Warum Ausdauersport glücklich macht

Eine Langzeitstudie der Stanford University belegt einmal mehr: Sportler leben gesünder und länger. Zudem sind Läufer, Walker und Schwimmer zufriedener als Nichtsportler. Dafür verantwortlich sind verschiedene Botenstoffe, die durch Ausdauersport freigesetzt werden.

Beim Ausdauersport machen Botenstoffe glücklich
Bei sportlicher Aktivität werden vermehrt Dopamin, Serotonin und Endorphine gebildet. Diese Botenstoffe sorgen dafür, dass wir uns wohler fühlen. Durch die Ausschüttung von Serotonin fühlen wir uns beispielsweise zufrieden und ausgeglichen, während Dopamin das Belohnungszentrum im Gehirn stimuliert.

Auch Endorphine werden immer wieder mit dem Hochgefühl bei langen Ausdauereinheiten in Verbindung gebracht. Bisher gab es dafür aber noch keinen klaren Beweis. Jetzt fand eine deutsche Forschergruppe unter Leitung von Professor Dr. Henning Boecker Hinweise auf eine gesteigerte Endorphinaktivität nach einem zweistündigen Dauerlauf.

Endorphine sind beim Ausdauersport für Runners High verantwortlich
Die Studie zeigte, dass die Endorphine vor allem im Frontallappen der Großhirnrinde und im lymbischen System freigesetzt wurden. In beiden Gehirnregionen werden Gefühle verarbeitet. Das erklärt auch, warum sich Läufer nach einem längeren Lauf so gut fühlen. Neben der euphorisierenden Wirkung, haben Endorphine auch eine schmerzstillende Wirkung.

Ausdauersport bringt aber noch mehr Vorteile mit sich. Läufer schlafen tiefer, Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit verbessern sich; das Immunsystem profitiert ebenfalls von regelmäßigen Laufeinheiten. Außerdem wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt. Und beim Abnehmen hilft Bewegung ohnehin.

Veröffentlicht am 19. Februar 2009