Naturheilkunde

Morbus Raynaud mit Schüßlersalzen unterstützend behandeln

Morbus Raynaud mit Schüßlersalzen unterstützend behandeln
Dr. Udo Döring
geschrieben von Dr. Udo Döring

Es handelt sich beim Morbus Raynaud um eine Gefäßerkrankung mit anfallsartigen Gefäßkrämpfen in den Fingern und seltener an den Fußzehen. Es geht mit einer Minderdurchblutung der Finger bzw. Zehen einher. Man nennt diese Krankheit im Volksmund auch Weißfingerkrankheit. Mit den entsprechenden biochemischen Mineralsalzen nach Dr. med. Schüßler lässt sich diese Erkrankung unterstützend behandeln.

Es werden bei diesem Erkrankungstypus zwei Formen unterschieden …

Das primäre Raynaud-Syndrom ohne erkennbare Ursachen

Die Arterien der Finger bzw. der Zehen krampfen, die Perfusion (Durchblutung) wird stark in diesem Gebiet vom Organismus vermindert. Beim vasospastischen Raynaud-Syndrom werden die Finger bzw. Zehen nur durch eine Mangeldurchblutung versorgt, sodass die Haut weiß wird und sich Parästhesien (Missempfindungen wie Kribbeln der Ameisenlaufen) und ein Taubheitsgefühl einstellen können.

In der Regel sind beide Hände oder beide Füße davon betroffen. Der Auslöser sind hier Kälte und Stress, die Anfallsdauer beträgt höchstens eine ½ Stunde. Beim primären Raynaud-Syndrom sind häufig jüngere Frauen betroffen, bei denen mit zunehmendem Alter die Anfälle nachlassen. Für die Betroffenen ist dieses Syndrom zwar sehr unangenehm, jedoch für das Gefäßsystem der Finger oder Zehen nicht gefährlich.

Die Leitsymptome sind anfallsartiges Weißwerden und anschließende Zynanose (Blaufärbung) der Finger durch eine venöse Hyperämie (Überflutung mit Blut durch die Venen), hiernach tritt eine schmerzhafte Rötung durch die arterielle Hyperämie ein. Der Körper versucht so schnell er es kann in die Homöostase, also in diesem Bereich ins Gleichgewicht zu kommen, indem es Blut in die Finger oder Zehen schießen lässt. Die typische Abfolge des Gefäßkrampfereignisses (weiß – blau – rot) bezeichnet man auch als Trikolore-Phänomen.

Das sekundäre Raynaud-Syndrom als Begleitstörung

Das sekundäre Raynaud-Syndrom tritt als Begleitstörung von 40 unterschiedlichen Erkrankungen auf. Hierunter sind z.B. Kollagenosen (Autoimmunerkrankung des Bindegewebes), Sklerodermie (Autoimmunerkrankung des Bindegewebes mit Verhärtung und Verdickung der Haut), Arteriosklerose, degenerative Gefäßerkrankungen, Unfälle und Überlastungen, Schwermetalle und Intoxikationen, etc. zu verstehen.

Es können jedoch auch eine Nebenwirkung eines gefäßverengenden Medikamentes wie z.B. Beta-Rezeptoren-Blocker bei einer Hypertonie-Behandlung sein. Es handelt sich also um eine Begleiterkrankung. Beim sekundären Raynaud-Syndrom fehlt fast gänzlich die abschließende Rötung der Finger oder Zehen. Die Besonderheit liegt in den dauernden Schmerzen der betroffenen Finger oder Zehen.

Da es hier nicht zu einer zwangläufigen Durchblutung der Finger oder Zehen kommt, kann das betroffene Gewebe Schäden davon tragen. So können Fingerkuppen absterben, es kann zu Finger- oder Fußnageldystrophien (völlig zerstörte Nagelplatte; Nagelverlust) kommen, des Weiteren können sich Finger oder Zehen durch eine Knochenatrophie (Knochenrückbildung) verkürzt werden.

Es ist wichtig, diagnostisch zwischen diesen beiden Typen zu differenzieren. Hierbei hilft das Labor mit seinen Blutuntersuchungen, einer Kapillarmikroskopie und andere labortechnische Untersuchungen.

Die Behandlung mit Schüßlersalzen

Um die Beschwerden lindern zu können, kann unterstützend auf die biochemischen Mineralsalze zurückgegriffen werden. Hierbei sollte man die Schüßlersalze Nr. 3 Ferrum phosphoricum D6, Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 und das Ergänzungssalz Nr. 19 Cuprum arsenicosum D6 einsetzen.

Durch die Nr. 3 Ferrum phosphoricum D6 wird die „Belüftung“ des Organismus vorangeschoben. Dies bedeutet, dass durch das Eisenphosphat der Blutfarbstoff den Sauerstoff noch besser von Zelle zu Zelle befördern kann.

Durch die Einnahme des biochemischen Mineralsalz Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 wird das Gewebe und die gesamte Gefäßstruktur entkrampft. Hierbei kann man gut das Entkrampfungsmittel der Biochemie, das Schüßlersalz Nr. 19 Cuprum arsenicosum D6 mit einsetzen.

Von den oben aufgeführten Mineralsalzen nach Dr. med. Schüßler sollte der Betroffene jeweils 3 mal täglich 5 Tabletten über den Tag verteilt lutschen oder sich im warmen Wasser auflösen und mit langsamen Schlucken trinken.

Darüber hinaus können wärmende Lebensmittel, wie z.B. Ingwer als Tee getrunken werden. Praxismäßig hat sich auch die Akupunktur sehr bewährt.

Beim eintretenden Anfall kann der Leidende sich warmes (nicht heißes) Wasser über die Finger oder die Zehen laufen lassen. Des Weiteren sollten die Finger oder Zehen leicht massiert werden, sodass sich dieser Bezirk mit der Durchblutung wieder verbessern kann.

Gegen den Faktor Stress kann die/der Betroffene Entspannungsübungen, wie autogenes Training, Reiki oder die Muskelrelaxation nach Jacobsen erlernen.

Bildnachweis: sebra / stock.adobe.com

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Dr. Udo Döring

Dr. Udo Döring

Den Beruf des Heilpraktikers sieht er als Berufung an, indem er die unterschiedlichsten Informationen aus dem Bereichen der Naturheilkunde für ganzheitliche Gesundheitsberatung für Mensch und Tier hier weiter gibt.