Naturheilkunde

Gute Laune statt Winterdepression: Johanniskraut hilft

Gute Laune statt Winterdepression: Johanniskraut hilft
geschrieben von Andreas Brieschke

In dieser Jahreszeit fällt es vielen von uns ein bisschen schwerer, die gute Laune zu bewahren. Erfahren Sie, wie Johanniskraut wirkt und angewendet wird. Außerdem werden noch andere Heilpflanzen vorgestellt, die Ihre gute Laune unterstützen können.

Gute Laune mit Heilpflanzen: Johanniskraut ist die unbestrittene Nummer eins

Sicher haben Sie schon einmal von Johanniskraut (lateinisch Hypericum perfoliatum) gehört. Es gilt als pflanzliches Antidepressivum. Es ist offiziell zur Behandlung von leichten und mittelschweren Depressionen zugelassen. Es gibt daher eine Vielzahl von teilweise hochdosierten Johanniskrautpräparaten.

Sollten Sie unter einer echten Depression leiden, sollten Sie in jedem Fall einen Behandler aufsuchen. Dieser könnte Ihnen dann auch Johanniskraut verordnen. Ich möchte mich in diesem Artikel mit dem „normalen“ Winterblues befassen und da hilft Johanniskraut prima. Es braucht allerdings keine hochdosierte und teure Pille. Der gemütliche Tee tut es in diesem Falle auch.

Gute Laune: Johanniskraut wirkt durch Licht

Johanniskraut erhöht die Photosensibilität, d. h. Ihre Lichtempfindlichkeit. Verantwortlich dafür ist insbesondere der enthaltene rote Farbstoff Hypericin. Es empfiehlt sich daher, im Sommer vorsichtig mit dem Sonnenbad zu sein, wenn Sie ein Johanniskrautpräparat einnehmen.

Im Winter ist es aber gerade diese Wirkung, die wir wollen. Johanniskraut sorgt dafür, dass wir das wenige vorhandene Licht besser ausnutzen können. Licht ist eine elementare Voraussetzung für gute Laune. Wir zünden Kerzen am Weihnachtsbaum an und Kerzen sollten uns auch im Januar begleiten. In der Behandlung echter Depression setzt man heutzutage ja auch auf Lichttherapie.

Johanniskraut: Die Pflanze

„Wer sie nicht kennte die Elemente…“

Johanniskraut, lateinisch Hypericum perfoliatum, ist eine recht häufige Pflanze aus der Familie der Hartheugewächse. Wir treffen Sie auf trockenen, heißen Wiesen oder am Waldrand. Sie wird etwa 60 cm hoch und blüht um Johanni, d. h. um die Sommersonnenwende am 21.Juni.

Die gelben, leicht ins orange tendierenden Blüten stehen in kleinen Büscheln, gerne bewohnt von kleinen schwarzen Käfern. Zerreibt man die Blüten zum Beispiel beim Sammeln für das bekannte Johanniskrautöl, bekommt man schnell dunkelweinrote Finger. Die Stängel sind hart und lassen sich leicht brechen.

Johanniskraut: Anwendung

3 Tassen Tee täglich sollten für unsere Zwecke genügen. Da Hypericum nicht besonders toll schmeckt, kann man es gerne in einer Mischung verwenden. Hilfreiche Pflanzen wären zum Beispiel Rosmarin, Zimtrinde und Ingwer. Die Hälfte Johanniskraut und der Rest zu gleichen Teilen und schon hat man einen wohlschmeckenden, wärmenden und abwehrstärkenden Tee gebraut.

Eine andere mögliche Anwendung wären Massagen oder Einreibungen mit Johanniskrautöl. Die Naturheilkunde bietet neben Hypericum eine Reihe weiterer Möglichkeiten unseren „Lichtstoffwechsel“ zu verbessern. Verschiedene andere   Heilpflanzen, aber auch Schüssler Salze und Nahrungsmittel können hilfreich sein.

Bildnachweis: fotomarekka / stock.adobe.com

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Andreas Brieschke