Gesundheit

Penisgröße verändern: Diese 4 Möglichkeiten gibt es

Viele Männer leiden unter einem – tatsächlich oder eingebildet – zu kleinen Penis. Für die Betroffenen oft ein jahrelanger Leidensweg, der sich jedoch auf unterschiedliche Weisen beheben lässt. Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten es gibt, die Penisgröße zu verändern.

Seit Jahren werden in allen möglichen Blättern, auf dutzenden Webseiten immer wieder Umfragen zum Thema "Ist die Penisgröße entscheidend?" veröffentlicht. Und immer wieder lautet der Tenor der antwortenden Frauen ziemlich eindeutig "Nein, das ist sie nicht". Trotzdem gibt es abertausende Männer, die mit Länge oder Umfang ihres Penis ganz und gar nicht zufrieden sind. Und genauso, wie Erektionsstörungen tabuisiert werden, ist auch die Diskussion um die Abmessungen des "besten Stücks" eine, die nur hinter vorgehaltener Hand getätigt wird.

Allerdings: Hilfen gibt es durchaus und um sie soll sich der folgende Artikel auch drehen. Doch zunächst muss erklärt werden, warum in den allermeisten Fällen gar keine Behandlung notwendig ist.

Oft kein reales Problem

Meistens ist die Ansicht, dass man(n) einen zu kurzen Penis habe, vollkommen aus der Luft gegriffen: Vielen Männern fehlt schlicht die Vergleichsmöglichkeit mit Geschlechtsgenossen. Und das führt häufig dazu, dass Vergleiche mit Darstellern aus der Pornobranche gezogen werden. Bloß ist das erst recht die vermeintliche Bestätigung dafür, dass "er" zu klein ist: Darsteller in diesem Business werden schließlich meist gerade wegen ihres imposanten Penis gecastet.

Dennoch lastet auf den Betroffenen, selbst wenn sie in Länge und Umfang vollkommen im Durchschnitt ihres Landes liegen, ein enormer seelischer Druck: Die Angst, sich nackt vor anderen zu zeigen, wächst ebenso ins Uferlose, wie die Panik vor dem Sex.

In diese Bresche schlagen unseriöse Konzerne, die durch vermeintliche Wundermittelchen irrwitzige Vergrößerungen binnen kurzer Zeit versprechen – das ist alles nur Geldmacherei. Wirklichen Erfolg versprechen nur die weiter unten zu lesenden Techniken.

Penis ist nicht gleich Penis

Zudem muss ein weiteres Problem angesprochen werden, dessen sich viele Männer nicht bewusst sind: So mancher geht davon aus, dass die schlaffen Penis-Abmessungen Rückschlüsse auf seine Größe im erigierten Zustand zulassen – schlicht falsch. Denn es gibt zwei Arten von Penissen, die umgangssprachlich als

  • Blutpenis
  • oder
  • Fleischpenis

bezeichnet werden. Und sie unterscheiden sich voneinander beträchtlich: Ersterer wirkt im schlaffen Zustand kleiner als der Fleischpenis, nimmt aber bei Erektionen proportional stark an Umfang und Länge zu. Letzterer hingegen ist bereits im schlaffen Zustand dicht an seinen Maximalabmessungen, die sich beim Erigieren kaum noch ändern, wirkt aber deshalb größer.

Das zeigt bereits: Das, was man(n) bei anderen unter der Dusche sieht, lässt selten Rückschlüsse darauf zu, ob der eigene Penis zu kurz ist. Wissenschaftlich relevant ist zudem nur die erigierte Länge. Und da fand die Studie "Am I normal?" heraus, dass der weltweite Durchschnitt bei 13,12 Zentimetern liegt. Doch was die Wissenschaftler auch bemerkten: Nur zwei Prozent der Probanden hatten einen Penis, der deutlich kürzer als zehn Zentimeter war – 55 Prozent jedoch waren mit ihrer Größe unzufrieden. 

Abhilfe pumpen?

