Schlaganfall

Die Diagnose des Schlaganfalls – was passiert im Krankenhaus?

Die Diagnose des Schlaganfalls – was passiert im Krankenhaus?
geschrieben von Burkhard Strack

Werden die Symptome schnell genug erkannt, bestehen die besten Chancen für eine rechtzeitige Behandlung des Schlaganfalls. Auch der Notarzt prüft auf die bekannten Symptome und lässt den Betroffenen dann schnellstmöglich auf eine Spezialstation einliefern. Dort wird die Diagnose Schlaganfall bestätigt und weitere Untersuchungen durchgeführt.

Die ersten Symptome wie Seh- oder Hörstörungen, Schwindel, Lähmungen oder Verständnisschwierigkeiten sind ein wichtiger Hinweis und oft genug Grund für eine erste Behandlung. In der Stroke-Unit untersuchen die Ärzte dennoch weiter, um die Ursache und die Schwere des Schlaganfalls zu ermitteln.

Erste Diagnose und Hilfe vor Ort

Der Notarzt nimmt noch vor Ort die wichtigsten Daten auf und ermittelt die Vitaldaten des Patienten. Wenn möglich, werden auch Risikofaktoren und Begleiterkrankungen notiert und in die Beurteilung einbezogen. Wichtig ist auch die Uhrzeit der ersten Symptome, weil dies über die weitere Behandlung entscheidet.

Über einen Zugang zur Vene wird dem Patienten Flüssigkeit zugeführt – das ist wichtig, um den Kreislauf zu stabilisieren und das Blut zu verdünnen. Die meisten Patienten erhalten außerdem Sauerstoff. Entweder über eine Nasensonde oder – falls der Patient nicht mehr selbständig atmet – über einen Schlauch in die Luftröhren, die sogenannte Intubation. So stabilisiert tritt der Patient die Fahrt ins Krankenhaus an, im Idealfall in eine Klinik mit Spezialstation für Schlaganfall, einer Stroke-Unit.

Erste Untersuchungen im Krankenhaus 

Auch in der Klinik wird die erste Behandlung vor Ort mit Flüssigkeit und Sauerstoff fortgesetzt. Mithilfe von Bluttests werden die Blutwerte ermittelt. Entzündungswerte, Blutfettwerte und Blutzucker sind ebenso wichtig wie Blutgerinnungsfaktoren. Eine Untersuchung der Nervenreaktionen, Reflexe und Mobilität runden gemeinsam mit der Überwachung der Vitalfunktionen das Bild ab.

Dem Schlaganfall auf der Spur: CT- oder MRT-Aufnahmen des Gehirns

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur genauen Diagnose ist eine Darstellung des Gehirns in einem sogenannten „bildgebenden Verfahren“. Zum Einsatz kommen dafür die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT). Beide Verfahren sind in der Lage, das Gehirn im Bild darzustellen und helfen so dabei, die Ursache für den Schlaganfall zu finden. Dies ist enorm wichtig, um das Ausmaß der Schäden bewerten zu können, aber auch um eine weitere Behandlung festzulegen. Das MRT-Verfahren liefert vor allem dann interessante Bilder, wenn der Schlaganfall noch nicht weit zurückliegt und im CT noch keine Schäden erkennbar sind. Zur Unterstützung der Diagnostik kommen deshalb auch Kontrastmittel zum Einsatz.

Weitere Tests – auf der Suche nach der Ursache

Auch wenn die Behandlung des akuten Schlaganfalls bei der Stroke-Unit erst mal im Vordergrund steht, geht die Suche nach der Ursache weiter. Nur so lässt sich ein zweiter Schlaganfall unter Umständen rechtzeitig verhindern. Häufig werden dafür Untersuchungen der Blutgefäße des Halses und des Herzens durchgeführt. Für die Untersuchung der Blutgefäße wird meist die Duplex-Sonographie – eine besondere Art von Ultraschall – angewendet. Sie ermöglicht es, den Grad der Arteriosklerose zu bestimmen und den Blutfluss zum Gehirn zu messen.

Bildnachweis: Jacob Lund / Adobe Stock

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.