Grippe

Erkältung – welche Hausmittel helfen wirklich?

Erkältung – welche Hausmittel helfen wirklich?
geschrieben von Burkhard Strack

Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten sind eine gute Alternative zu chemischen Grippemitteln. Was hilft wirklich gegen die üblichen Erkältungssymptome? Mit welchen Hausmitteln können Sie eine Erkältung selbst behandeln? Was sollten Sie bei der Behandlung des grippalen Infektes mit Hausmitteln beachten?

Hausmittel sind eine gute Alternative zu Arzneimittel gegen Erkältungskrankheiten

Die meisten Arzneimittel gegen einen grippalen Infekt lindern lediglich die Erkältungssymptome. Kombinationspräparate, die alle Grippesymptome auf einmal lindern sollen, sind oftmals zu schwach oder falsch zusammengesetzt.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, nur ein entsprechendes Arzneimittel gegen ein Erkältungssymptom, zum Beispiel gegen Husten, einzunehmen. Viele Hausmittel helfen jedoch genauso gut. Wichtig dabei ist, dass man sie frühzeitig und richtig anwendet.

Schlafen Sie sich gesund

Im Schlaf tankt der Körper neue Energie und zudem wird das Immunsystem gestärkt. Wenn Sie die ersten Erkältungssymptome bei sich feststellen, sollten Sie sich genügend Ruhe gönnen.

In vielen Fällen ist dies nicht möglich, denn kaum ein Arbeitgeber hat Verständnis dafür, dass man bei den ersten Anzeichen einer Erkältung nach Haus geht um sich auszuschlafen. Doch wenigstens abends sollten Sie früh zu Bett gehen. Sorgen Sie zuvor für einen gut durchlüfteten Raum, der auch die optimale Luftfeuchtigkeit von etwa 50% aufweist.

Feuchte Tücher getränkt mit ätherischen Ölen verbessern die Raumluft

Wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, sollten Sie feuchte Tücher oder eine Schale mit ätherischen Ölen im Zimmer aufstellen. Beachten Sie jedoch, dass Sie keine scharf riechenden Öle in Räumen anwenden, in denen sich kleine Kinder aufhalten.

Bei Säuglingen und Kleinkindern können scharfe ätherische Öle – dazu zählen Eukalyptusöl und Pfefferminzöl – bei Anwendung im Gesicht oder in der Nase zu schwerer Atemnot bis hin zu Krämpfen führen. Auch für Asthmatiker sind solche Öle oft ungeeignet.

Kopfdampfbäder lösen zähen Schleim und befreien die Atemwege

Wenn Ihre Nase verstopft ist oder wenn Husten Sie plagt, kann eine Inhalation mit einem Kopfdampfbad lindernd wirken. Salben oder fertige Lösungen mit ätherischen Ölen, die man in heißem Wasser auflösen kann, helfen dabei, Erkältungssymptome in den oberen Atemwegen zu reduzieren. Auch ein Kopfdampfbad mit Kamillen- und Thymiantee befreit die Nase und lässt Sie wieder richtig durchatmen.

Bereiten Sie für ein Kopfdampfbad einen Teeaufguss zu und lassen Sie ihn auf eine Temperatur von etwa 50 Grad abkühlen. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, damit es nicht zu Verbrühungen kommen kann. Kleine Kinder sollten noch nicht über warmem Wasser inhalieren, größere Kinder nur unter Aufsicht eines Erwachsenen.

Wenn Sie ätherische Öle nicht vertragen, können Sie das Kopfdampfbad auch mit einer Salzlösung herstellen. Nehmen Sie dazu 9 Gramm Salz auf einen Liter warmes Wasser. Achten Sie darauf, dass sich das Salz gut aufgelöst hat.

Gurgeln mit Tee oder Salzlösung hilft gegen Halsschmerzen

Bereiten Sie sich einen Kamillen- oder Salbeitee zu. Lassen Sie den Tee lauwarm werden. Gurgeln Sie nun mit dem Teeaufguss. Dies sollten Sie drei Mal täglich durchführen, besonders abends vor dem Schlafen gehen. Alternativ zu Kamille oder Salbei können Sie auch mit einer Salzlösung gurgeln. Nehmen Sie dazu einen Teelöffel Salz auf einen halben Liter lauwarmes Wasser.

Quarkwickel bekämpfen die Halsentzündung von außen

Bei Halsentzündungen kann ein Quarkwickel sehr wirksam sein, denn der Quark wirkt gezielt gegen die Entzündungen. Je nach Wunsch des Patienten kann ein Quarkwickel warm oder kalt angewendet werden.

