Schlaganfall

Das Leben nach dem Schlaganfall: Tipps für den Alltag

Das Leben nach dem Schlaganfall: Tipps für den Alltag
geschrieben von Burkhard Strack

Viele Patienten erreichen nach einem Schlaganfall nie mehr ihre frühere Konstitution. Mit Kleinigkeiten lässt sich das Leben etwas einfacher gestalten.

Der Weg zurück in ein selbstständiges Leben ist für viele Schlaganfallpatienten schwierig. Kleinigkeiten, über die man sich früher nie einen Kopf gemacht hat, können zum unüberwindbaren Problem werden.

Ein paar Dinge lassen sich allerdings tun, um den Alltag auch mit Einschränkungen nach einem Schlaganfall besser zu bewältigen.

Die Heimkehr gut planen

Patienten, die trotz körperlicher Behinderungen aufgrund des Schlaganfalls in ihr eigenes Zuhause zurückkehren und dort eventuell sogar alleine leben möchten, sollten sich gut darauf vorbereiten.

Meist bieten die Rehabilitationskliniken gute Ansprechpartner wie Soziale Dienste, die bei der Überprüfung und Planung einer Umgestaltung der Wohnung helfen können. Man sollte sich auch nicht scheuen, Angehörige und Freunde um Hilfe zu bitten.

Eine gute Planung ist wichtig, denn nur wer seine Wohnung entsprechend vorbereiten lässt, kann guten Gewissens in seinen veränderten Alltag starten.

Tipps für den Alltag – Kleinigkeiten können helfen

Folgende Dinge sind im Leben nach dem Schlaganfall oft ein Problem, lassen sich aber anders gestalten:

  • Geschirr und Trinkgefäße: Besteck sollte möglichst dicke Griffe haben – das erleichtert das Greifen. Tassen mit einem Aufsatz machen das Trinken einfacher und vermindern die Gefahr, etwas zu verschütten.
  • Stolper- und Zugfallen: Am besten verzichtet man auf Tischtücher. Glatte Oberflächen lassen sich leichter reinigen und man kann nicht am Tischtuch hängen bleiben. Ähnliches gilt für Bodenbeläge. Teppiche sind Stolperfallen und schwieriger zu reinigen als Laminat und ähnliche Fußbodenbeläge.
  • Einfacher umziehen: Beim Ausziehen beginnt man am besten mit der gesunden Seite, weil dann die kranke Seite leichter geht. Beim Anziehen ist es umgekehrt – erst die kranke, dann die gesunde Seite.
  • Allein Duschen: Ein wasserfester Badhocker in der Dusche gibt Sicherheit und verhindert zu langes Stehen. Statt sich umständlich abzutrocknen greift der Betroffene einfach zum dicken Bademantel – er wärmt und trocknet genauso.
  • Zähneputzen: Oftmals gelingt das Putzen leichter elektrisch als mit der herkömmlichen Zahnbürste, weil diese die feinen Bewegungen übernimmt.
  • Auto fahren: Die grundsätzliche Fahrtüchtigkeit sollte mit dem Arzt abgeklärt werden. Unter Umständen sind Veränderungen im Auto notwendig.

Noch ein Tipp für mehr Selbstbewusstsein für Betroffene mit Veränderungen in der Mimik: Übungen vor dem Spiegel geben Sicherheit – weil man weiß, wie das Gesicht für andere nun wirkt.

Am besten übt man verschiedene Gesichtsausdrücke wie Lächeln, Lachen, Stirnrunzeln oder einen Schmollmund. Wer zusätzlich noch die Backen aufbläst, die Luft mal von links nach rechts und zurück in die Wangen schiebt und sich selbst die Zunge rausstreckt, muss nicht nur lächeln, sondern trainiert auch noch wunderbar die Gesichtsmuskulatur.

Bildnachweis: Gajus / Adobe Stock

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.