Schlaganfall

Der FAST-Test – Hilfe für Betroffene und Ersthelfer

Der FAST-Test – Hilfe für Betroffene und Ersthelfer
geschrieben von Burkhard Strack

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Deshalb ist es wichtig, auch die kleinsten Symptome zu erkennen und ernst zu nehmen. Helfen kann dabei der sogenannte FAST-Test. Schnelles Handeln und professionelle Hilfe sind überlebenswichtig.

Der Schlaganfall ist unverändert eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die besten Chancen auf das Überleben und geringe Spätschäden haben Patienten, die möglichst schnell in Behandlung auf einer spezialisierten Krankenstation – der sogenannten Stroke-Unit – gekommen sind. Beim Erkennen der Symptome kann der FAST-Test Betroffenen und vor allem den Ersthelfern weiterhelfen.

Die Symptome im Überblick

Die meisten Schlaganfall-Patienten zeigen mindestens eines, oft aber auch mehrere der folgenden Symptome:

  • Sprach- und Verständnisstörungen
  • Sehstörungen bis hin zur Blindheit
  • Taubheitsgefühle und Lähmungen
  • Ausfälle der Mimik („hängender Mundwinkel“)
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Kopfschmerzen

Bei einem Schlaganfall treten die genannten Symptome oft einseitig auf. Sie können auch von alleine wieder vergehen, wenn es sich um einen Mini-Schlaganfall, auch transitorische ischämische Attacke (TIA), handelt.

Den Verdacht bestätigen mit dem FAST-Test

Wer sich einem Menschen mit diesen Symptomen gegenüber sieht, muss eine schnelle Entscheidung treffen. Mit dem FAST-Test kann man den Verdacht auf Schlaganfall untermauern und so sicherer als Notfall sehen. FAST, was im englischen „schnell“ bedeutet, ist schnell durchgeführt und anhand der Anfangsbuchstaben F-A-S-T auch leicht zu merken:

  • F wie Face (Gesicht): Man bittet die Person zu lächeln. Versteht die Person die Anweisung nicht oder führt das Lächeln schief aus, ist dies ein Hinweis auf einen Schlaganfall.
  • A wie Arms (Arme): Man bittet die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Versteht der Betroffene die Anweisung nicht oder können nicht beide Arme gehoben werden, sinken oder drehen sich unabsichtlich, so spricht das für Ausfallerscheinungen und damit für einen Schlaganfall.
  • S wie Speech (Sprache): Man bittet die Person einen einfachen Satz zu sagen. Versteht der Betroffene die Anweisung nicht, kann sie nicht ausführen oder spricht undeutlich, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall.
  • T wie Time (Zeit): Jede Minute zählt – am besten wählt man sofort den Notruf, wenn einer der Punkte F, A oder S zugetroffen hat.

Natürlich besteht immer die „Gefahr“, dass man sich irrt und den Notruf einmal zu oft wählt. Das sollte man in Kauf nehmen, denn wenn es ein Schlaganfall ist, ist jede Minute entscheidend. Meist bieten die Rettungsleitstellen weitere Hilfe und Anleitung, stellen Fragen oder helfen, die Situation zu bewerten.

Bildnachweis: M.Dörr & M.Frommherz / Adobe Stock

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.