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Mundgesundheit: Gute Zahnpasta – Worauf müssen Sie achten?

Mundgesundheit: Gute Zahnpasta - Worauf müssen Sie achten?
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geschrieben von Dijana Dittrich

Was kennzeichnet eine gute Zahnpasta? Alle versprechen einen Schutz vor Karies und Paradontose und weißere Zähne. Doch was ist dran an den Versprechungen? Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Zahnpastakauf achten müssen.

Kennen Sie das? Sie stehen vor dem langen Regal in der Kosmetikabteilung und fragen sich: Welche Zahnpasta nehme ich denn, welche ist die beste und wo ist der Unterschied zwischen der einen und der anderen?

Gute Zahnpasta: Was ist drin?

Eine handelsübliche Zahnpasta enthält bestimmte Bestandteile, die ihre jeweilige Wirkung erfüllen sollen. Putzkörper, Feuchthaltemittel, Bindemittel, Schaummittel, Süßstoffe, Konservierungsmittel, Geschmacksstoffe, Farbstoffe und Aqua. Außerdem sollten sie spezielle therapieunterstützende Wirkstoffe enthalten, die der Kariesvorbeugung, der Vorbeugung vor Zahnfleischentzündungen, zur Hemmung der Zahnsteinbildung und Desensibilisierung überempfindlicher Zahnhälse dienen.

Putzkörper

Putzkörper sind zu einem hohen Anteil in jeder Zahnpasta enthalten. Die am gebräuchlichsten sind Silikate. Weiterhin kann es sich um Aluminiumoxid-Trihydrat, Kalziumkarbonat, unlösliches (insoluable), Natriumhexametaphosphat (IMP), Siliziumdioxid oder Natriumhydrogenkarbonat.Sie unterstützen die Reinigung mit der Zahnbürste. Die Reinigungswirkung ist von der Wahl der Putzkörper und deren Abrasivität (=RDA Wert) abhängig.

Eines von vielen möglichen Entscheidungskriterein für die Wahl einer Zahncreme ist mit dem RDA Wert die Abrasion. Dieser Wert gibt die Schleifwirkung der Zahncreme an. Während es für den Zahnschmelz, der extrem hart ist, wie abrasiv eine Zahnpasta ist, kann das Dentin im Zahnhalsbereich, vor allem bei freiliegenden Zahnhälsen, sehr empfindlich reagieren.

Vor allem bei falscher Putztechnik entstehen durch die Schmirgelstoffe keilförmige Defekte an den Zahnaußenflächen. Aber auch herausnehmbarer Zahnersatz, z. B. Vollprothesen zum Ersatz aller Zähne, kann durch stark abrasive Zahnpasten geschädigt werden. Normale Zahncremes weisen Werte zwischen 60 bis 80 auf, RDA-Werte über 100 sind als deutlich zu hoch zu bewerten, Werte unter 60 als gut, unter 40 als sehr gut zu bewerten.

Feuchthaltemittel

Feuchthaltemittel geben der Zahnpasta ihre Geschmeidigkeit und schützen sie vor Austrocknung.

Die am häufigsten verwendeten Feuchthaltemittel sind:Glycerin, Sorbit, Xylit und Propylenglykol.

Bindemittel

Bindemittel werden als Verdickungs- und Stabilisierungsmittel verwendet. Sie verhindern die Trennung der Feuchtigkeit von den festen Bestandteilen der Paste.
Die am häufigsten verwendeten Bindemittel sind:Alginat, Carrageenan, Methylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose.

Schaummittel/Tenside

Tenside sind waschaktive Substanzen, die abgelagerte Fremdstoffe auf der Zahnoberfläche wegspülen. Natrium-Larylsulfat ist hier am gebräuchlichsten, da es geschmacksneutral ist und gut schäumt. Es ist jedoch wissenschaftlich erwiesen, dass in der Zahnpasta vorkommende Tenside, vor allem das NLS, die Mundflora schädigen, die Mundschleimhaut reizen und zur Aphtenbildung führen.