Unter den zahllosen Möglichkeiten, die mehr Länge und/oder Umfang versprechen, gibt es nur sehr wenige, die tatsächlich gefahrlos und ohne Hinzuziehen eines Mediziners ausgeübt werden können. Die drei wichtigsten listet das Portal www.penispumpetest.com:

  1. Die Penispumpe wird über das Glied gestülpt und dann durch eine Handpumpe ein Vakuum erzeugt. Das soll mehr Blut in die Schwellkörper befördern und so bei langfristiger, regelmäßiger Anwendung, sowohl Länge als auch Umfang verbessern.
  2. Der Penis-Stretcher zieht das Glied in die Länge. Das soll die Neubildung von Zellen anregen und so ein Wachstum bewirken. Der Vorteil: Ein Stretcher kann auch unter der Bekleidung getragen werden.
  3. Der Penisring ist im Gegensatz dazu keine dauerhafte Lösung, sondern kommt nur beim Sex zum Einsatz. Er besteht nur aus einem dehnbaren Ring, der über den erigierten Penis gestülpt wird. Dadurch wird der Blut-Rückfluss gehemmt, der Penis bleibt praller und härter.

Alle anderen Methoden sind zumindest von fragwürdiger Natur und sollten immer nur nach Rücksprache mit einem Facharzt angewendet werden.

Länge oder Durchmesser?

Doch stellt sich die Frage, was ist eigentlich wichtiger: mehr Dicke oder mehr Länge? Viele Männer würden pauschal mit letzterem antworten. Für den Experten Arne Hoffmann ist das genaue Gegenteil der Fall. Wie er im Interview anmerkte, ist der Durchmesser das für die weibliche Befriedigung entscheidende Kriterium. Denn praktisch alle erregungsrelevanten Nerven der Frau finden sich im Bereich der Klitoris bzw. des Scheideneingangs. Ein zu langer Penis kann hingegen Schmerzen verursachen, wenn er an den Muttermund stößt.

4. Letzte Hilfe OP-Tisch?

So wie es Abhilfen bei zu kleinen Brüsten gibt, so existieren natürlich auch für den Penis operative Möglichkeiten zur Vergrößerung. Eins jedoch vorweg: Sofern ein Mann nicht unter einem abnorm kleinen Penis leidet (und das sind wie gesagt die Allerwenigsten) zahlt keine Krankenkasse diesen Eingriff, der mit rund 10.000 Euro zu Buche schlägt. Allerdings: Soll auch die Eichel mit vergrößert werden, fallen weitere 3000 Euro an.

Doch wie läuft eine solche Operation ab? Hier kommt es auf die Technik an:

  • Bei der Verlängerung wird ein kleiner Schnitt am Ansatz des Penisschafts gemacht und dessen vordere Haltebänder umgesetzt. Anschließend wird der Teil der Schwellkörper, der sich im Körperinneren befindet, nach außen verlagert und begradigt. Schließlich wird die gewonnene Länge durch Eigengewebe abgedeckt. Im Durchschnitt lassen sich dadurch zwei bis sechs Zentimeter mehr erzielen.
  • Bei der Verdickung wird am Bauch oder den Oberschenkeln Körperfett entnommen und an mehreren Stellen in den Penis injiziert. Dabei verwenden die Chirurgen die rund doppelte Menge von dem, was eigentlich benötigt wird, da der Körper einen Teil des Fetts wieder abbaut.

Damit ist die OP zwar die nachhaltigere Methode, die in jedem Fall erfolgsversprechend ist, dafür aber auch wesentlich teurer und natürlich mit medizinischen Risiken verbunden, die bei Pumpe und Co. nicht auftreten.

Fazit

Auch wenn man(n) es glaubt: "Er" ist in den allerseltensten Fällen zu lang oder zu dünn. Wenn jedoch tatsächlich ein Leidensdruck entsteht, sollte zunächst ein Arzt konsultiert werden, der über das weitere Vorgehen berät. Und in gar keinem Fall sollten vermeintliche Wunderpillen aus dem Internet bestellt werden, denn diese helfen im besten Fall gar nicht und sind schlimmstenfalls gefährlich. Der Penis lässt sich eben nur in einem bestimmten Rahmen ändern. Und: Den meisten Frauen kommt es sowieso viel eher darauf an, wie der "Cowboy" mit seinem Revolver umzugehen weiß, als auf dessen Kaliber oder Rohrlänge.

Bildquellen:
1) fotolia.com © vchalup
2) fotolia.com © eillen1981

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.