Gesundheit

Muskelkrämpfe – Ursachen und Behandlung

Muskelkrämpfe – Ursachen und Behandlung
geschrieben von Burkhard Strack

Gehören auch Sie zu den vielen Deutschen, die regelmäßig an Muskelkrämpfen leiden? Was sind die Ursachen der schmerzhaften Muskelverspannungen? Wie können Sie Muskelkrämpfe und nächtliche Wadenkrämpfe selbst behandeln? Ist eine Magnesiumeinnahme bei Muskelkrämpfen sinnvoll? Warum hilft Chinin gegen Muskelschmerzen?

Fast die Hälfte der Deutschen ist von Muskelkrämpfen betroffen. Die Tendenz ist steigend, denn immer mehr Personen klagen über schmerzende Muskeln. Meist sind ältere Menschen von den Muskelverspannungen betroffen, doch auch jüngere Personen können regelmäßig Muskelkrämpfe bekommen. Besonders Sportler und Menschen, die ihre Muskeln im Beruf stark beanspruchen, leiden öfters an Muskelverspannungen. Die Muskelkrämpfe an sich sind keine Erkrankung, sondern vielmehr ein Symptom.

Was können die Ursachen der Muskelkrämpfe sein?

  • Durchblutungsstörungen
  • Überbeanspruchung der Muskeln
  • Mineralstoffmangel
  • Stress
  • Medikamenteneinnahme
  • orthopädische Ursachen (zum Beispiel Fehlstellungen)
  • Erkrankungen (z. B. Diabetes, Fibromyalgie oder das Restless-Legs-Syndrom)

Ist die Einnahme von Magnesium bei Muskelkrämpfen sinnvoll?

Wenn die Ursache für die Muskelkrämpfe in einem Magnesiummangel begründet ist, hilft es, ein Magnesiumpräparat einzunehmen. In vielen Fällen liegt jedoch nicht nur ein Magnesiummangel vor, sondern auch ein Mangel an anderen Mineralstoffen. Dies sind vor allem Calcium und Kalium.

Deshalb empfehle ich Ihnen, bei Muskelkrämpfen, die durch einen Mineralstoffmangel ausgelöst werden, ein Kombinationspräparat mit Magnesium, Calcium und Kalium einzunehmen. Haben sich Ihre Beschwerden nach einer regelmäßigen zweiwöchigen Einnahme nicht gebessert, ist die Ursache der Muskelkrämpfe vermutlich nicht auf einen Mineralstoffmangel zurück zu führen. Lassen Sie in diesem Fall die Ursache Ihrer Muskelkrämpfe von einem Arzt abklären.

Warum kann Chinin bei der Behandlung von Muskelkrämpfen helfen?

Chinin wird aus der Rinde des mittelamerikanischen Cinchona-Baumes gewonnen. Das Chininsulfat (dies ist die pharmazeutische Zubereitung des Chinins) wird mit großem Erfolg zur Behandlung von Muskelkrämpfen eingesetzt. Chininsulfat wirkt entspannend, dies geschieht direkt auf den verkrampften Muskel. Es ist nicht – wie viele andere Präparate – über das Gehirn wirksam. Chininsulfat verzögert die Reizübertragung und verringert die Empfänglichkeit der Muskelzellen für die Reize. So können die Muskelkrämpfe gezielt gelöst werden, unabhängig davon, wodurch sie ausgelöst wurden.

Tipp: Nehmen Sie bei Muskelkrämpfen pro Tag etwa 200 mg Chininsulfat ein. Bei stärkeren Beschwerden können Sie maximal bis zu 400 mg Chininsulfat pro Tag einnehmen.

Bildnachweis: Myst / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.