Schüßler-Salz Nummer fünf: Kalium phosphoricum – Was sind die Anwendungsgebiete?

Schüßler-Salz Nummer fünf: Kalium phosphoricum - Was sind die Anwendungsgebiete?

Im Schüßler-Salz Nr. 5 verknüpfen sich Kalium und Phosphor. Hier steht die Nervenwirkung im Vordergrund. Erfahren Sie mehr über die Anwendung von Kalium phosphoricum. Dieses biochemische Funktionsmittel verdient weit mehr Aufmerksamkeit.

Anwendungen von Kalium phosphoricum

Das Schüßler-Salz Nummer fünf gehört zu den Funktionsmitteln. Sie wurden von Dr. Schüßler persönlich eingeführt. Die Kombination von Kalium und Phosphor erzielt eine deutliche nervenstärkende Wirkung. Es ist das Nährsalz für die Nerven. Als Heilpraktiker kombiniere ich es gerne mit Schüßler-Salz Nummer sieben Magnesium phosphoricum.

Die Anwendungen kurz zusammengefasst:

  • Energiemangel und Erschöpfung bis Burnout
  • Allgemeines oder häufiges Kältegefühl, auch Blasenprobleme
  • Muskelschwäche und schwacher Muskeltonus
  • Verstopfung aufgrund von Darmträgheit
  • Herzunruhe und Rhythmusstörungen
  • Allgemeine Schwächung der Nervenfunktion mit allen Folgen

Was ist das Schüßler-Salz Nummer fünf Kalium phosphoricum?

Chemisch handelt es sich um das Kaliumsalz der Phosphorsäure, Kaliumdihydrogenphosphat oder KH2PO4. Interessanterweise ist diese Verbindung so "energetisch", dass sie als Mineral gar nicht vorkommt. Sie wird synthetisch hergestellt. Im Organismus finden wir dieses Schüßler-Salz gleichwohl in allen Zellen. Insbesondere in Geweben, die für Bewegung und Transport zuständig sind wie Blut, Muskeln und Nerven.

Wie erklären sich die Anwendungen dieses Schüßler-Salzes?

Wie wir schon beim Schüßler-Salz Nummer vier, Kalium chloratum, erfahren haben, befindet sich Kalium vor allem in der Zelle. Sein Gegenspieler Natrium befindet sich außerhalb der Zelle. Nun ist es wie so oft bei uns Menschen. Man möchte immer dort sein, wo man gerade nicht ist. Kalium will also raus aus der Zelle und Natrium hinein.

Verhindert wird dies durch die Zellmembran. Dadurch entsteht eine Spannung, die unter anderem Nervenzellen erregbar macht. Durch Kalium wird das Ruhepotential der Nervenzelle erhöht. Mit anderen Worten, sie regen sich nicht so schnell auf.

Ein hochgeschätzter Heilpraktikerkollege und Lehrer drückte diesen Zusammenhang immer dichterisch aus: "Kalium statt". Statt von den bekannten Beruhigungsmitteln abhängig zu werden, sollten Sie besser Ihren Kaliumhaushalt in Ordnung bringen.

Was hat es nun aber mit dem Phosphor auf sich? Der Körper bindet beispielsweise aus der Nahrung gewonnene Energie in energiereichen Phosphatverbindungen. Die bekannteste ist das ATP, quasi die chemische Energiewährung des Körpers.

Das Schüßler-Salz Nummer fünf Kalium phosphoricum verbessert Ihren Nervenstoffwechsel also gleich zweifach. Durch Kalium werden sie "dickfelliger" und durch Phosphor energetischer. Das schreit doch geradezu nach einer Selbstbehandlung, oder?

Wie man das Schüßler-Salz Nummer fünf Kalium Phosphoricum einnimmt

Grundsätzlich verwenden wir dieses Funktionsmittel in der D6. Sie können bis zu stündlich eine Tablette einnehmen, wenn Sie kurzfristig Unterstützung brauchen. Bitte missbrauchen Sie es aber nicht, um erst später zusammenzubrechen. Schlaf und Urlaub sind immer noch die besten Heilmittel. Ansonsten empfiehlt sich längerfristig drei- bis fünfmal täglich eine bis zwei Tabletten einzunehmen. Ernsthafte Erschöpfungszustände empfehlen sich nicht für die Selbstbehandlung. Suchen Sie einen Heilpraktiker auf.

Veröffentlicht am 20. Dezember 2011