Weiterhin hat sich gezeigt, dass NLS nur die nützlichen Bakterien im Mund schädigt, während Streptokokken enthalten bleiben. Mittlerer Weile gibt es auch Natriumsulfat-freie Zahnpasta. Weitere Zusätze, auf die es verzichten werden kann, sind Aroma,- Farbstoffe, Konservierungs -und- Süßstoffe sowie Parfüme.

Süßstoffe

Süßstoffe dienen zur Geschmacksverbesserung.

Die am häufigsten verwendeten Süßstoffe sind: Saccharin, Aspartam.

Geschmacksstoffe

Geschmacksstoffe geben der Zahnpasta einen frischen und belebenden Geschmack. Als Geschmacksstoffe werden häufig verwendet: Pfefferminzöl, Nelkenöl, Anisöl, Fenchelöl, Menthol.

Farbstoffe

Farbstoffe sind meist nur in geringen Mengen den Zahncremes zugesetzt.

Die am häufigsten verwendeten Farbstoffe sind: Titandioxid/Weißpigment, Patentblau V, Chlorophyllin, Chinolingelb.

Konservierungsstoffe

Konservierungsstoffe gewährleisten die Haltbarkeit der Zahnpasta.

Konservierungsstoffe sind: Methylparaben, Propylparaben.

Spezielle Therapieunterstützende Wirkstoffe

Diese sollten die Zahncremes ebenfalls enthalten:

  • Schutz vor Karies: Spezielle Zusätze geben den Zahnpasten ihre therapieunterstützende Wirkung. So werden zum Schutz vor Karies Fluoride wie z. B: Natriummonofluorphosphat, Aminfluorid, Natriumfluorid, Zinnfluorid den Pasten zugesetzt.
  • Kräftigung des Zahnfleisches :Zur Kräftigung des Zahnfleisches werden Aluminiumlaktat, Azulen, Vitamin A, Kräuterextrakte (Arnika, Myrrhe, Salbei u. a.), Meersalz eingesetzt
  • Schutz vor Zahnsteinneubildung: Zum Schutz vor Zahnsteinneubildung werden manchen Zahnpasten lösliche Phosphate, Zinkcitrat-Trihydrat, Diphosphonate zugesetzt.
  • Schutz vor empfindlichen Zahnhälsen: Zum Schutz von empfindlichen Zahnhälsen werden speziellen Zahnpasten Kaliumnitrat, Strontiumchlorid, Kaliumchlorid, Fluorid-Verbindungen zugesetzt. Untersuchungen erwiesen eine deutliche Verringerung der Beschwerden bis hin zur völligen Schmerzfreiheit bei immerhin 60% der Testteilnehmer.

Kinderzahnpasten mit verringertem Fluoridgehalt

Für Kinder werden spezielle Kinderzahnpasten mit verringertem Fluoridgehalt (maximal 500 Milligramm pro Kilogramm) angeboten. Diese Zahnpasten sollten ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes angewendet werden. Bis zum 2. Geburtstag sollte damit 1 x täglich, danach 2 x täglich geputzt werden.

Zum Zähneputzen sollte stets nur eine erbsengroße Portion benutzt werden. Ab Schuleintritt kann mit einer Zahnpasta mit dem normalen Fluoridgehalt von 1000 bis 1500 Milligramm pro Kilogramm geputzt werden.

Zahnpasten für weiße Zähne

Was macht die Zahnweiss Zahncreme so besonders? Weißmacher-Zahncremes enthalten meist größere Schleifkörper, die die Zahnhartsubstanz angreifen und Verfärbungen auf der Zahnoberfläche entfernen. Um die Zahnsubstanz nicht zu schädigen, sollte diese Art von Zahncremes nur gelegentlich verwendet werden.

Auf manchen Zahnweiss Zahncremes ist der Abrasionsgrad als RDA-Wert vom Hersteller angegeben. Werte um 40-80 RDA sind für den täglichen Gebrauch empfehlenswert. Erfahrungsgemäß und Berichten meiner Patienten hat sich die Zahncreme Pearl & Dents sehr gut bewährt. Diese Zahncreme besitzt feine Kügelchen, die mit einem niedrigem RDA-Wert von 45 schonend die Verfärbungen entfernt.

Bildnachweis: Victor Moussa / stock.adobe.com

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