Naturheilkunde

11 Heilwirkungen des Klapperschwamms (Maitake)

11 Heilwirkungen des Klapperschwamms (Maitake)
Dr. Udo Döring
geschrieben von Dr. Udo Döring

Bei der Vielzahl an bereits beschriebenen Vitalpilzen und deren Heilwirkungen auf den menschlichen und auch tierischen Organismus möchte ich den Maitake auf keinem Fall unerwähnt lassen. Er ist ein großer Speisepilz und kann darüber hinaus gegen viele Erkrankungen des Alltages gut eingesetzt werden.

Maitake bedeutet von Japanischen ins Deutsche übersetzt so etwa wie der “Tanzende Pilz”. Dieser Vitalpilz wurde wissenschaftlich am häufigsten klinisch und labortechnisch untersucht. So konnten seine Vorzüge auf den menschlichen und auch tierischen Organismus weitgehend labortechnisch untersucht werden. Hierbei wurden die Bioaktivsubstanzen isoliert und konnten so festgestellt werden. Es handelt sich bei dem Vitalpilz um einen sogenannten “Tausendsassa” mit großer Heilwirkung. Es wurden unter anderem folgende Bioaktivstoffe gefunden

Bioaktivsubstanzen des Maitake-Vitalpilzes sind:

  • gesättigte und ungesättigte Fettsäuren
  • Polysaccharide zur Steigerung des Immunsystems
  • Ballaststoffe und Kohlenhydrate für eine optimale Verdauungsfunktion
  • Vitamin B1 (Thiamin)
  • Vitamin B2 (Riboflavin)
  • Vitamin B3 (Niacin)
  • Vitamin B5 (Pantothensäure)
  • Vitamin B9 (Folsäure)
  • hoher Anteil an Ergosterin, Vorstufe des Vitamin D3 (für ein gut funktionierendes Immunsystem und zum Einbau des Kalziums direkt in die Knochen). Es handelt sich hierbei um ein Sterin, das Bestandteil der Zellmembranen ist.

Mineralien, wie z. B.:

  • wenig Natrium
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium und
  • Mangan

Spurenelemente, wie z. B.:

  • Kupfer
  • Eisen
  • Phosphor
  • Zink

Er kommt in europäischen und asiatischen feuchten Laubwäldern am Fuße von Kastanien, Linden, Buchen und hauptsächlich an Eichen vor. Seine Treibphase hat er in der Zeit zwischen August und Oktober. Man erkennt ihn an den graubraunen überlappenden Fruchtkörpern, die wie buschige Schwanzfedern der brütenden Hühner aussieht.

Als Speisepilz entwickelt er beim Kochen einen hervorragenden Geschmack, der zwar intensiv wahrgenommen wird, jedoch zu vielen fleischlosen Gerichten gut gegessen werden kann. Er eignet sich hervorragend für Soßen und Suppen, zum Panieren von Fleisch und Fisch.

Im lateinischen und auch medizinischen Bereich wird er Grifola frondosa genannt. Dies bezieht sich auf das Beta-D-Glucan Grifolan, welches das Immunsystem und zwar speziell die Makrophagen, die sogenannten Fresszellen stimuliert und entsprechend zum Einsatz bringt.

So wirken die bioaktiven Inhaltsstoffe antientzündlich und gegen spezielle Tumorzellen bereits bei der Entstehung. Seine spezielle Wirkung wurde labortechnisch bei folgenden Tumorarten erfolgreich eingesetzt:

  • Mamma-Tumorzellen
  • Lungen-Metastasen und Lungen-Tumore
  • Leber- und Bauchspeicheldrüsen-Tumore und auch
  • bei malignen (bösartigen) Prostata-Krebsgeschwulste

So half dieser Vitalpilz im Zusammenhang mit einer Strahlen- & Chemotherapie das gesunde Gewebe zu schützen und das befallene tumorartige Gewebe zu zerstören und mit Hilfe der Immunzellen abzutragen.

Des Weiteren wurde in klinischen Studien bewiesen, dass die durchgeführten Strahlen- und Chemotherapie von den betroffenen Patienten besser vertragen wurden. Die Erklärung liegt, wie bei allen Vitalpilzen, in der Entgiftungsfunktion. So unterstützt dieser Medizinal- und Vitalpilz die Leber und Nieren. Somit ist eine effektive Entgiftung des menschlichen als auch tierischen Organismus gewährleistet.

So kann dieser Vitalpilz in Kombination mit den anderen bereits beschriebenen Vitalpilzen prophylaktisch (vorbeugend) gegen die oben aufgeführten Tumore gut eingesetzt werden.

