Schlaganfall

Schlaganfall vermeiden: Prophylaxe ist möglich und sinnvoll

Schlaganfall vermeiden: Prophylaxe ist möglich und sinnvoll
geschrieben von Burkhard Strack

Es kann so schnell gehen – bei einem Schlaganfall zählt jede Minute und dennoch sterben ein Drittel aller Betroffenen an den Folgen des Hirninfarktes oder einer Hirnblutung. Viele Patienten wussten zuvor Bescheid über ihr erhöhtes Schlaganfallrisiko, haben aber zu wenig getan, um vorzubeugen. Dabei ist auch beim Schlaganfall prophylaktisches Handeln möglich.

Ein hohes Risiko einen Schlaganfall zu erleiden haben zum Beispiel Menschen mit einem unbehandelten Bluthochdruck. Aber auch einfache Maßnahmen im täglichen Leben wie eine Ernährungsumstellung sind je nach den Umständen schon ein wertvoller Beitrag zur Schlaganfall-Vorbeugung. Häufig bieten Krankenkassen eine kostenlose Beratung zum Thema „Schlaganfall“ an.

Erhöhtes Schlaganfall-Risiko – wer ist betroffen und was kann man tun?

Die umfangreiche Forschung der letzten Jahre hat das Wissen über den Schlaganfall enorm vergrößert und dabei geholfen, die schwere Erkrankung besser zu verstehen. Auch wenn bis heute in fast einem Drittel der Fälle die Ursache des Schlaganfalls unbekannt bleibt, so sind doch viele Risikofaktoren bekannt und gut untersucht.

In vielen Fällen können die Betroffenen selbst Maßnahmen ergreifen, um ihr individuelles Schlaganfallrisiko zu senken:

RisikofaktorAuswirkungenGegenmaßnahme
ArterioskleroseAblagerungen in den Blutgefäßen, sogenannte Plaque, die sich lösen und so den Schlaganfall direkt auslösen.Erkrankungen und Lebensgewohnheiten, die die Bildung der Plaque begünstigen, abstellen. Ernährungsgewohnheiten anpassen.
ÜbergewichtBegünstigt die Bildung von Arteriosklerose und Bluthochdruck.Abnehmen, am besten über eine Ernährungsumstellung auf gesunde Vollwertkost.
RauchenRauchen erhöht die Gerinnungsbereitschaft des Blutes und macht es außerdem dickflüssiger. Das erhöht das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln enorm.

Außerdem Verstärkung des Bluthochdrucks und der Arteriosklerose.

Aufhören zu rauchen. Das Schlaganfallrisiko sinkt binnen fünf Jahren auf den Wert eines Nichtrauchers.
BluthochdruckNegative Auswirkungen auf die Flexibilität der Blutgefäße und schlechte Versorgung des Gewebes.Korrektur der Lebensgewohnheiten, wenn möglich.

Behandlung mit Medikamenten.

Erhöhte BlutfettwerteOft in Kombination mit Übergewicht. Begünstigt die Arteriosklerose.Abnehmen oder, wenn nötig, Behandlung mit Medikamenten.

Unbedingt empfehlenswert ist regelmäßige Bewegung. Ausdauersportarten wie Schwimmen, Spazierengehen oder Fahrradfahren sind in jedem Alter möglich. Außerdem empfiehlt es sich, Wert auf eine gesunde Ernährung zu legen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sowie Antioxidantien ist. Beides senkt das Arteriosklerose-Risiko und damit auch direkt das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

Bei erhöhtem Risiko: Blutverdünner überlebenswichtig 

Patienten, die bereits einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten haben oder entsprechende Blutwerte aufweisen, erhalten vom Arzt meist einen Blutverdünner zur Dauermedikation. Die Einnahme ist sehr wichtig und muss regelmäßig und zuverlässig erfolgen.

Bildnachweis: djoronimo / Adobe Stock

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.