Naturheilkunde

Die Petersilie in der Heilkunde

Die Petersilie in der Heilkunde
geschrieben von Kirsten Marini

Die Petersilie gehört zu den häufig verwendeten Kräutern in unserer Küche. Was den Wenigsten bekannt ist, dass es sich bei ihr auch um eine alte Heilpflanze handelt. Bei welchen Beschwerden kann Ihnen die Petersilie helfen und wie unterstützt sie uns, damit wir im Leben bewusster werden?

Petroselinum crispum

Die Geschichte der Petersilie reicht bis in die antike Zeit und stammt wahrscheinlich aus dem Osten des Orients. Damals war sie eher als Heilpflanze bekannt und wurde weniger in der Küche verwendet. Bei den Römern galt sie als Stärkungsmittel für die Gladiatoren, um deren Mut und Muskelmasse aufzubauen. Die Griechen verwendeten das Kraut als harntreibendes Mittel. In der „Materia medica“ von Dioskurides wird die Petersilie als menstruationsförderndes, blähungstreibendes Mittel gegen Seiten-, Nieren-, und Blasenschmerzen beschrieben.

Auch in Deutschland hat die Petersilie eine lange Tradition. Schon Karl der Große erwähnte sie als Kulturpflanze. Mitte des 12. Jahrhundert kamen zu den antiken Erkenntnissen weitere Anwendungsmöglichkeiten hinzu. Man verwendete die Petersilie frisch, um Mückenstiche und Geschwüre zu behandeln. Außerdem galten ihre Samen in der Volksmedizin als wirksames Abtreibungsmittel für Frauen und als Potenzmittel für Männer.

Die Anwendung von Petersilie heute

Der wohlbekannte Geschmack der Petersilie rührt von ihren ätherischen Ölen her, deren Zusammensetzung u.a. aus Apiol und Myristicin besteht. Des Weiteren besitzt sie einen hohen Anteil an Vitamin A und C, welches sie in der Krebstherapie interessant macht. Wissenschaftlich anerkannt ist die Anwendung von Petersilienkraut und -wurzel zur Durchspülungstherapie der Nieren bei Harnwegserkrankungen sowie vorbeugend gegen Nierengrieß. Bei allgemeinen Magen-Darm-Beschwerden und im Verdauungsprozess kann die Petersilie hilfreich wirken.

Zubereitung als Tee

1 Esslöffel Petersilienkraut mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10-15 Minuten ziehen lassen. Zur Entwässerung drei Mal täglich eine Tasse trinken und reichlich Wasser zu sich nehmen (nicht bei eingeschränkter Nieren- und Herzfunktion).

Einer der Inhaltsstoffe kann bei hoher Dosis Krämpfe im Uterus auslösen und sollte daher in der Schwangerschaft nicht übermäßig verwendet werden. Ebenfalls kann es bei lichtempfindlichen Menschen zu Hautreizungen kommen, wenn nicht ausreichend auf Sonnenschutz geachtet wird.

Bildnachweis: nblxer / stock.adobe.com

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Kirsten Marini