem Kauf sollten Sie daher unbedingt verschiedene Neomodelle und Größen testen.

Probleme durch Passform

Selbst wenn ein Anzug optimal sitzt, kann er dennoch beim Schwimmen Probleme bereiten. Häufig fühlen sich gerade Einsteiger am Hals eingeengt und beklemmt. Abhilfe kann ein Modell schaffen, das am Hals weniger hoch geschnitten ist. Möglicherweise ist es aber gar nicht die Passform, sondern der Anzug der nicht richtig sitzt.

Zieht man zum ersten Mal einen Neo an, wird man feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, in die Gummipelle hinein zu kommen. Das Material klebt an der Haut. Da kann es schon mal vorkommen, dass man den Anzug am Gesäß nicht weit genug hochgezogen hat. Dann zieht einen der Neoprenanzug am Hals und zwingt einen ins Hohlkreuz. Eine gute Wasserlage sieht anders aus.

Worauf müssen Sie achten?

Kontrollieren Sie also beim Anziehen, dass Sie den Neoprenanzug soweit wie möglich in den Schritt gezogen haben. Erst dann schlüpfen Sie mit den Armen in den Anzug. Der zweite Fehler beim Anziehen passiert im Schulterbereich. Auch hier sollten Sie das Material möglichst weit hoch ziehen.

Nach dem Anziehen des Anzugs gehen Sie ins Wasser und lassen oben am Hals Wasser hineinlaufen. So entsteht ein Feuchtigkeitsfilm auf der Haut, durch den Sie den Anzug erst richtig zurechtziehen können. Anschließend verlassen Sie den See wieder und streichen das Wasser aus Ärmeln und Beinen heraus. Jetzt sollte der Anzug richtig sitzen und das Training oder der Wettkampf kann beginnen.

Tipp: Sollte Ihnen das Wasser zu kalt sein, bringen Sie sich eine Flasche mit wärmerem Wasser von Zuhause mit.

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Jörg Birkel