Sport und Gesundheit

Ist Sport bei einer Erkältung eine gute Idee?

Ist Sport bei einer Erkältung eine gute Idee?
geschrieben von Burkhard Strack

Top motiviert will man sein regelmäßiges Training eigentlich ungern ausfallen lassen. Aber was, wenn die Nase etwas trieft und der Hals auch ein wenig kratzt? Ist Sport bei einer Erkältung mit Schnupfen und Co. sinnvoll oder sollten Sie Ihre Sportschuhe lieber im Schrank lassen? Hier erfahren Sie mehr!

Sport bei Erkältung: Lieber einen Gang runter!

Ob es bei einer Erkältung ratsam ist, Sport zu machen oder nicht, ist nicht pauschal zu beantworten. Wenn Sie sich sehr schlapp fühlen und an starken Erkältungssymptomen wie Fieber oder festsitzenden Husten leiden und sogar ein schleimlösendes Mittel oder andere Medikamente nehmen müssen, sollten Sie natürlich lieber im Bett bleiben.

Gegen moderaten Sport bei einem leichten Schnupfen ohne Begleiterscheinungen ist jedoch nichts einzuwenden, wenn sie sich fit genug dafür fühlen. Ihr Training sollten Sie aber in jedem Fall etwas langsamer angehen lassen. Merken Sie, dass der Sport Sie mehr anstrengt, als Sie vermutet hatten, sollten Sie Ihr Training komplett abbrechen.

Welche Sportarten bei Schnupfen geeignet sind

Bei leichtem Schnupfen sind insbesondere Sportarten wie Walken oder Radfahren empfehlenswert. Auf anstrengendes Krafttraining sollten Sie hingegen verzichten. Gemäßigte Outdoor-Sportarten haben aber noch weitere Vorteile: Sie können nicht nur frische Luft, sondern ebenfalls Sonnenlicht tanken, eine wichtige Vitamin D-Quelle, die das Immunsystem stärkt. Somit kann gemäßigter Sport bei einer leichten Erkältung tatsächlich sogar sinnvoll sein.

Das gilt jedoch nicht, wenn extreme Außentemperaturen herrschen. Denn diese stellen eine zusätzliche körperliche Belastung dar, wenn Sie eh schon angeschlagen sind.

In welchen Fällen ist Sport bei einer Erkältung tabu?

In jedem Fall sollten Sie immer auf das Sporttraining verzichten, wenn Sie an Fieber oder anderen Erkältungsbeschwerden wie starkem Husten oder Halsschmerzen leiden. Denn Sport bei Virusinfektionen kann auch gefährlich werden. Der Grund: Durch die sportliche Betätigung können Viren im Körper zur Wanderschaft angeregt werden. Im schlimmsten Fall gelangen die Viren ins Herz, wo sie eine Herzmuskelentzündung auslösen, die lebensbedrohlich sein kann. Ähnliches gilt jedoch auch für bakterielle Infektionen. Werden diese nicht richtig auskuriert, verbreiten sich diese eventuell bei auspowernden Aktivitäten ebenfalls im Körper befallen verschiedene Organe.

Zudem sollten Sie nicht vergessen, dass Sport bei einer Erkältung eine zusätzliche Belastung für den ohnehin durch die Infektion gestressten Körper darstellt. Deshalb: Seien Sie vorsichtig und gönnen Sie sich im Zweifelsfall lieber einen Tag länger Pause.

Wie lange sollten Sie nach einer Erkältung mit dem Sport warten?

Wann nach einer Erkältung wieder Sport möglich ist, hängt in erster Linie von Ihrem individuellen Wohlbefinden ab. Dabei können Sie sich jedoch grob an folgende Empfehlungen halten:

  • Bei einer nur leichten Erkältung können Sie wieder Sport treiben, sobald die Symptome wie Halsschmerzen oder Husten vollständig abgeklungen sind.
  • Wenn Sie eine Erkältung mit Fieber oder sogar eine richtige Grippe erwischt hat, sollten Sie nach Abklingen der Krankheitssymptome noch mindestens eine Woche warten.

Gerade bei einer Grippe leiden viele Betroffenen auch noch Wochen nach der Erkrankung an einem ausgeprägten Schlappheitsgefühl. Steigen Sie deshalb zunächst wieder langsam in Ihr Training ein und steigern Sie es sukzessive, um keinen Rückfall zu riskieren.

Gar nicht erst krank werden: Sport zur Vorbeugung von Erkältungen

Abgesehen davon, dass man bei einer Erkrankung vorsichtig sein sollte, ist Sport immer eine gute Idee. Denn wer regelmäßig Sport treibt, hat ein geringeres Risiko überhaupt krank zu werden. Gerade in den kalten Wintermonaten sind Joggen oder Radfahren geeignete Sportarten, um das Immunsystem zu stärken und Erkältungen so zu verhindern. Dazu einige Tipps: Bei kalten Außentemperaturen sollten Sie unbedingt warme Funktionskleidung tragen und sich vorher gut aufwärmen. Auch auf ausreichendes Trinken muss geachtet werden. Denn auch wenn viele Sportler im Winter weniger das Gefühl haben zu schwitzen als im Sommer, ist die Flüssigkeitszufuhr mindestens genauso wichtig.

Bildnachweis: Lars Zahner / stock.adobe.com

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.