Naturheilkunde

Menstruationsbeschwerden? Schafgarbe stoppt zu viel Blut und entkrampft

Menstruationsbeschwerden? Schafgarbe stoppt zu viel Blut und entkrampft
geschrieben von Andreas Brieschke

Schafgarbe, die „Augenbraue der Venus“, hilft bei Menstruationsbeschwerden. Sie unterstützt bei zu starker Regelblutung und entkrampft bei Regelschmerzen. Erfahren Sie mehr über Inhaltsstoffe und Wirkung dieser Heilpflanze. Über ihre Anwendung und mögliche Kombinationen informiert der Artikel.

Schafgarbe stillt Blutungen und entkrampft
Schafgarbe oder lateinisch Achillea millefolium gehört zur Familie der Korbblütler, Compositae. Sie hat eine Reihe von interessanten Wirkungen. Im Zusammenhang mit Menstruationsbeschwerden interessieren uns vor allem die entkrampfende und die blutstillende Wirkung. Einer ihrer alten Namen "Augenbraue der Venus" verweist uns deutlich darauf, dass auch Schafgarbe zu den "Frauenkräutern" zu rechnen ist.

Schafgarbe: die Pflanze
Schafgarbe ist eine sehr weitverbreitete Heilpflanze für Menstruationsbeschwerden. Sie liebt eher trockene Standorte und ist bei genauerem Hinsehen nicht zu verwechseln. Von weitem könnte man sie zwar für einen Doldenblütler halten, ihre weiße, manchmal rosafarbene Blüte ist jedoch eine Trugdolde. Die einzelnen Blütenästchen gehen eben nicht, wie bei den Doldenblütlern von einem Punkt aus.

Die kleinen, stecknadelkopfgroßen Blüten sind typische Korbblüten mit inneren Röhren- und äußeren Zungenblüten wie z. B. bei der verwandten Sonnenblume. Unverwechselbar und namensgebend sind die Laubblätter. Sie sind leicht behaart und sehr fein doppelt bis dreifach gefiedert. Der Name Millefolium bedeutet ja auch Tausendblatt.

Schafgarbe: die Verwandtschaft
In der Verwandtschaft der Schafgarbe, den Korbblütlern finden wir ein große Menge teils sehr bekannter Heilpflanzen, die wir teilweise ebenfalls bei Menstruationsbeschwerden einsetzen können: Wermut, Beifuß, Kamille, Sonnenhut (Echinacea), Mariendistel, Artischocke, Löwenzahn, Alant und viele andere.

Schafgarbe: Inhaltsstoffe und Wirkung
Als wesentliche Inhaltsstoffe finden wir vor allem grüne Gerbstoffe, Ätherische Öle und laktonische Bitterstoffe. Wie in allen Heilpflanzen natürlich in Spuren auch noch viele andere z. B. Mineralien. Generell möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass sich die Heilwirkungen der meisten Pflanzen mit den Inhaltsstoffen nur begrenzt erklären lassen. Pflanzen sind eben vollständige Lebewesen und nicht nur Behälter von chemischen Stoffen.

In Bezug auf Menstruationsbeschwerden lassen sich folgende Wirkungen erklären: Den Gerbstoffen können wir wohl die blutstillende Wirkung zuordnen. Schleimhäute werden repariert und eine zu starke Menstruation beruhigt sich. Auch bei Hämorrhidalblutungen kann ich immer wieder eine gute Wirkung beobachten.

Die ätherischen Öle (u. a. Azulen wie in der Kamille) wirken mit den Bitterstoffen zusammen entkrampfend. Die Schafgarbe ist außerdem galleflussfördernd und unterstützt die Regeneration der Leber, sowie die Verdauung.

Schafgarbe: Anwendung
Wir werden die Schafgarbe vor allem als Tee verwenden und drei Tassen täglich trinken. Sie kann als Einzeldroge getrunken werden und ist wie der Frauenmantel völlig unbedenklich. Schmecken tut sie nicht so berauschend, aber man gewöhnt sich an den bitteren Geschmack doch recht schnell. Dennoch wird man sie in der Regel in Teemischungen verwenden.

Zur Blutstillung bietet sich zum Beispiel die Kombination mit Schachtelhalm an. Zur Entkrampfung mit Melisse oder wer es bitter mag, bzw. im Akutfall mit Wermut. Na und bei Menstruationsbeschwerden sollte Frauenmantel immer dabei sein.

Über Ihren Experten

Andreas Brieschke

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