So stellen Sie einen kalten Quarkwickel her:

  • Streichen Sie etwa 200 Gramm Magerquark (nicht direkt aus dem Kühlschrank) ungefähr einen halben Zentimeter dick auf ein Baumwoll- oder Leinentuch. Die bestrichene Fläche sollte etwa 30 cm lang und 10 cm breit sein.
  • Schlagen Sie die Ränder um.
  • Legen Sie nun den Quarkwickel von vorne nach hinten um Ihren Hals.
  • Fixieren Sie den Wickel mit einem Schal.
  • Durch Ihre Körpertemperatur wird der Quarkwickel schnell warm werden und antrocknen.
  • Entfernen Sie den Quarkwickel, wenn der Quark trocken ist und lösen Sie Quarkreste mit warmem Wasser ab.

Zwiebelwickel sind eine gute Zusatzbehandlung bei Ohrenschmerzen

So stellen Sie einen Zwiebelwickel her:

  • Hacken Sie eine große Zwiebel in kleine Stückchen.
  • Legen Sie die Zwiebelstücke in ein sauberes Baumwolltaschentuch.
  • Schlagen Sie die Zwiebelstücke in das Taschentuch ein, so dass ein kleines Rechteck entsteht.
  • Drücken Sie mit einem Teller oder Messer auf das Taschentuch mit den Zwiebelstückchen. Sie werden sehen, dass der Saft aus der Zwiebel in das Taschentuch gelangt.
  • Legen Sie den Zwiebelwickel nun auf das kranke Ohr und fixieren Sie den Wickel mit einer Mütze oder einem Haarband.

Wadenwickel senken das Fieber ohne Medikamente

Wadenwickel sollten nur angewendet werden, wenn die Waden der erkrankten Person heiß sind. Nicht anwenden bei Patienten, die frieren oder kalte Füße haben. Machen Sie die Wadenwickel immer an beiden Beinen.

So bereiten Sie Wadenwickel richtig zu:

  • Nehmen Sie zwei Tücher aus Baumwolle oder Leinen und tränken Sie diese in etwa 18 Grad warmem Wasser dem ein wenig Essig zugegeben wurde.
  • Wringen Sie die Wickel aus und legen Sie jeweils einen Wadenwickel um einen Unterschenkel vom Knöchel bis zum Knie.
  • Fixieren Sie die Wadenwickel mit einem Handtuch.
  • Über das Handtuch sollten Sie noch einen Schal oder einen weiten Wollsocken ziehen, damit der Wickel straff sitzt.
  • Den Wickel sollten Sie nach etwa einer halben Stunde abnehmen und nach einer weiteren halben Stunde einen neuen Wickel anbringen, bis sich das Fieber um ein Grad gesenkt hat. Dann sollten Sie mit den Wadenwickeln aufhören.

Husten- oder Erkältungstees unterstützen die Abwehr und lösen Schleim

Hier ein Rezept für einen wirkungsvollen Husten- und Bronchialtee:

  • Süßholzwurzel 20 g
  • Eibischblätter 10 g
  • Spitzwegerichkraut 30 g
  • Thymiankraut 30 g
  • Fenchelsamen 10 g

Geben Sie einen Esslöffel der Teemischung in eine große Tasse. Übergießen Sie den Tee mit heißem Wasser und lassen Sie ihn 10 Minuten abgedeckt stehen. Sieben Sie den Tee und trinken Sie ihn schluckweise. Sie sollten drei Mal täglich eine Tasse davon trinken.

Erkältungsbäder unterstützen das Immunsystem

Ein Erkältungsbad mit ätherischen Ölen befreit die Atemwege. Kiefernadelöl, Eukalyptusöl, Fichtennadelöl, Kampfer und Menthol bekämpfen Husten und Schnupfen. Sie unterstützen den Körper bei der Abwehr gegen die Erkältungsviren und Bakterien. Bitte baden Sie nicht, wenn Sie Fieber haben!

Tipp: Lutschen Sie bei Erkältung mit Husten und Halsschmerzen Ingwer- oder Hustenbonbons. Sie regen den Speichelfluss an und lindern damit den Hustenreiz und die Halsschmerzen. Zudem enthält der Speichel Abwehrstoffe und das Schlucken wird durch die erhöhte Speichelproduktion erleichtert.

Bildnachweis: agnieszka_marcinska / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.