Rücken

Das Startmuster bei Haltungsschäden im Rücken

Das Startmuster bei Haltungsschäden im Rücken
geschrieben von Christian Riedel

Haltungsschäden sind ein Hauptgrund für die Entstehung von Rückenschmerzen. Dabei ist nicht nur die gebückte Haltung ein Problem. Auch das sogenannte Startmuster kann Fehlhaltungen und Rückenprobleme hervorrufen. Hier erfahren Sie, wie das Startmuster aussieht und wie Sie eine Fehlhaltung verhindern können.

Wenn wir lange in einer ungesunden Körperhaltung verharren, entstehen leicht Verspannungen und Fehlhaltungen. Bekannt ist das Stoppmuster, bei dem man beispielsweise mit eingezogenen Schultern am Schreibtisch sitzt. Aber auch das Gegenteil, das Startmuster, führt früher oder später zu Rückenschmerzen.

So sieht das Startmuster aus

Wie das Gegenteil von „Stopp“ eben „Start“ ist, ist das Startmuster sozusagen das Gegenteil vom Stoppmuster. Oft verfällt man in die Starthaltung, weil man die Stopphaltung verhindern will und daher in eine Überkorrektur verfällt. Typische Anzeichen für die Starthaltung sind:

  • Hohlkreuz
  • der Oberkörper ist nach hinten gelehnt und befindet sich hinter dem Unterkörper
  • zurückgezogene Schultern
  • der Kopf ist nach hinten gezogen
  • gestreckte Knie
  • Körpergewicht liegt auf den Fersen

All das kann besonders im Lendenwirbelbereich zu Schmerzen führen.

Entstehung des Startmusters

Die Körperhaltung entsteht nicht nur durch eine Überkorrektur. Oft verfällt man in diese „Rückwärtsbewegung“ des Oberkörpers bei Erstaunen, Schreck, Ekel, Abscheu, Skepsis, Widerwillen, Empörung, Ablehnung, Stress, Drohgebärde und männlichem Imponiergehabe, weil man in dieser Körperhaltung den Körper übertrieben streckt und sich so größer machen möchte.

Oft ist es auch nur der Versuch, übertrieben aufrecht zu stehen, was oft als gesunde Körperhaltung angenommen wird. Auch kleine Menschen neigen oft dazu, diese Haltung einzunehmen. Die Starthaltung verdankt ihren Namen dabei der Tatsache, dass man sie einnimmt, wenn man sich beispielsweise auf eine Kampfhandlung vorbereitet.

Sobald man in den Kampf geht, nimmt man eher die Stopphaltung ein, um sich kleiner zu machen, da man hier auch weniger leicht getroffen wird und beweglicher ist. Als Drohung oder Einschüchterung macht die Haltung evolutionär gesehen durchaus Sinn, da man größer und stärker erscheinen möchte. Da heutzutage kaum noch Kämpfe körperlich ausgetragen werden, löst man die Starthaltung deutlich seltener, was eben zu Verkrampfungen und Fehlhaltungen führen kann.

Folgen der Starthaltung

Neben den Verspannungen ermüden die Rückenmuskeln rasch, wenn man immer übertrieben aufrecht steht. Auch Knieschmerzen, Probleme in den Oberschenkeln und im Gesäß, Schulterschmerzen, Fuß- und Wadenprobleme sowie eine gesamte Steifheit im Körper sind häufige Folgen. Langfristig können sogar Arthrose und Meniskusprobleme entstehen.

Was kann man tun?

Eine falsche Körperhaltung zu korrigieren ist schwierig. Und wenn die Schmerzen erst einmal da sind, hilft in der Regel nur eine ärztlich betreute Therapie zur Verbesserung der Körperhaltung. Sofern Sie keine oder nur geringe Probleme haben, sollten Sie immer wieder auf Ihre Körperhaltung achten. Hier ist die goldene Mitte die beste Therapie. Aufrecht stehen ist gut.

Dabei aber nicht nach hinten lehnen. Achten Sie darauf, dass die Schultern weder nach vorne gebeugt noch nach hinten gezogen werden. Mit einem ergänzenden Krafttraining für die Rumpfmuskeln sollte Ihre Körperhaltung dann keine Probleme verursachen.

Bildnachweis: Monika Wisniewska / stock.adobe.com

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Christian Riedel