Durch seinen relativ hohen Anteil an Ergosterin (Vorstufe für das Vitamin D3) wird das Kalzium wesentlich besser in den Knochen aufgenommen und gespeichert. Erstens wird eine Osteoporose positiv in der Prophylaxe, als auch bei einer bestehenden Erkrankung behandelt und zweitens eine Vorbeugung zur Arteriosklerose und seine Folgeerkrankungen positiv vorangetrieben.

Durch seine harmonischen Mixtur an Wirksubstanzen wird das Abwehrsystem des Organismus gestärkt und gleichzeitig stabilisiert. Es reguliert sanft den Blutdruck, sowohl bei erhöhtem als auch bei einem niedrigen Blutdruck. Durch den positiven Effekt auf das HDH-Cholesterin (es wird gesenkt und das LDL angehoben) und die gesamte Fettsäure-Aufnahme setzt es gleichzeitig einen Schutz gegen Herzinfarkte und Schlaganfälle. Denn so wird automatisch auch das Arteriosklerose Risiko hinabgesetzt.

Durch die oben aufgeführten Bioaktivsubstanzen wirkt dieser Vitalpilz auch antidiabetisch. Dies bedeutet, dass er die Möglichkeit hat, den Blutzuckerspiegel bei Diabetes mellitus Typ II positiv zu gestalten, en Blutzuckerspiegel also sanft zu senken.

Vorsorgliche und bestehende Linderung von Beschwerden

Der Vitalpilz kann in Kombination mit den anderen Vitalpilzen bei folgenden Erkrankungen vorsorglich und auch bei bestehenden Leiden eingesetzt werden (die genaue Kombination bei bestehenden Erkrankungen erfahren Sie von einem erfahrenen Mykotherapeuten):

  • wirkt positiv bei diätischen Behandlungen (wie z.B. bei einer bestehenden Adipositas)
  • reduziert den Blutzuckerspiegel, indem es die Sensibilität der Glukose auf die Zielzellen erhöht und somit den Blutzuckerspiegel positiv beeinflusst
  • verringert die Triglyzeride und das HDH-Cholesterin und steigert das LDL-Cholesterin, welches für die Zellmembranen, Arterien und Venen sehr wichtig ist
  • Absenkung des Blutdrucks bei Hypertonie und/oder Heraufsetzung des Blutdruckes bei bestehender Hypotonie
  • Vorsorge und adjuvante (begleitende) Therapie von Lungen-, Leber-, Mamma-, Pankreas- und Prostata-Tumoren (Haut-, Eierstock- und Magen-Karzinome werden zurzeit noch labortechnisch untersucht)
  • Schwächung der toxischen Nebenwirkungen einer Chemo- oder Strahlentherapie
  • Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie Erkrankung der Herzkranzgefäße, Herzrhythmusstörungen und auch Herzinfarkt bzw. Schlaganfällen)
  • wirkt positiv beim Reizdarm-Syndrom
  • hilfreich als Vorsorge und bei einer bestehenden Osteoporose
  • antidiabetische Wirkung bei Diabetes mellitus Typ II
  • Leber unterstützende Effekte, wie Schutz der Leber und auch Schutz vor Entzündungen der Leber (Hepatits), etc.

Wie Sie erkennen können ist dieser Vitalpilz, wie auch die anderen Medizinalpilze gut für eine Gesundheitsvorsorge und auch bei bestehenden Beschwerden einsetzbar. Beim Einsatz der Vitalpilze sollte vor der Einnahme immer auf eine gute Qualität geachtet werden. Diese Qualität sollte frei von umweltschädlichen Faktoren (z.B. Umweltgifte und Radioaktivität) sein, da Ihr Organismus diese Toxine mit aufnehmen kann.

Für weitere Fragen stehen Ihnen mit Sicherheit, auch in der Nähe Ihres Wohnortes ein mykotherapeutischer Heilpraktiker oder auch Schulmediziner gerne beratend zur Seite. Falls dies nicht der Fall sein sollte, so steht Ihnen mein Praxisteam und auch ich gerne für Fragen zur Verfügung.

Bildnachweis: Brent Hofacker / stock.adobe.com

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Dr. Udo Döring

Dr. Udo Döring

Den Beruf des Heilpraktikers sieht er als Berufung an, indem er die unterschiedlichsten Informationen aus dem Bereichen der Naturheilkunde für ganzheitliche Gesundheitsberatung für Mensch und Tier hier weiter gibt.