Rücken

Schwimmen gegen Rückenschmerzen – Welche Technik ist die beste?

Schwimmen gegen Rückenschmerzen – Welche Technik ist die beste?
geschrieben von Christian Riedel

Bei Rückenschmerzen ist Sport treiben für viele eine Qual. Aber es ist wichtig, da man die Rückenmuskeln kräftigt. Oft bekommt man den Rat, mehr schwimmen zu gehen. Doch nicht jede Schwimmart ist bei Rückenschmerzen geeignet.

Einer der Hauptgründe für Rückenschmerzen ist eine schwache Rumpfmuskulatur. Wenn die Muskeln die Wirbelsäule nicht mehr richtig stützen können, kommt es zu Fehlhaltungen und Verspannungen und letztendlich zu Rückenschmerzen. Daher ist Krafttraining eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Probleme im Kreuz in den Griff zu bekommen.

Auch viele Ärzte empfehlen ihren Patienten, den Rücken zu stärken. Dabei muss man nicht im Fitnessstudio schwitzen. Es gibt andere Sportarten, die den Rücken sozusagen nebenbei stärken. Vor allem Schwimmen stärkt den Rumpf. Hier kommt es vor allem auf die richtige Technik an.

Brustschwimmen

Die meisten Menschen im Schwimmbad schwimmen mit der Brust-Technik. In der Grundform ist sie einfach zu lernen und wenig anstrengend. Mit etwas Glück kann man sogar verhindern, dass die Haare nass werden, was diesen Stil bei einigen den Beinamen „Frisurenschwimmen“ eingebracht hat. Auch wenn viele meinen, Brustschwimmen sei einfach und gesund, schaden viele ihrem Rücken mehr als dass sie davon profitieren.

Denn gerade bei einer aufrechten Wasserlage gehen viele Schwimmer ins Hohlkreuz und überstrecken teilweise sogar den Nacken. Anstatt den Rücken zu entspannen, verkrampft man noch mehr und kommt mit Rücken- und Nackenschmerzen aus dem Wasser. Wenn Sie also Brustschwimmen möchten, achten Sie darauf, nicht ins Hohlkreuz zu fallen und nach jedem Beinstoß den Körper zu strecken, um den Rücken zu entlasten.

Kraulschwimmen oder Freistil

Kraulen ist für die meisten zwar anstrengender als Brustschwimmen, dafür kann der Rumpf die ganze Zeit gestreckt bleiben. Um eine gute Wasserlage zu bekommen, muss man Bauch- und Po-Muskeln anspannen, was die gesamte Rumpfmuskulatur trainiert. Mit etwas Training können Sie nach kurzer Zeit schon ein paar Bahnen am Stück auch mit Kraul schwimmen. Wichtig ist hier, dass Sie nach unten zum Beckenboden sehen und nicht zu lange nach vorne schauen. Eine neutrale Kopfposition entspannt auch die Nackenmuskeln, die bei vielen durch das viele Arbeiten am Computer der Auslöser für Rückenprobleme sind.

Rückenkraul

Rückenkraul ist für den Rücken sogar noch etwas besser als Freistil und die meisten lernen Rückenkraulen auch etwas einfach als Brustkraulen. Da man den Kopf nicht unter Wasser stecken muss, fällt das Atmen leichter und man muss den Kopf nicht drehen. Zudem entfällt die Rotation um die Körperlängsachse, ohne die es beim Freistil nicht geht und die bei einigen Probleme verursacht.

Da man aktiv die Hüfte anheben muss, werden zudem die unteren Rückenmuskeln besonders trainiert, die durch das lange Sitzen stark belastet sind. Allerdings muss man auch hier aufpassen, nicht zu sehr ins Hohlkreuz zu fallen. Durch die große Armbewegung werden zudem die Schultern gelockert und gekräftigt. Aufpassen muss man nur, wenn man das Ende des Beckens erreicht.

Da Schmetterling oder auch Delfin sehr anstrengend und technisch anspruchsvoll ist, schwimmen nur Profis mit dieser Technik. Zu Trainingszwecken wird sich kaum jemand diese schwierige und anstrengende Disziplin antrainieren.

Schwimmen an sich ist gesund, da es fast alle Muskeln trainiert und dabei die Gelenke schont. Daher setzen viele Therapeuten auf den Wassersport, um den Rücken ihrer Patienten zu trainieren. Auch Sie können einfach schwimmen lernen und so ihren Rücken schützen. Es kommt eben auf die Technik an.

Bildnachweis: Microgen / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Please wait...

Über Ihren Experten

Christian Riedel