Ständige Müdigkeit: diese Ursachen kann es dafür geben

Sie sind ständig müde und schlapp, obwohl sie viel schlafen? Dann könnte eine Erkrankung für Ihre Müdigkeit verantwortlich sein. Lesen Sie hier, welche Ursachen hinter der ständigen Müdigkeit stecken können.

Wenn Sie sich öfters müde und schlapp fühlen, liegt das in den meisten Fällen an zu wenig oder nicht erholsamem Schlaf. Doch wenn man immer müde ist und ausreichend schläft, kann auch eine Erkrankung vorliegen.

Krankheiten als Ursache von ständiger Müdigkeit

Müdigkeit kann als Begleitsymptom verschiedener Erkrankungen oder auch durch Einnahme verschiedener Medikamente auftreten.

  • Eisenmangel
  • Schlafstörungen (Schlafapnoe)
  • Stoffwechselstörungen
  • Infektionskrankheiten
  • Stress
  • Ungesunde Ernährung
  • Seelische Störungen

Dies sind nur einige Erkrankungen, bei denen eine ständige Müdigkeit auftreten kann. Wenn eine Erkrankung als Ursache in Frage kommt, dann ist die Müdigkeit meist nicht das einzige Symptom. In der Regel sind weitere Beschwerden neben der ständigen Müdigkeit zu beobachten.

Nicht nur körperliche Erkrankungen, sondern auch psychische Faktoren können Ursache für ständige Müdigkeit sein. Anhaltender Stress im Beruf oder in der Familie kann den Schlaf massiv beeinträchtigen.

Geht die Müdigkeit mit anhaltender Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Abgeschlagenheit einher, könnte eine depressive Verstimmung oder eine Depression vorliegen. Menschen, die an einer Depression leiden, finden am Abend meist nur sehr schwer in den Schlaf. Sie wachen während der Nacht häufiger auf und können ab dem frühen Morgen gar nicht mehr schlafen. Typisch ist ein „Morgentief“ mit Müdigkeit, welches sich im Laufe des Tages bessert. Wenn sie ständig müde sind und sich antriebslos, niedergeschlagen und leer fühlen, sollten Sie darüber nachdenken, sich psychologische Unterstützung zu holen.

Nicht zuletzt kann die Lebenssituation Einfluss auf den Schlaf haben. Erhöhter Alkoholkonsum, Lärm oder Schichtdienst sind häufig Ursache eines nicht erholsamen Schlafes und führen zu erhöhter Tagesmüdigkeit.

Die Müdigkeit kann nur leicht ausgeprägt sein und den Betroffenen nur wenig beeinträchtigen. Liegt ein chronisches Müdigkeitssyndrom vor, so sind die Patienten in ihrem täglichen Leben und ihrer Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Zunächst sollten Sie ein Schlaftagebuch führen. Mit diesem können Sie ermitteln, ob sie ausreichend schlafen und ob ihr Schlaf erholsam ist. Notieren Sie über einen längeren Zeitraum die Schlafdauer und das Befinden am Tag. Erwachen Sie erfrischt oder unausgeruht? Sind Sie wirklich den ganzen Tag über müde oder nur zu bestimmten Zeiten?

Wenn Sie nicht das Gefühl haben, sie schlafen zu wenig oder zu schlecht, sollten Sie einen Arzt aufsuchen um eventuelle Erkrankungen auszuschließen.

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