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Reizdarm-Symptome: Diese 4 Typen gibt es

Reizdarm-Symptome: Diese 4 Typen gibt es
geschrieben von Ulrike Schlüter

Reizdarm-Symptome sind individuell sehr unterschiedlich und häufig auch sehr unspezifisch. Erfahren Sie hier, ob Sie eventuell unter einem Reizdarm leiden und zu welchem Reizdarm-Typ Sie gehören.

Meist treten bei einem Reizdarm-Syndrom Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall auf. Aber auch Verstopfung ist ein mögliches Symptom. Ein Reizdarm kann die Ursache für viele unterschiedliche Beschwerden sein. Die Erkrankung zeigt sich bei jedem Menschen anders. Manchmal sind die Beschwerden auch so untypisch, dass Betroffene sie nicht klar dem Reizdarm-Syndrom zuordnen können. Viele der Symptome können auch ein Hinweis auf ganz andere Erkrankungen sein. Daher sollten die Beschwerden immer ärztlich abgeklärt werden.

Die 4 Typen des Reizdarm-Syndroms

Je nachdem welche Beschwerde bei den Betroffenen im Vordergrund steht, spricht man von unterschiedlichen Krankheitstypen. Mediziner unterscheiden Durchfall-Typ, Verstopfungs-Typ, Blähungs-Typ und Schmerz-Typ. Natürlich gibt es auch Misch-Typen, bei denen mehrere Beschwerden gleich stark ausgeprägt sind. Bei allen vier Krankheitstypen können zusätzliche Beschwerden wie zum Beispiel Völlegefühl oder Abgeschlagenheit auftreten.

Stuhlveränderungen wie Durchfall oder Verstopfung sind das deutlichste Anzeichen für ein Reizdarm-Syndrom. Neben der Veränderung der Beschaffenheit des Stuhls, kann es zu häufigeren oder selteneren Stuhlentleerungen kommen. Typisch für einen Reizdarm ist die Besserung der begleitenden Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder Schmerzen nach dem Stuhlgang.

1. Durchfall-Typ

Bei dem Durchfall-Typ des Reizdarms haben die Betroffenen weichen bis wässrigen Stuhlgang. Meist haben sie mehrmals täglich das Bedürfnis den Stuhl zu entleeren. Der Stuhldrang kann dabei derart dringend sein, dass Betroffene sich nur noch in der Nähe einer Toilette aufhalten und kaum noch das Haus verlassen. Der Durchfall kann von starken Schmerzen und Blähungen begleitet sein. Die Betroffenen des Durchfall-Typs können durch die häufigen Stuhlentleerungen unter großer Schwäche und Erschöpfung leiden.

2. Verstopfungs-Typ

Genauso häufig wie Durchfall kann auch Verstopfung Anzeichen für einen Reizdarm sein. Die Betroffenen können nur noch alle paar Tage oder noch seltener den Stuhl entleeren. Dieser ist hart und verdickt und kann nur unter Mühen und Schmerzen abgehen. Häufig ist sogar eine medikamentöse Unterstützung der Stuhlentleerung nötig. Begleitend können auch noch andere Beschwerden auftreten, welche sich jeweils nach dem Stuhlgang bessern.

3. Blähung-Typ

Blähungen begleiten sowohl die Verstopfung wie auch den Durchfall beim Reizdarm-Syndrom. Die Betroffenen bemerken, dass der Bauch aufgebläht ist und spüren ein Völle- oder auch Druckgefühl im Bauch. Dieses kann sich bis hin zu krampfartigen Bauchschmerzen steigern. Meist bessern sich die Beschwerden nach dem Stuhlgang und nach dem Abgang der Blähungen oder dem Aufstoßen.

4. Schmerz-Typ

Beim Reizdarm-Syndrom treten fast immer Bauchschmerzen auf. Die Schmerzen können sowohl im Ober-Bauch als auch im Unter-Bauch oder auch nur einseitig auftreten. Sie können stechend oder brennend sein, sich als Völle- oder Druckgefühl bemerkbar machen, in Wellen auftreten oder dauerhaft da sein.

Weitere begleitende Beschwerden

Relativ häufig werden bei einem Reizdarm Schleimablagerungen auf dem Stuhl beobachtet. Beim Verstopfungs-Typ können auch Blutablagerungen auf dem Stuhl auftreten, die sich durch Einrisse der Darmschleimhaut beim Pressen entwickeln. Blut im Stuhl ist kein Symptom eines Reizdarms und sollte schnellstmöglich von einem Arzt abgeklärt werden.

Wer ist betroffen?

Schätzungsweise jeder zweite Patient mit Magen-Darm-Beschwerden leidet unter einem Reizdarm-Syndrom. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Meist treten die ersten Anzeichen zwischen dem 20. und dem 30. Lebensjahr auf. Unter einem Reizdarm können sogar schon Kinder leiden.

Symptome bei Kindern

Bei Kindern können die Symptome des Reizdarms eher unspezifisch sein. Je nach Alter können die Kinder auch gar nicht genau angeben, wo es wehtut. Allgemeine Bauchschmerzen, unregelmäßige Toilettengänge, Erschöpfung, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein können bei Kindern auf einen Reizdarm hindeuten.

Bildnachweis: leszekglasner / stock.adobe.com

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