Naturheilkunde

Jiaogulan: Warum die Anti-Aging-Pflanze wirksamer ist als Ginseng

Jiaogulan: Warum die Anti-Aging-Pflanze wirksamer ist als Ginseng
geschrieben von Christian Goldmann

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) findet auch in Europa immer mehr Anhänger. Lassen Sie sich in diese uralte Heilkunde entführen, in der Heilkräuter ein wichtiger Bestandteil sind. Erfahren Sie, wie Jiaogulan, das “Kraut der Unsterblichkeit” im Garten oder auch im Kübel zu kultivieren ist.

Ginseng, das Heilmittel der Herrscher im alten China und Japan, gilt auch bei uns als anerkanntes pflanzliches Heilmittel. Zur Unterstützung des Immunsystems und besonders als Geriatrikum werden Präparate der heilkräftigen Wurzel verabreicht. Von einer Pflanze, die seit Jahrhunderten in Südchina angebaut wird, behauptet man, sie wirke wie Ginseng, sei aber besser als Ginseng: Jiaogulan (sprich: Dschiau-gu-lan), Gynostemma pentaphyllum. In der südchinesischen Provinz Guizhou ist der Anteil von über 100-Jährigen besonders hoch, was man auf den täglichen Genuss von Jiaogulan-Tee zurückführt. Dort wird Jiaogulan als “Pflanze der Unsterblichkeit” gerühmt.

Intensiver als Ginseng

Ginsengwurzeln enthalten 20 Saponine, während in Jiaogulan über 80 nachweisbar sind, die als Herzstärkungsmittel, Antioxidans, cholesterinsenkend, immunstärkend, stressbewältigend, stoffwechselfördernd, blutzuckersenkend etc. gelten. Werden bei Ginseng die Wurzeln verwendet, so kommen bei Jiaogulan die Blätter zum Einsatz.

Als Tee

Ein wohlschmeckender Tee lässt sich sowohl aus frischen als auch aus getrockneten Blättern bereiten. Der Geschmack erinnert an Lakritz. Junge Triebspitzen bereichern Salate mit einer exotischen Komponente.

Die Pflanze

Jiaogulan ist eine Rankpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Die Blätter sind handförmig geteilt und erinnern an die Blätter der Rosskastanie. In guter Erde wächst sie rasch und kann eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen. Schon nach wenigen Wochen lassen sich die ersten Blätter ernten. Werden die Blätter oft abgezupft, muss die Pflanze wöchentlich gedüngt werden.

Im Herbst zieht sie ein, um im nächsten Frühling aus ihren Rhizomen erneut auszutreiben. Sie verträgt Fröste bis zu -15 °C. Trotzdem ist eine Laubschüttung oder Reisigabdeckung ratsam. Wer im Winter nicht auf getrocknete Blätter zurückgreifen will, pflanzt Jiaogulan in Kübel und holt sie im Herbst ins Haus. Im Wintergarten entfaltet die grüne Rankpflanze durchaus dekorativen Reiz.

Jiaogulan ist als Saatgut oder vorgezogene Pflanze im Fachhandel für Kräuter erhältlich.

Bildnachweis: svehlik / stock.adobe.com

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