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Was hilft gegen Spannungskopfschmerzen?

Was hilft gegen Spannungskopfschmerzen?
Andrea Fettweis
geschrieben von Andrea Fettweis

Einige Menschen haben noch nie Kopfschmerzen gehabt, andere hin und wieder, viele häufig und zum Teil so heftig, dass sie kaum noch auszuhalten sind. Es gibt 100 verschiedene Arten davon und oft sind sie ein Symptom für eine andere Erkrankung. Am häufigsten kommt neben der Migräne der Spannungskopfschmerz vor. Was können Sie dagegen tun?

Symptome des Spannungskopfschmerzes

Spannungskopfschmerzen äußern sich durch ein reifen- oder schraubstockartiges Druckgefühl im Kopf, das von mäßigem bis heftigem Ausmaß sein kann. Gelegentlich zieht der Schmerz auch vom Nacken bis zur Stirn oder umgekehrt und kann von Schlafstörungen oder Gereiztheit begleitet sein. Bei leichter Bewegung bessern sich die Schmerzen eher.

Schmerzmittel nicht unkontrolliert nehmen

Tückischerweise helfen die üblichen Schmerzmittel nicht oder sie lassen in der Wirkung schnell nach, sodass die Versuchung groß ist, mehr davon zu nehmen. Eine unkontrollierte Einnahme ist jedoch nicht hilfreich, im Gegenteil: Sie kann schwere  Organschädigungen nach sich ziehen! Eine bessere Maßnahme wäre, sich eine Auszeit zu nehmen, an die frische Luft zu gehen oder Entspannungsübungen wie die Muskelentspannung nach Jacobsen zu machen.

Spannungskopfschmerzen vorbeugen

Wenn Sie häufiger Spannungskopfschmerzen haben, sollten Sie Ihren Tagesablauf regelmäßig gestalten, sodass er Phasen enthält, in denen Sie durchatmen können. Stehen Sie jeden Tag zur gleichen Zeit auf und gehen Sie zur gleichen Zeit ins Bett, auch am Wochenende. Schlafen Sie ausreichend, damit sich der gesamte Organismus währenddessen erholen kann. Alkohol und Tabakkonsum sollten am besten gemieden werden, da sie typische Auslöser von Kopfschmerzen sind.

Leichte Bewegung entspannt

Bringen Sie Bewegung in Ihr Leben, und wenn es nur einfache Spaziergänge sind, die Sie mindestens dreimal pro Woche in Ruhe genießen. Anstrengende Sportarten sind zunächst weniger empfehlenswert, bis sich der Körper erholt hat und Sie kaum noch Kopfschmerzen haben. Erst dann können Sie einen Gang höher schalten und sich auch an Aktivitäten wagen, die mehr Kraft fordern. Steigern Sie sich langsam.

Hilfe beim Facharzt suchen

Sollten sich die Beschwerden nicht bessern, suchen Sie einen Neurologen auf. Er kann spezielle Untersuchungen vornehmen und so herausfinden, unter welchem Kopfschmerztyp Sie leiden. Er wird Ihnen geeignete Medikamente verordnen und weitere Tipps geben. Mithilfe eines kleinen Online-Tests der Apotheken-Umschau können Sie selbst vorfühlen, ob Sie wahrscheinlich unter Spannungskopfschmerzen leiden oder nicht.

Bildnachweis: Picture-Factory / stock.adobe.com

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Andrea Fettweis

Andrea Fettweis

Andrea Fettweis sammelte durch ihre vielseitige Tätigkeit als Pharmazeutisch-technische Assistentin über 20 Jahre lang Erfahrungen in öffentlichen Apotheken, die sie ständig durch private medizinische Studien ergänzte. Seit 1995 schreibt sie für eine Fachzeitschrift des Deutschen Apothekerverlags, schloss ein Studium für Journalismus ab und ist seitdem u. a. für mehrere Online-Magazine als Autorin und Redakteurin tätig. Für experto.de schreibt sie aktuell über gesundheitliche Themen mit den Schwerpunkten Naturheilkunde, chronische Krankheiten, Ernährung, Pharmazie sowie Körper & Seele.