Naturheilkunde

Infekte bei Kindern? Thymian hilft vorbeugen

Infekte bei Kindern? Thymian hilft vorbeugen
geschrieben von Andreas Brieschke

In meiner Praxis für Naturheilkunde beginnt langsam die Hochsaison. Viele Eltern wünschen sich eine Stärkung ihrer Kinder, bevor die Infekte wieder losgehen. „Bloß nicht noch so einen Winter wie den letzten“ höre ich sehr oft. Lernen Sie Thymian kennen und anwenden. Es gibt keine bessere Pflanze, um Kinder vor Infekten zu schützen.

Infekte bei Kindern: Wissenswertes über das kindliche Immunsystem

„Menschen sind per se Frühgeburten“ wie einer meine alten Lehrer gerne drastisch formulierte. Viele Organe reifen erst nach der Geburt, so zum Beispiel Nieren und Lunge. Sie erreichen erst im Alter von zwei bis drei Jahren ihre volle Funktion.

Ähnliches gilt für das kindliche Immunsystem. Nach der Geburt noch von mütterlichen Antikörpern geschützt, trainiert der Säugling unermüdlich den Umgang mit seiner Umwelt und den vorhandenen Erregern. Dabei entwickelt er zunächst seine Darmflora, die von Stund an ein wichtiger Sparringspartner für sein Immunsystem ist.

Die darmwandständigen lymphatischen Gewebe und ihre Abwehrzellen werden durch die Darmflora stimuliert. Daher bitte Antibiotika nur zur Lebensrettung, nicht bei Banalinfekten. Ich erlebe allzu oft den Fall, dass Kinder aus der Antibiotikabehandlung gar nicht mehr rauskommen und alle vier Wochen den nächsten Infekt haben. Die Abwehr ist durch die ständige Zerstörung der Darmflora einfach platt.

Des Weiteren lernt das kindliche Immunsystem seine spezifische Abwehr aufzubauen. Insbesondere die Thymusdrüse spielt hier eine Riesenrolle. Sie ist gleichsam die „Schule der T-Lymphozyten“. Hier lernt die Abwehr vor allem die Unterscheidung zwischen Erregern und körpereigenem Gewebe.

Thymian zur Vorbeugung von Infekten bei Kindern

Thymian (lateinisch Thymus vulgaris) ist eine Pflanze aus der Familie der Lippenblüter (lateinisch Labiatae). Klein, ausdauernd und verholzend finden wir sie im Mittelmeerraum wild wachsend. In Mitteleuropa wächst ihr weniger heißer Verwandter, der Quendel (lateinisch Thymus serpyllus). Allein der lateinische Name legt schon den Bezug zur Thymusdrüse nahe, lässt sich aber wohl eher aus dem Wortstamm erklären.

Thymian enthält eine Reihe von ätherischen Ölen, unter anderem Thymol. Diese Substanz wirkt stärker antiseptisch als handelsübliche Desinfektionsmittel. Die Wirkung gegen Bakterien und Viren ist sicher.

Thymian enthält außerdem eine Reihe von Bitterstoffen und Gerbstoffen. In der Kombination, d. h. als ganze Pflanze, ist Thymian stark aromatisch. Er fördert und desinfiziert die Verdauung, stärkt also auch von dort aus den Lernprozess der Abwehr. Thymian wirkt außerdem entkrampfend, was man sich bei Husten zunutze machen sollte.

Anwendung von Thymian

In der Vorbeugung geben wir den Kindern morgens zum Frühstück eine Tasse dünnen Thymiantee. Ein halber gestrichener Teelöffel auf einen Viertel Liter Wasser ist ausreichend. Der Tee wird in der Regel gut angenommen, kann aber bei Bedarf mit Honig gesüßt werden. Diese Anwendung kann mit rhythmischen Unterbrechungen, zum Beispiel Pausen am Mittwoch oder am Wochenende, den ganzen Herbst und Winter durchgeführt werden.

Weitere Möglichkeiten verrät Ihnen sicher Ihr Heilpraktiker.

Bildnachweis: Fischer Food Design / stock.adobe.com

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